Heer

Auf der Suche nach spannenden Geschichten

Auf der Suche nach spannenden Geschichten

  • Menschen
  • Heer
Datum:
Ort:
Strausberg
Lesedauer:
5 MIN

Soldatinnen und Soldaten leisten täglich Dienst, bewegen tonnenschwere Fahrzeuge, tragen Verantwortung oder gehen über ihre Grenzen hinaus. Doch wer oder was steckt dahinter? Redakteure sind überall mit dabei. Sie erzählen Geschichten ihrer Kameraden und machen die Truppe sichtbar. Hast Du Lust und traust Dir zu, das Team des Presse- und Informationszentrums Heer in Strausberg zu verstärken?

Zwei Soldaten unterhalten sich, einer macht sich Notizen auf einen Schreibblock.

Als Redakteure der Streitkräfte erzählen wir die Geschichten unserer Soldatinnen und Soldaten und wertschätzen damit ihren täglichen Dienst.

Bundeswehr/Marco Dorow

Ich bin Stabsfeldwebel René Hinz und Onlineredakteur. Gemeinsam suchen wir in unserem Team täglich nach interessanten Themen. Das Kommando Heer in Strausberg ist das militärische Zuhause der Soldaten und Angehörigen des Presse- und Informationszentrums des Heeres, der größten Teilstreitkraft der Bundeswehr. Als Medienteam schreiben wir Artikel, recherchieren, filmen und fotografieren. Daneben laufen auch alle Beiträge der Presseoffiziere der einzelnen Standorte in Strausberg zusammen. Gemeinsam geben wir der Truppe ein Gesicht und erzählen ihre spannenden Geschichten. Von unserem Pressezentrum aus gehen dann alle Artikel, Bilder oder auch Videos in die verschiedenen digitalen Ausspielkanäle, über die Ihr Euch draußen täglich informieren könnt. An erster Stelle steht die Internetseite des Deutschen Heeres, aber auch Facebook und Twitter werden beliefert. Ihr nutzt Instagram? Auf unserem neuen Instagram-Kanal könnt Ihr  ab 8. Februar 2022 die besten Bilder, Videos und Geschichten noch einmal komprimiert ansehen.

Die Themenplanung ist die Geburt der Idee

Ein Soldat sitzt in einem Auto und hat einen Laptop auf dem Schoß.

Wo es zur Berichterstattung hingeht, legt ein Themenplaner fest. Grundsätzlich ist alles möglich, auch Krisenkommunikation gehört dazu.

Bundeswehr/Marco Dorow

Allgemein legen wir rund ein Jahr im Voraus Themen für die Berichterstattung des Heeres auf der Onlineplattform fest. Manchmal gibt es aber auch kurzfristig Tipps und Ideen aus der Truppe. Bei der Themenauswahl haben wir Schwerpunkte, wie beispielsweise alles rund um die Landes- und Bündnisverteidigung, die Ausrüstung der Truppe und weitere Leitthemen. Wir zeigen die tägliche Ausbildung – von den Gebirgsjägern in den Seilen an der Felswand bis hin zur Waffeninstandsetzerin beim KSKKommando Spezialkräfte, dem Kommando Spezialkräfte. Wir berichten über die nationalen und multinationalen Übungen, die Einführung neuer und oft noch unbekannter Technik, vom Sturmgewehr bis hin zum Schützenpanzer. Die Leitthemen sind die allgemeinen Vorgaben für die Redakteure, so auch für mich. Der Kreativität bei der Umsetzung eines Projektes sind allerdings fast keine Grenzen gesetzt. Interessant ist, mit der Planung am Schreibtisch beginnt unsere redaktionelle Arbeit. Ich bin seit mehr als 24 Jahren Soldat und ausgebildeter Pionier. Seit 2014 arbeite ich als Redakteur. In der Rubrik Menschen im Heer erzählen wir beispielsweise, wie Pioniere ausgebildet werden und wie sie üben – natürlich meine persönliche Leidenschaft. Meine Diensterfahrung und meine Verbindungen zu interessanten Menschen, die ich bisher kennenlernen durfte, kann ich im Alltag als Redakteur miteinfließen lassen.

Vorbereitung der Dienstreise

Vier Soldaten stehen auf einem Motorboot, das ein Wendemanöver auf einem Fluss macht. Eine Bugwelle türmt sich auf.

Übergang der Weser: Wenn ein Thema feststeht, hat man als Redakteur natürlich sofort Bilder für die Berichterstattung im Kopf. Umso schöner ist es, wenn es dann genauso kommt.

Bundeswehr/Marco Dorow

Schreibe über die Pionierausbildung auf dem Wasser – so die Vorgabe aus der Themenplanung. Jetzt heißt es, herauszufinden und zu koordinieren, wo sich eine Berichterstattung dazu verwirklichen lässt. Dazu muss recherchiert werden: Was passiert wann und wo im Heer? Wie kommen wir dorthin? Wie groß muss das Medienteam sein, das wir für die Arbeit vor Ort benötigen? Wer kann uns vor Ort unterstützen, welche Ansprechpartner gibt es? Gewöhnlich sind wir als Zweierteam, Redakteur und Fotograf, unterwegs. Wenn möglich und erforderlich reisen wir auch in größeren Teams, mit Kameraden aus dem Bereich Social Media und einem Videoredakteur an den Ort des Geschehens. Kreativität steht im Zentrum unserer Arbeit. Der Leitgedanke ist bei unseren Reisen auch immer, Spaß zu haben, gleichzeitig aber das Beste herauszuholen, um am Ende ein professionelles Ergebnis für Euch auf den Bildschirm zu bringen.

Über das vorhandene Netzwerk von Presseoffizieren in den Brigaden und Divisionen sind schnell mögliche Termine gefunden. Auf Minden und das dort beheimatete Panzerpionierbataillon 130 fällt die Wahl für das gesetzte Thema „Pionierausbildung auf dem Wasser“. Mit dem Wasserübungsplatz und der Weser, die praktisch vor der Haustür des Bataillons liegen, ist der Standort wie geschaffen dafür. Ein Telefonat mit dem Presseoffizier, Oberstleutnant André Burdich, konkretisiert unser Teamvorhaben. Taucher, Amphibienfahrzeug- und Motorbootbesatzungen würden gerade in der Ausbildung stehen, sagt er. Sofort ist klar, wann wir nach Minden zu den Pionieren fahren werden. Einer unserer Fotografen, Oberstabsfeldwebel Marco Dorow, wird mich bei diesem Termin begleiten, genial. Ich freue mich jetzt schon darauf.

Ganz nah bei der Truppe

Sieben Soldaten stehen im Halbkreis, in der Mitte erklärt einer etwas.

Die Geschichten, die wir schreiben, entstehen in der Truppe. Wir als Redakteure und Fotografen sind ganz nah dabei.

Bundeswehr/Marco Dorow

Die Reise beginnt. Für unwegsames Gelände können wir geländegängige Fahrzeuge anfordern oder wir nutzen unsere Fahrzeuge, die uns im Presse- und Informationszentrum für solche Reisen zur Verfügung stehen. Nach der Fahrt und einer Übernachtung in Minden beginnt der Tag mit einer Einweisung in die Ausbildung. Gerade für uns, den Fotografen und mich, ist das wichtig. Auf dem Wasser gelten besondere Sicherheitsbestimmungen, die alle beachten müssen. So hat jeder Vor-Ort-Termin seine ganz speziellen Anforderungen. Bei der Kampftruppe sind es meist die Sicherheitsbereiche beim Einsatz von schweren Waffen. In Minden auf dem Wasser ist es zum Beispiel das Anlegen von automatischen Schwimmwesten und die Erklärung der Rettungsabläufe. Zurück in Minden geht es dann schnell zur Sache.

Vom Übungsplatz zurück an die Tastatur

Ein Soldat sitzt am Schreibtisch vor seinem Computer.

Der Schreibtisch im Presse- und Informationszentrum ist der Arbeitsplatz des Redakteurs. Aber der nächste Termin, die nächste Dienstreise kommen bestimmt.

Bundeswehr/Marco Dorow

Die Besonderheit bei meiner Arbeit als Redakteur ist die Arbeit mit Menschen. Ausbilder und Auszubildende, Pilotinnen oder Richtschützen erzählen über die kleinen und großen Herausforderungen des Dienstes, ihre Motivation Soldat zu sein und erklären gern ihre Technik und die Leistungsfähigkeit ihrer Ausrüstung. Wir schauen nicht nur den Soldaten bei der Arbeit so nah wie möglich über die Schulter, sondern probieren auch gern selbst aus. Dadurch wird es für die Leserinnen und Leser besonders authentisch. Die praktischen Erlebnisse ergänzen sehr gut die Schilderungen und Aussagen der Soldaten. In Minden ziehe ich als Pionier die Weste wieder an und Marco und ich fahren mit auf dem Motorboot. Das ist besonders für den Fotografen wichtig. Denn über die tollen Bilder, die bei solchen actionreichen Übungen entstehen, freuen sich die Kameraden am meisten. Oft fällt noch ein Gruppenfoto aller Teilnehmenden als kleines Dankeschön ab.

Je besser ich als Redakteur in die Ausbildung integriert werde, desto einfacher fällt natürlich hinterher das Schreiben der Artikel. Mit intensiven Eindrücken, vielen Notizen und etwas Wehmut geht es dann zurück nach Strausberg. Am Ende stehen Artikel, viele Tweets und Instagram-Bilder – und natürlich der Austausch mit unseren Lesern, für den ich sehr dankbar bin. Doch die Schreibtischarbeit währt nicht lange. Das nächste Projekt kommt bestimmt.

Achtung, aufgepasst!

Ihr seid Soldaten und Euer Interesse an unserem Auftrag als Redakteur ist geweckt? Aktuell suchen wir Verstärkung, und zwar genau Euch – erfahrene Heeressoldatinnen und -soldaten. Begleitet und besucht als künftige Redakteurin oder Redakteur die Truppe bei Übungen und Ausbildungen, beschreibt ihren Auftrag, sprecht mit Menschen aus verschiedenen Bereichen, sammelt spannende Geschichten und schreibt sie für ein breites Publikum auf. Nähere Informationen und Ansprechpartner unter:

Presse- und Informationszentrum des Heeres

Zentrale Ansprechstelle im PIZ Heer
Telefon: +49 3341 58 1511
E-Mail: pizheer@bundeswehr.org

von René Hinz

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