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Corona: Bundeswehr-Hilfsgüter für Namibia

Corona: Bundeswehr-Hilfsgüter für Namibia

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Namibia
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Namibia befindet sich mitten in der dritten Corona-Welle. Die Bundesregierung sicherte dem südwestafrikanischen Land umfangreiche materielle Unterstützung zu. Zwei Flugzeuge, darunter ein A400M der Luftwaffe, flogen am 8. und 15. Juli Hilfsgüter wie Schutzmasken oder Krankenbetten aus Bundeswehrbeständen nach Windhoek. Weitere Hilfe wird folgen.

Seitenansicht vom Flugzeugheck. Auf der Ladeampe kniet ein Soldat, ein namibischer Arbeiter rangiert ein Entladefahrzeug.

Nach einem Zwischenstopp im Senegal landete der Airbus A400M des Lufttransportgeschwaders 63 um 16:30 Uhr Ortszeit in Windhoek

Deutsche Botschaft Windhoek / Clarissa Judmann
Ein Gabelstapler fährt eine hohe, schwarz verpackte Kiste mit Deutschland und EU-Fahne darauf über ein Rollfeld

Die Hilfslieferung der Bundeswehr ist nur ein Teil des Beitrages, den die Bundesregierung zur Bewältigung der Krise in Namibia leistet

Deutsche Botschaft Windhoek / Clarissa Judmann

Lange schien es, als ob Namibia recht glimpflich durch die Pandemie käme. Doch im Juni schossen die Infektionszahlen auf einmal in die Höhe: Lag die 7-Tage-Inzidenz bis Mitte Mai noch unter 200, so erreichte sie Ende Juni mit fast 1.800 ihren Höchstwert. Allein am 30. Juni wurden 3.268 Neuinfektionen an einem Tag registriert – und das in einem Land mit etwa 2,3 Millionen Einwohnern.

Entschlossenes Handeln

Angesichts dieser Lage sagte die Bundesregierung kurzentschlossen Hilfe zu. Daraufhin stellte unter anderem die Bundeswehr zwei Hilfslieferungen zusammen, von denen die erste am 8. Juli per Flugzeug in Windhoek eintraf. Kaum eine Woche später, am 15. Juli, folgte ein A400M der Luftwaffe. Insgesamt beläuft sich der Umfang der Hilfsgüter, den alleine die Bundeswehr zum Engagement der Bundesregierung beiträgt, auf:

  • 500.000 FFP2-Schutzmasken
  • 300.000 Schutzkittel
  • 40.000 Antigen-Schnelltests
  • 20.000 Schutzbrillen und
  • 60 Krankenhausbetten.

Der Warenwert dieser beiden Lieferungen allein liegt bei rund zwei Millionen Euro und wird durch weitere Lieferungen des Bundesministeriums für Gesundheit im Wert von rund 9,2 Millionen Euro ergänzt.

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Gemeinsam als Team

Derartige Warenwerte lassen sich jedoch nicht ohne weiteres bewegen. Als echte Teamplayer arbeiten das Verteidigungs- und das Gesundheitsministerium sowie das Auswärtige Amt nicht nur ressortübergreifend, sondern auch mit internationalen Akteuren zusammen. Die Hilfeleistung ist daher auch mit der Europäischen Union und der Weltgesundheitsorganisation (WHOWorld Health Organization) abgestimmt. Diese wiederum beteiligen sich an den Transportkosten oder übernehmen den Transport sogar ganz.

Namibia als Akteur

Dabei verharrt Namibia jedoch nicht passiv als bloßer Empfänger internationaler Hilfe. Windhoek bringt sich aktiv in die Bekämpfung der Pandemie ein und leistet seinen Beitrag, etwa in der Verfolgung der Ausbreitung der unterschiedlichen Virusvarianten oder durch Beteiligung am internationalen COVAX-Programm. Letzteres zielt darauf ab, Entwicklungsländern Impfstoff zur Verfügung stellen und erhält durch Deutschland rund 1,62 Milliarden Euro zur Finanzierung. Namibia ist dem Programm  allerdings als Selbstzahler beigetreten und finanziert so durch den Kauf die Forschung nach Impfstoffen mit – auch die Forschung in Deutschland.

von Rolf Schäfer