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Cyber- und Informationsraum
Besuch im Organisationsbereich CIR

Verteidigungsministerin besuchte das Zentrum Cyber-Operationen

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht besuchte den Organisationsbereich CIR und trifft im Zentrum Cyber-Operationen die Spezialistinnen und Spezialisten für Cyberoperationen.

Eine Frau spricht zu mehreren Soldatinnen und Soldaten

Am Zentrum Cyber-Operationen sprach die Ministerin mit den Spezialistinnen und Spezialisten über ihre Fähigkeiten

Bundeswehr/Michael Rupertus

Am 14. Juni besuchte die Ministerin den Organisationsbereich CIR. Im Zentrum Cyber-Operationen (ZCO) in Rheinbach wurde sie vom Inspekteur CIR, Vizeadmiral Dr. Thomas Daum, begrüßt, der sie anschließend in einem Briefing über Aufgaben und Fähigkeiten seines Organisationsbereichs informierte. Im Organisationsbereich CIR sind alle relevanten Akteure der Bundeswehr in der Dimension CIR unter einem Dach zusammengefasst. Es sind dort die Fähigkeiten CIR-Operationen, Betrieb und Schutz von IT, Elektronische Kampfführung, Militärisches Nachrichtenwesen, Operative Kommunikation und der Bereitstellung von Geoinformationen gebündelt.

Cyberoperationen als Instrument moderner Kriegsführung

Ein Soldat sitzt an einem Computer

Im ZCO werden Cyberoperationen geplant, vorbereitet, geführt und nachbereitet

Bundeswehr/Michael Rupertus

Bundesministerin Lambrecht wählte für ihren Besuch im Organisationsbereich CIR gezielt das ZCO aus. „Konflikte werden nicht nur an Land, in der Luft oder auf See ausgetragen. Auch der Cyberraum gewinnt hier mehr und mehr an Bedeutung. Das ZCO ist die einzige Dienststelle der Bundeswehr, in der die hochspezialisierten Fähigkeiten für Aufklärung und Wirkung im Cyberraum vorhanden sind“, so die Ministerin.

Im ZCO werden sowohl bei der Landes- und Bündnisverteidigung als auch in mandatierten Einsätzen der Bundeswehr Cyberoperationen geplant, vorbereitet, geführt und nachbereitet. Mit Cyberoperationen können sowohl Informationen aus gegnerischen Netzen gewonnen, als auch Wirkungen in diesen erzielt werden. Mit Blick auf den konkreten militärischen Auftrag entwickelt das ZCO auf der Grundlage von Aufklärungsergebnissen Handlungsoptionen für die politische und militärische Führung. Beispielsweise kann bei einer Luftkriegsoperation das Ausschalten der gegnerischen Luftverteidigung durch eine Cyberoperation eine Alternative zum Einsatz kinetischer Wirkmittel darstellen. Auch werden hier mit Hilfe des Red Teaming die eigenen IT-Systeme der Bundeswehr simuliert angegriffen, um so einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der eigenen Informationssicherheit zu leisten. Darüber hinaus kann das Personal aus dem ZCO in akuten Krisenreaktionen flexibel andere Bereiche der Bundeswehr unterstützen.

Unterschied zu „Hackern“

Eine Frau spricht mit zwei Soldaten

Am Zentrum wurde die Ministerin durch den Inspekteur CIR, Vizeadmiral Dr. Thomas Daum, und dem Kommandeur ZCO, Oberst Christian Pawlik, begrüßt

Bundeswehr/ Michael Rupertus

Oberst Christian Pawlik, Kommandeur ZCO, stellte Ministerin Lambrecht die einzelnen Abteilungen des Zentrums vor. Er erklärte, dass militärische Cyberoperationen klaren Regeln und Abläufen folgen und sich wesentlich vom dem unterscheiden, was man sich gemeinhin unter „Hacken“ vorstellt: „Cyberoperationen sind keine kriminellen Taten, sondern ein rechtlich legitimiertes, wichtiges Wirkmittel innerhalb der militärischen Operationsführung. Sie unterliegen sehr strengen Regeln und erfordern neben einer rechtlichen Grundlage immer auch ein politisches Mandat.“

Während ihres Besuches hatte die Ministerin die Gelegenheit, mit unterschiedlichen Spezialistinnen und Spezialisten aus dem ZCO zu sprechen. Lambrecht stellte heraus, welch hohe Motivation sie unter den Angehörigen des Zentrums wahrnehmen könne: „Die Anforderungen an das Personal für Cyberoperationen sind hoch. Wer Teil dieses exklusiven Teams werden will, muss viele Fähigkeiten mitbringen und ein hartes Auswahlverfahren durchlaufen.“ Zudem würdigte sie die Leistungen der Soldatinnen und Soldaten bei der Bewältigung der Flutkatastrophe im Juli letzten Jahres, von der auch Rheinbach und Umgebung stark betroffen war. „Vielen Dank, dass Sie mit angepackt haben und die betroffenen Bürgerinnen und Bürger unterstützt haben“, so die Ministerin.

Zum Ende ihres Besuches zog die Ministerin das Fazit, dass „die Angehörigen des Organisationsbereichs Cyber- und Informationsraum 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag vielfältige Leistungen zuverlässig für die gesamte Bundeswehr erbringen.“

von Martina Pump  E-Mail schreiben

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