Cyber- und Informationsraum

Unterwegs im Einsatzland - die mobile EloKaElektronische Kampfführung

Unterwegs im Einsatzland - die mobile EloKaElektronische Kampfführung

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Datum:
Ort:
Daun
Lesedauer:
2 MIN

Soldatinnen und Soldaten in den Auslandseinsätzen der Bundeswehr müssen sich auf unterschiedlichste Bedrohungen einstellen. Diese Bedrohungen entstehen teilweise auch im elektromagnetischen Spektrum mittels Funkwellen. Die mobilen Kräfte der elektronischen Kampfführung kommen hier durch das Aufklären und Stören dieser Funkwellen ins Spiel.

Der Transportpanzer Peiler mit einer ausgefahrenen Antenne.

Ein Transportpanzer Fuchs: Peiler der EloKaElektronische Kampfführung beim Orten fremden Funkverkehrs.

Bundeswehr

Ihr Auftrag – der Auftrag der Soldatinnen und Soldaten der mobilen EloKaElektronische Kampfführung – rettet Leben. Diese Erkenntnis liefern die Auslandseinsätze der Bundeswehr fortwährend. Aus diesem Grund gehören die Frauen und Männer der elektronischen Kampfführung seit jeher zu unverzichtbaren Kräften der Auslandseinsätze der Bundeswehr. Ob in und aus den Camps und Lagern heraus oder zum Beispiel im Rahmen von Patrouillen, die EloKaElektronische Kampfführung schützt ihre Kameradinnen und Kameraden mit ihren Fähigkeiten.

Aufklärung als Beitrag zur Sicherheit

Die Hauptaufgabe der mobilen Kräfte der EloKaElektronische Kampfführung ist die Aufklärung im elektromagnetischen Spektrum. Mit ihren technischen Einrichtungen orten und erfassen die Spezialisten Fernmeldeausstrahlungen und bereiten die so gewonnenen Erkenntnisse für die Verwendung in Lagebildern auf – als Lagebild bezeichnet man eine Gesamtdarstellung aller, aus verschiedenen Bereichen zusammengetragenen, Informationen zur Situation in Regionen von Interesse. Dabei gilt es, die besonderen Bedingungen im jeweiligen Einsatzland zu berücksichtigen. „Die Übergabe vom Vorgänger an den Nachfolger ist besonders wichtig“, weiß Hauptfeldwebel H. Er war als Erfasser in Afghanistan, klärte militärische Funkverkehre auf und wertete diese aus. „Zu 100 Prozent kann man im Vorfeld des Einsatzes gar nicht ausbilden. Die Grundlagen und Abläufe kann man üben, im Einsatz muss sich dann jeder reinfinden“, ergänzt der 32-Jährige. 

Eine Portraitaufnahme frontal der Soldatin.

Hauptmann L. war bereits Führerin der Task Force EloKaElektronische Kampfführung in Afghanistan.

Bundeswehr

Hauptmann L. kann ihm da nur beipflichten: „Die Aufgaben im Einsatz kann man zu Hause nicht vollständig trainieren.“ Die 30-Jährige war als Führerin der Task Force EloKaElektronische Kampfführung im gleichen Einsatzkontingent eingesetzt. Aufgrund ihrer Erfahrungen im Einsatzland und ihrer Spezialisierung wird Hauptmann L. bald wieder in den Einsatz verlegen.

Aus dem Einsatz weiß Hauptmann L., „dass unsere Aufklärungsergebnisse im Einsatzland ein außerordentlich wichtiger Beitrag zum Lagebild sind.“

Unsichtbarer Schutz

Ein weiteres Aufgabenfeld der mobilen EloKaElektronische Kampfführung ist der Schutz vor mittels Funkwellen gezündeter, ferngesteuerter Sprengfallen.

Oberstabsgefreiter M. war in Afghanistan im Einsatz und als Besatzungsmitglied im Transportpanzer Fuchs CG20+ direkt am Schutz der eigenen Truppe beteiligt. Das Fahrzeug ist mit verschiedenen Störantennen bestückt, die in unterschiedlichen Frequenzbereichen Funkwellen stören können. Auf diese Weise wird eine Art unsichtbare Schutzglocke um die eigenen Kräfte gespannt, die das Risiko minimiert, dass ferngesteuerte Sprengsätze mittels Funk ausgelöst werden können. „Wir erhalten den Auftrag, einen Konvoi zu begleiten und schützen ihn und damit die Kameraden durch unsere Arbeit“ berichtet der 27-Järige stolz von seinem Auftrag.

Da ihr Erfolg zumeist nicht sichtbar ist, müssen die Frauen und Männer der EloKaElektronische Kampfführung zum Teil um Anerkennung werben. „Wir betreiben Force Protection, schützen also unsere Leute“, sagt Hauptfeldwebel S. Er ist im normalen Dienstbetrieb für die fachliche Ausbildung zuständig. Somit ist der 43-Jährige genau der richtige, um Außenstehenden den Auftrag zu erklären.

„Nachdem ich den Kameraden der anderen Truppengattungen genau erklärt hatte, wieso wir sie auf Patrouillen begleiten, nahmen sie unseren Schutz immer dankend an“, berichtet er aus den Erfahrungen seiner Einsatzzeit.


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