Luftwaffe
Luftkampf mit Drohnen

Erhöhter Schutz für die Truppe: bewaffnete Drohnen

Erhöhter Schutz für die Truppe: bewaffnete Drohnen

  • Ausrüstung und Technik
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Deutschland
Lesedauer:
2 MIN

Sie klärten in Afghanistan auf und unterstützen unsere Soldaten in Mali: Drohnen. Bisher durften sie nur beobachten und aufklären. Jetzt sollen die unbemannten Luftfahrzeuge (UAVUnmanned Aerial Vehicle) zum Schutz der eigenen Truppen bewaffnet werden.

Eine Aufklärungsdrohne Heron TP startet auf der Air Force Base Tel Nof in Israel.

Eine Aufklärungsdrohne Heron TP startet auf der Air Force Base Tel Nof in Israel

Bundeswehr/Falk Bärwald

Bewaffnete Drohnen werden eingesetzt

Wie wichtig es ist, über Augen, Ohren und Fäuste in einem Einsatz- oder Kriegsgebiet zu verfügen, sieht man derzeit an dem Einsatz von Drohnen in den jüngsten Konflikten: dem Syrien-Krieg, im Jemen und – mitten in Europa – in der Ukraine. Ihre Erfolge sind unbestreitbar, ihre Anwendungsmöglichkeiten vielfältig und ihr Einsatz kostengünstig. Galten Drohnen noch vor zehn Jahren als teuer und fanden sich nur im Bestand von Staaten mit Armeen, die über das personelle, finanzielle und technologische Potential verfügten, stellt sich die Situation mittlerweile anders dar. Selbst kleine Staaten setzen dank fortschreitender Verfügbarkeit von Hochtechnologien bewaffnete Drohnen ein und gewinnen damit sogar Kriege: siehe den Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien im Jahr 2020.

Die Aufklärungsdrohne Heron 1 steht in einer Halle.

Eine Aufklärungsdrohne Heron 1

Bundeswehr/Johanes Seybold

Bundeswehr setzt bereits auf Drohnen

ALADIN, Mikado und LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung, Heron 1 und KZOKleinfluggerät für Zielortung stehen für eine breite Palette an unbemannten Luftfahrzeugen, so die technische Bezeichnung für Drohnen, die durch die Bundeswehr eingesetzt werden. Ob Heer, Marine oder Luftwaffe, jede Teilstreitkraft beschafft gemäß ihrer Einsatzgrundsätze spezielle Aufklärungs-, Luftzieldarstellungs- und Kampfdrohnen. Grundsatz dabei ist immer: Die Drohnen werden nur zum Schutz der eigenen Truppen eingesetzt.

Die UAVs unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten, danach richten sich Ausstattung und Größe. Die bei der Luftwaffe eingesetzte Heron 1 und ihr größerer Ableger, das Modell Heron TP, beschaffen Informationen, lautlos, in Echtzeit, und können auf Grund ihrer langen Flugdauer von bis zu 27 Stunden das Gefechtsfeld permanent, bei Tag und Nacht, überwachen. Die Heron TP ist für die Ausstattung mit Lenkwaffen ausgelegt, was die Einsatzmöglichkeiten erweitert und sie zu einer Kampfdrohne macht.

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Eine Aufklärungsdrohne LUNA verlässt die Startrampe für einen Aufklärungsflug.

Eine Aufklärungsdrohne LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung verlässt die Startrampe für einen Aufklärungsflug

Bundeswehr/Florian Sorge
Die Aufklärungsdrohne ALADIN startet auf einem Feld in die Luft.

Soldaten der 4. Kompanie des Aufklärungsbataillons 6 starten eine Aufklärungsdrohne vom Typ LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung (Luftgestützte, Unbemannte Nahaufklärungsausstattung)

Bundeswehr/Carl Schulze
Eine Aufklärungsdrohne vom Typ Kleinfluggerät Zielortung (KZO) während einer Vorbereitungsübung im Gelände.

Die 4. Kompanie vom Aufklärungsbataillon 6 startet eine Aufklärungsdrohne vom Typ Kleinfluggerät Zielortung (KZOKleinfluggerät für Zielortung) während einer Vorbereitungsübung für den Einsatz als Enhanced Forward Presence Battle Group I/2022

Bundeswehr/Carl Schulze

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Bewaffnete Drohnen für die Bundeswehr

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages gab auf seiner Sitzung am 6. April dieses Jahres die Mittel für die Bewaffnung der Aufklärungsdrohne Heron TP frei. Im Oktober 2021 fand die politische Diskussion ihren Abschluss und im Ergebnis wurde schließlich die Bewaffnung von Drohnen empfohlen - unter der Einhaltung von strengen Kriterien im Einsatz. In Zukunft können die Drohnen mit speziellen Präzisionslenkflugkörpern ausgerüstet werden.

Insgesamt sind rund 150 Millionen Euro für Bewaffnung, Ausbildung des Personals und das Peripheriegerät vorgesehen, wie das Bundesministerium der Verteidigung mitteilte. Kampfdrohnen sind nicht zu verwechseln mit autonomen Kampfsystemen, die selbstständig wirken und über künstliche Intelligenz verfügen. 

von Thomas Skiba

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