Cyber- und Informationsraum

„‚Frag nicht, was dein Land für dich tun kann...‘“

„‚Frag nicht, was dein Land für dich tun kann...‘“

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Schnelltests für Besuch und Mitarbeitende: EloKaElektronische Kampfführung-Bataillon 912 unterstützt Pflegeeinrichtungen im Landkreis Nienburg im Kampf gegen Corona. Oberstabsfeldwebel Jörg R. ist der Soldat, der kurzfristig seine Koppel gegen Kittel getauscht hat.

Ein Soldat mit einem Schutzanzug und eine Zivilistin stehen neben einem Fahrzeug.

Oberstabsfeldwebel Jörg R. aus dem EloKaElektronische Kampfführung-Bataillon 912 und Pflegeheim-Leiterin Sandra B. vor der Einrichtung in Stolzenau.

Bundeswehr/Adrians

Wie schnell Amtshilfe funktionieren kann, erlebte Sandra B., die Leiterin einer Pflegeeinrichtung, in den vergangenen Tagen: Am Montag letzter Woche stellte sie in Stolzenau an der Weser einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Landkreis Nienburg. Nur wenige Tage später erfolgte die Zusage: Soldaten sollten die Mitarbeiter ihres Heimes künftig bei der Durchführung von Schnelltests unterstützen, um einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus vorzubeugen. „Das ging wirklich reibungslos, wie ‚Gewehr bei Fuß‘,“ lacht die 43-Jährige.

Sandra B., Leiterin der Pfelegeeinrichtung
Wir finden es super, dass uns die Soldaten unterstützen und entlasten.

Am vergangenen Donnerstag konnten dann die Einzelheiten mit dem für diese Aufgabe beauftragten Bataillon Elektronische Kampfführung 912 aus der wenige Kilometer entfernten Clausewitz-Kaserne in Nienburg-Langendamm besprochen werden. Einen Tag später erfolgte die Einweisung der ausgewählten Soldaten. Ein Wochenende blieb schließlich noch Zeit zur abschließenden Vorbereitung.

Seit vergangenen Montag führen nun vier Soldaten im Zweierteams sogenannte PCRPolymerase-Ketten-Reaktion-Tests an den ebenfalls in Schichten aufgeteilten Mitarbeitern der Pflegeeinrichtung durch. 15 lange Minuten – vom Abstrich bis zur Auswertung – dauert es, bis ein Ergebnis feststeht. Fällt dieses positiv aus, dürfen sich Pflegekräfte, Küchenpersonal oder Verwaltungsbeschäftigte den Bewohnern nicht nähern, sondern müssen sofort in häusliche Quarantäne. „Bis das Testergebnis negativ ist, ist die Stimmung schon ein wenig gedämpft“, räumt Sandra B. ein. Aber sie hebt hervor: „Wir finden es super, dass uns die Soldaten unterstützen und entlasten. Denn das tägliche Testen frisst Zeit und bindet Personal, was uns am Ende in der Betreuung unserer Bewohner fehlen würde.“

„,... sondern was du für dein Land tun kannst‘.“

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Ein Soldat, der an der Amtshilfe-Aktion „Helfende Hände“ teilnimmt, ist Jörg R. Normalerweise dient der Oberstabsfeldwebel in der im vergangenen Oktober neu aufgestellten Ausbildungskompanie des EloKaElektronische Kampfführung-Bataillons 912 und bringt dort Rekruten das militärische Handwerkszeug bei. Für die nächsten Wochen hat er Koppel gegen Kittel getauscht. „Wir machen das hier mit Freude“, strahlt er hinter Mundschutz und Visier und fügt hinzu: „Es gibt diesen alten Spruch von John F. Kennedy: Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst. Wie bei den Hochwasserhilfen haben wir jetzt eine Situation, in denen wir als Soldaten dringend benötigte Hilfe im Inland leisten können!“

Der Kommandeur des EloKaElektronische Kampfführung-Bataillons 912, Oberstleutnant Sascha Mies, stimmt dem zu, wenngleich die lokale Amtshilfe seinen Verband vor personelle Herausforderungen stellt: Das von ihm seit 2018 geführte Bataillon ist mit einer Kompanie im Prinzip ständig im Ausland unterwegs – an Land und auf See. Die von den Nienburger Soldatinnen und Soldaten eingesetzten Aufklärungssysteme sorgen dort unter anderem dafür, Krisen frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig muss das Personal kontinuierlich aus- und fortgebildet werden, da die Aufgaben technisch und inhaltlich anspruchsvoll sind.

EloKaElektronische Kampfführung-Bataillon 912 unterstützt seit November

Im Rahmen von „Helfende Hände“ unterstützt das EloKaElektronische Kampfführung-Bataillon 912 bereits seit November vergangenen Jahres mit rund einer halben Kompanie die Gesundheitsämter in der Bundeshauptstadt bei der Kontaktnachverfolgung. Die Zuweisung erfolgte durch die vorgesetzten Dienststellen. „Als die Anfrage aus unserer Heimat vom Landkreis Nienburg kam, war für uns klar, dass wir alles tun werden, um hier zu helfen“, betont Mies. Deswegen mobilisierte der Verband, dessen Kompanien seit der Gründung enge Patenschaften mit einigen der umliegenden Gemeinden pflegen, auch diesmal mehrere Soldaten. Derzeit unterstützen Soldaten des EloKaBtlBataillon für Elektronische Kampfführung 912 neben Stolzenau auch eine Einrichtung im weiter nördlich gelegenen Landesbergen.

von Helge Adrians  E-Mail schreiben
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