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Cyber- und Informationsraum
Dimension CIR

Inspekteur CIR lädt zum CIR-Konvent 2023 ein

Unter dem Leitthema „Dimension CIR – Wir verteidigen Deutschland im Cyber- und Informationsraum“ fand der erste CIR-Konvent vom 24. bis zum 26. Januar in Kalkar statt. Der Inspekteur CIR, Vizeadmiral Dr. Thomas Daum, führte dieses neue Tagungsformat für die gesamte Dimension CIR ein.

Ein Soldat steht am Rednerpult mit Blick auf ein sehr großes Auditorium.

Dem Ruf zum ersten CIR-Konvent 2023 folgten nicht nur Angehörige der Organisationsbereiche und Vertreter aus dem Bundesministerium der Verteidigung. Auch Vertreter der BWI, der Militärseelsorge und viele Weitere füllten die Reihen.

Bundeswehr/Stefan Uj

Rund 360 Teilnehmende aus den gesamten Streitkräften folgten der Einladung des Inspekteurs in das „Wunderland Kalkar“. Bereits in seiner Begrüßung stellte Vizeadmiral Dr. Thomas Daum den CIR-Konvent als das Forum für die gesamte Dimension CIR vor, „in dem unser gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen in der Dimension gestärkt und das Wir-Gefühl in unserem Organisationsbereich und der Dimension CIR gefestigt wird.“ Die mehrtägige Veranstaltung setzte den Auftakt zu einer neuen, jährlich stattfindenden Tagungsform, die fest in die Jahresplanung des Organisationsbereichs CIR aufgenommen wurde.

Betonung liegt auf der Dimension

Der Inspekteur CIR hob die Bedeutung der Dimension CIR gerade auch im Krieg Russlands gegen die Ukraine und zukünftige Konfliktszenarien hervor und betonte, dass der Organisationsbereich CIR mit seinen CIR-Fähigkeiten bei militärischen Operationsplanungen an zentraler Stelle stehe: „Denn die Dimension CIR hat sich als das alle andere Dimensionen Verbindende erwiesen. Wir als Organisationsbereich CIR tragen die Verantwortung für die Dimension CIR in der gesamten Bundeswehr. Unabhängig, wo jemand dient, sei es im Heer, bei der Luftwaffe oder der Marine, gilt es, das gemeinsame Verständnis für die Dimension CIR zu fördern.“

Im Mittelpunkt standen nicht nur die Auseinandersetzung mit fachlichen Themen, welche die Dimension CIR betreffen, sondern ebenso der gemeinsame Austausch und das gegenseitige Kennenlernen. Für viele Teilnehmende – nach fast drei Jahren Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie – die Gelegenheit, wieder ins persönliche Gespräch zu kommen.

Vorträge aus der Dimension CIR

Eine Soldatin steht am Rednerpult und hält einen Vortrag beim CIR-Konvent 2023.

Einer der Impulsvorträge auf dem CIR-Konvent 2023 kam von Oberleutnant Yvonne H.: Sie ging der Frage nach, wie Multi Domain Operations zur Wirkungsüberlegenheit führen.

Bundeswehr/Stefan Uj

Im Vorfeld konnten sich Interessierte – unabhängig von Status und Dienstgrad – für einen Vortrag entlang des Leitthemas bewerben. Am Ende wurden aus insgesamt 32 eingegangenen Bewerbungen sechs Vortragende mit ihren spezifischen Vorschlägen ausgewählt. Dabei wurden kontroverse Themen aus der Dimension CIR behandelt, die zu ausführlichen Diskussionen anregten – nicht immer mit eindeutigen Lösungen.

Oberleutnant Jonas H. aus dem Kommando CIR, Sachgebiet Informationsmanagement, machte den Anfang zum Thema Kryptologie und deren Bedeutung für die Kriegsführung. Hauptmann Catharina L., Chefin der 3. Kompanie des EloKa-Bataillons 931, beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit der Frage, ob die Trennung zwischen Militärnachrichtendienst und militärischem Nachrichtenwesen sinnvoll für die Zukunft sei.

Major Arno T., Chef der 5. Kompanie des IT-Bataillons 383 setzte sich mit der Thematik „Führen mit Auftrag“ und in wie weit dieses Prinzip noch zeitgemäß ist, im Zuge der Digitalisierung, auseinander. Oberleutnant Yvonne H., IT-Managementoffizier bei der Streitkräftebasis, untersuchte, wie Multi Domain Operations (MDO) zur Wirkungsüberlegenheit führen und welche Bedeutung dies für die Kräfteautonomie der Dimensionen hat.

Nadine V., Leiterin Cyber- und InfoSicherheit Consulting bei der BWI, behandelte die Kontroverse, ob die Bundeswehr beim gesamtstaatlichen Handeln in der Cybersicherheit mehr Kompetenzen benötigt und wo eigentlich die Cyberabwehr endet und die Cyberverteidigung beginnt. Der abschließende Vortrag von Hauptmann Sönke S. aus dem Bereich Lehre und Ausbildung der Schule Strategische Aufklärung der Bundeswehr ging der Frage nach, ob die Bundeswehr mit ihrer bisherigen Informationsarbeit hinreichend aufgestellt ist oder es mehr strategische Kommunikation braucht.

Einsatzbereitschaft im Fokus

Der Stellvertreter des Generalsinspekteurs, General Laubenthal steht am Rednerpult und spricht beim CIR-Konvent 2023.

Einsatzbereitschaft hängt maßgeblich von den Fähigkeiten der Dimension CIR ab. Daran ließ Generalleutnant Markus Laubenthal, Stellvertretender Generalinspekteur der Bundeswehr, keinen Zweifel auf dem CIR-Konvent 2023.

Bundeswehr/Stefan Uj

Generalleutnant Markus Laubenthal, Stellvertretender Generalinspekteur der Bundeswehr, machte sich persönlich ein Bild vom CIR-Konvent. In seiner Rede betonte er die Bedeutung des Konvents sowohl für den militärischen Organisationsbereich CIR als auch für die dahinterliegende Dimension.

Die Bundeswehr werde die Ukraine in ihrer Selbstverteidigung gegen den russischen Angriffskrieg weiterhin unterstützen, daran ließ Generalleutnant Laubenthal keinen Zweifel. Den Spagat zwischen dieser Hilfe und dem Halten – und Erhöhen – der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr ist eine zentrale Herausforderung: Nicht nur die Bundeswehr, auch die Rüstungsindustrie und die Politik seien gemeinsam in der Pflicht, hier Lösungen anzubieten. Einen wesentlichen Beitrag zur Einsatzbereitschaft und Zukunftsfähigkeit unserer Streitkräfte leisten eine gestärkte Führungsfähigkeit und eine querschnittliche Digitalisierung. Projekte, die – insbesondere durch das Sondervermögen finanziert – der Stärkung der Dimension CIR zugutekommen.

CIR 2.0 im Dialog

Thema auf dem Konvent war natürlich auch die Neustrukturierung der Organisationsbereichs CIR. Auf ihrer CIR 2.0-Reise im vergangenen halben Jahr hatten der Projektverantwortliche, Konteradmiral Roland Obersteg, und der Inspekteur CIR, Vizeadmiral Dr. Daum, alle Inlandsdienststellen in ihrem Organisationsbereich besucht, um vor Ort mit den Angehörigen über die Strukturveränderungen und den angestrebten Kulturwandel zu sprechen. Die Projektgruppe CIR 2.0 war extra mit einem Informationsstand vor Ort und nutzte den Konvent, um die Teilnehmenden nochmals über die umfassenden Reformen im Organisationsbereich CIR informieren und darüber ins Gespräch kommen. Für ein Feedback war eine kurze Online-Befragung zu CIR 2.0 vorbereitet, die über einen QR-Code zu erreichen war. Die aktuellen Befragungsergebnisse waren am Infostand unmittelbar transparent einsehbar. Im Gesamtbild zeigte sich, neben dem Wunsch nach weiteren Verbesserungen und einer noch zügigeren Umsetzung, dass die Teilnehmenden überwiegend stolz auf ihre Zugehörigkeit zu CIR sind. Das Führen mit Auftrag wird aus ihrer Sicht im Organisationsbereich bereits gut gelebt; trotzdem wird auch hier noch Verbesserungspotenzial gesehen.

Gelungener Konvent der Dimension CIR

Der Inspekteur des Organisationsbereich CIR steht am Rednerpult und spricht beim CIR-Konvent 2023.

Vizeadmiral Dr. Thomas Daum ist Inspekteur CIR und damit Dimensionsverantwortlicher CIR. Als dieser eröffnete er den CIR-Konvent 2023.

Bundeswehr/Stefan Uj

Fazit des ersten CIR-Konvents: Zwei spannende Tage, die ganz der Dimension CIR gewidmet waren. Tolle Vorträge, konstruktive Gespräche über aktuelle Themen und Ziele sowie ein interessiertes Auditorium, das den CIR-Konvent zum Leben erweckte. Insofern bedankte sich der Inspekteur CIR bei allen Vortragenden und ermutigte zugleich alle Anwesenden, sich für die Vorträge im kommenden Jahr zum zweiten CIR-Konvent zu bewerben.

In seiner Abschlussrede kam Vizeadmiral Dr. Daum unter anderem auf den russischen Angriff auf die Ukraine zu sprechen, der eine Bedrohung für die NATO und für Europa darstellt. Seine Folgerung? „Alle Angehörigen im Kommandobereich CIR müssen sich darauf einstellen, dass dieser Krieg unser Denken, Planen und Handeln im Jahr 2023 direkt und fortlaufend widerspiegeln wird. Er wird unseren täglichen Dienst beeinflussen, mit allem, was an Verstärkung von uns erwartet wird“. Mit der Bemerkung „wir werden das gemeinsam hinbekommen“, beendete der Inspekteur „seinen“ ersten CIR-Konvent.

von Martina Pump  E-Mail schreiben
Der Inspekteur spricht zum Publikum beim CIR-Konvent. Im Vordergrund sieht man zwei Bundeswehrmusiker.

Nicht nur Fachvorträge gehören zum CIR-Konvent. Das Miteinander und gegenseitige Kennenlernen sind ein wichtiger Teil vom gemeinsamen Verständnis CIR.

Bundeswehr/Stefan Uj
Eine Soldatin hält ihr Barett und einen Flyer zum CIR-Konvent 2023 in der Hand.

Der CIR-Konvent 2023 war der Erste seiner Art. Künftig werden hier jährlich Vertreter aller Bereiche der Bundeswehr zusammentreffen. Sie alle eint das Interesse an der Dimension CIR.

Bundeswehr/Stefan Uj
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