Cyber- und Informationsraum

Voneinander lernen – Ausbildungspilot gestartet

Voneinander lernen – Ausbildungspilot gestartet

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  • Cyber- & Informationsraum
Datum:
Ort:
Bonn
Lesedauer:
4 MIN

Miteinander voneinander lernen – so lautet das Ziel der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kommando Cyber- und Informationsraum und dem Bitkom e.V.eingetragener Verein Im Mittelpunkt steht dabei ein dreiphasiges Praktikums- und Traineeprogramm. In der Pilotphase hatten nun drei Praktikanten aus dem Organisationsbereich CIRCyber- und Informationsraum die Möglichkeit, Einblicke in unterschiedliche Bereiche der beteiligten Parteien zu gewinnen.

Soldaten und Frauen und Männer in Anzug stehen vor einem Gebäude.

Jung, fachlich kompetent und wissbegierig: die Teilnehmenden des Praktikums während des Besuchs beim Zentrum für Cyber-Sicherheit der Bundeswehr.

Bundeswehr/Ali Rahnama

Wenn sich mehrere Kräfte gegenseitig fördern, um daraus beispielsweise einen gemeinsamen Nutzen zu ziehen, dann nennt man das gemeinhin einen synergetischen Effekt. Mit der Hoffnung, eben diesen Effekt für sich nutzen zu können, schlossen der Branchenverband der Informations- und Telekommunikationsbranche, Bitkom e.V.eingetragener Verein und das Kommando Cyber- und Informationsraum schon vor geraumer Zeit eine Kooperationsvereinbarung. Im Kern ging es den Parteien darum, ihre Zusammenarbeit zu stärken und durch Austauschprogramme vom Know-how der Gegenseite lernen zu können. Dazu wurde unter anderem ein dreiphasiges Ausbildungsprogramm initiiert, dass nun mit einem Pilotdurchgang startete.

Die „drei“ im Mittelpunkt

Damit das Projekt realisiert werden konnte, arbeiteten die Verantwortlichen auf beiden Seiten lange an der Organisation und Umsetzung. Einer von ihnen ist Oberstleutnant Knoll aus dem Kommando CIRCyber- und Informationsraum, der das Projekt von Seiten der Bundeswehr betreut. „Wir sind mit diesem Projekt neue Wege gegangen, es war vieles neu für uns“, gibt der Stabsoffizier einen Einblick. Und Knoll ergänz: „Es gab viele Aspekte zu bedenken, deswegen hat die Vorbereitung einige Zeit in Anspruch genommen.“. Mit der BWI GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung wurde ein weiterer Partner in den Austausch integriert. Es galt also, eine gemeinsame Planung der drei Praktikumspartner Bitkom e.V.eingetragener Verein, BWI GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung und KdoCIRKommando Cyber- und Informationsraum zu erstellen. Das habe letztlich aber gut funktioniert und so sei Knoll froh, „dass wir einen guten Praktikumsplan geschaffen haben.“ Für den Anteil Bitkom e.V.eingetragener Verein übernahm die Firma Rohde & Schwarz GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. KG die Durchführung.

Im Kern dieses Plans stand die Zahl drei besonders im Fokus. Unter dem Titel „3+3+3“ sollten von jeder der drei Parteien drei Praktikanten und Praktikantinnen jeweils drei Tage lang in drei aufeinanderfolgenden Wochen in einen der Bereiche hineinschnuppern dürfen. Oberleutnant Michel Comes nahm neben Leutnant Tobias Berz und Oberleutnant Pascal Bätz stellvertretend für das Kommando CIRCyber- und Informationsraum an dem Austausch teil. Für Comes eine willkommene Gelegenheit zur Weiterbildung, „weil man sich im Bereich der ITInformationstechnik nur durch engen Schulterschluss weiterentwickeln kann.“ Comes ist in seinem Dienstalltag im Bereich ITInformationstechnik-Sicherheit beschäftigt und darüber hinaus sehr interessiert, sein Wissen über ITInformationstechnik-Systeme zu erweitern. Da kam das Angebot, am Programm teilzunehmen gerade recht: „Ich hatte mich von Anfang an auf den Austausch gefreut.“

Besuche in allen Ecken Deutschlands

Soldaten sitzen in einem Unterrichtsraum vor Computern und hören dem Dozenten zu.

Während des Besuchs beim Zentrum für Cyber-Sicherheit der Bundeswehr erhielten die Teilnehmenden Einblicke in reale Szenarien aus der täglichen Arbeit.

Bundeswehr/Ali Rahnama

Ende September begann das Programm für die Praktikanten und die Praktikantin. Zunächst waren Stationen im Organisationsbereich CIRCyber- und Informationsraum an der Reihe, allen voran das Zentrum für Cybersicherheit der Bundeswehr (ZCSBw). „Uns wurden aktuelle Tools der Schwachstellenanalyse gezeigt“, so Comes. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden Einblick in praktische Szenarien aus dem Arbeitsalltag.
An den folgenden Tagen erhielt die Gruppe Einblicke in den Rekrutierungsprozess der Bundeswehr am Cyber/ITInformationstechnik Evaluation Center , inklusive eines Selbsttestes des Screenings. Ehe es zum Ende der ersten Woche an das Bundeswehrkrankenhaus Berlin ging. „Dabei wurde uns der systematische Aufbau der Krankenhaus-ITInformationstechnik aufgezeigt“, so Comes, der überrascht war von der Vielfalt an Systemen. Wie er erfuhr, „besteht in einem Krankenhaus das Problem, dass man viele Hersteller und Geräte verschiedener Generationen einbringen muss.“

Die zweite Woche des Praktikums stand im Zeichen der BWI GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung, mit dem Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. An den Standorten in Meckenheim, Rheinbach und Büchel wurde die langjährige Kooperationen beider Partner für die Teilnehmenden an konkreten Beispielen erlebbar. Zudem wurde beschrieben und gezeigt, wie BWI GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung und Bundeswehr im Zusammenspiel ITInformationstechnik-Services bereit- und sicherstellen – im Heimatbetrieb und in den Einsätzen.

Stellvertretend für den Bitkom e.V.eingetragener Verein besuchten die Praktikanten und Praktikantinnen der drei Partner Liegenschaften der Firma Rhode & Schwarz, die dem Branchenverband angehört. In den drei Tagen erhielten Comes und die weiteren Praktikanten die Möglichkeit, Anwendungsfelder aus dem zivilen Umfeld kennenzulernen. In einem Projekt beispielsweise „möchte man das Thema KIkünstliche Intelligenz beziehungsweise Machine Learning nach vorne bringen“, berichtet Comes vom Erlebten. Bei dem genannten Projekt handelt es sich um eine Forschungskooperation der Firma Rhode & Schwarz mit der Helmut-Schmidt-Universität, eine der Bundeswehruniversitäten.

Start für weitere Zusammenarbeit

Soldaten sitzen vor Computern in einem Raum und hören einem Dozenten zu.

Im Kommando Cyber- und Informationsraum ist Oberleutnant Comes (re.) Informationssicherheit zuständig. Am Praktikum gefiel ihm vor allem der Einblick in andere Fachbereiche.

Bundeswehr/Ali Rahnama

Aus Sicht von Comes waren die Stationen der drei zurückliegenden Wochen allesamt gewinnbringend. Er habe für sich einige neue Aspekte mitnehmen können und hofft, „dass solche Veranstaltungen zukünftig regelmäßig stattfinden.“ Egal ob Bundeswehr oder freie Wirtschaft, alle Bereiche hätten mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen, so Comes. Doch „durch solche Austauschprogramme kann man vielleicht in Zukunft sogar Wissenslücken schließen“, sagte er. Für die Zukunft wünsche er sich deshalb einen weiteren Austausch der Parteien, er zumindest habe sein Netzwerk erweitern können. Mit dieser Auffassung war Comes nicht alleine, sie wurde von allen Beteiligten, den Durchführenden sowie den Teilnehmenden geteilt. Im Anschluss an die Pilotphase, wird eine Evaluierung stattfinden, die wichtige Erkenntnisse liefern soll. Mit den daraus gewonnenen Informationen, kann weiter an Form und Inhalten sowie an den Rahmenbedingungen dieses innovativen Projektes gearbeitet werden, um darauf aufbauend weitere Planungen voranzutreiben.

von Patrick Schüring  E-Mail schreiben
Ein Soldat steht vor einem Monitor und erklärt anderen Lehrgangsteilnehmern etwas

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