Sanitätsdienst

Aktionstag: Angebote sollen Schmerzpatienten helfen

Aktionstag: Angebote sollen Schmerzpatienten helfen

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Ort:
Koblenz
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2 MIN

Die Schmerzambulanz des BundeswehrZentralkrankenhauses (BwZKhrs) Koblenz beteiligt sich am heutigen 1. Juni am 10. bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. An diesem Tag machen die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.eingetragener Verein und ihre Partnerorganisationen auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden.

Eine Ärztin akupunktiert das Ohr eines liegenden Patienten.

Aktionstag gegen den Schmerz. Auch die Schmerzambulanz des BundeswehrZentralkrankenhauses Koblenz macht mit.

Bundeswehr/Miriam Berg

Kennen Sie das auch? Schon morgens tut der Rücken so weh, dass Sie sich gar nicht bewegen möchten? Ein heftiger Migräneanfall verdirbt Ihnen einen Konzertbesuch, auf den Sie sich schon so lange gefreut haben? Sie würden Ihr Enkelkind auf den Arm nehmen und umarmen, aber wegen der Schmerzen schaffen Sie es einfach nicht?

Damit stehen Sie nicht allein da. Etwa 23 Millionen Deutsche - 28 Prozent - berichten über chronische Schmerzen. Bei sechs Millionen Betroffenen sind die chronischen Schmerzen so deutlich ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen. Warum gibt es Schmerzen? Wie entstehen sie? Diese zwei Fragen stehen nur stellvertretend für viele, die dieser Aktionstag gerne beantworten möchte.

Vielfältige Aktionen

Dazu finden bundesweit in etwa 150 Praxen und Kliniken, in Apotheken sowie Pflegeeinrichtungen Aktionen, Infotage und Vorträge statt, allerdings aufgrund der noch anhaltenden Pandemie meist online. Von 9:00 bis 18:00 Uhr ist eine kostenlose Telefon-Hotline eingerichtet. Dort beantworten mehrere Dutzend Experten Patientenfragen rund um das Thema Schmerz.

„Wir nehmen den „Aktionstag gegen den Schmerz“ auch zum Anlass, unser Informations- und Fortbildungsangebot für Patientinnen und Patienten, aber auch für zuweisende Truppenärzte oder Abteilungen im eigenen Haus auszuweiten“, kündigt Flottillenarzt Dr. Nicole Rau, Leiterin der Schmerzambulanz am BwZKrhsBundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, an. „Hierfür sind einige Projekte, beispielsweise eine Online-Plattform, in Vorbereitung.“

Beratung und Wissensvermittlung steht für Rau dabei im Fokus: „Viele Patientinnen und Patienten fühlen sich mit ihren Beschwerden nicht gut wahrgenommen und nicht jedem steht eine Schmerztherapie in ausreichender Form zur Verfügung. Uns ist es wichtig, mit den Betroffenen und ihren Angehörigen ins Gespräch zu kommen und sie zu beraten“, so die Schmerzexpertin.

In ihrem Anliegen wird sie unterstützt von der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.eingetragener Verein, die mit mehr als 3.500 Mitgliedern die größte wissenschaftliche Schmerzgesellschaft Europas ist.

Zu den Aufgaben einer Schmerzambulanz gehören:

  • Akutschmerzdienst zur Behandlung postoperativer, traumatischer oder sonstiger akuter Schmerzen
  • Schmerzmedizinische Beratung aller Stationen des Hauses
  • Teilnahme im palliativmedizinischen Zirkel
  • Stationäre multimodale Schmerztherapie für Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen
  • Ambulante Betreuung und Behandlung von Soldatinnen und Soldaten mit chronischen Schmerzen.

Bundesweiter Service: kostenlose Patienten-Hotline am 1. Juni 2021 von 9.00 bis 18.00 Uhr

unter Telefon: 0800 18 18 120.

von Dr. Miriam Berg

Weitere Informationen

  • Ein verschachtelter weißer Gebäudekomplex ohne Balkone. Zum Haupteingang führt ein Fußweg durch eine parkähnliche Grünanlage.
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    BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz

    Das BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz hat neben 20 medizinischen Fachabteilungen und über 500 Betten hochqualifiziertes Personal.