Sanitätsdienst

Impfkampagne der Bundeswehr: Es geht voran

Impfkampagne der Bundeswehr: Es geht voran

  • Corona-Impfung
  • Sanitätsdienst
Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN

Auch bei der Bundeswehr nimmt die Impfkampagne immer mehr Fahrt auf. Mit Stand vom 21. Mai 2021 verfügen 78.653 Angehörige des Geschäftsbereichs BMVgBundesministerium der Verteidigung über eine Erstimpfung, 9.849 verfügen bereits über zwei Impfungen.

Eine Soldatin hält eine Spritze und eine Impfstoff-Ampulle in die Kamera

Die Zahl der Erst- und Zweitimpfungen in der Bundeswehr nimmt, wie auch bei der zivilen Bevölkerung, immer weiter zu.

Bundeswehr/Markus Dittrich

Die Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dabei auf Grundlage der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARSSchweres Akutes Respiratorisches Syndrom-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung) geimpft. Danach fallen Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter je nach Verwendung in unterschiedliche Priorisierungskategorien.

Priorisierung

So fallen beispielsweise Tätigkeit im Krankenhaus oder in einem Alten- und Pflegeheim unter die höchste Priorität. Definierte schwere Vorerkrankungen, Tätigkeiten in der ambulanten medizinischen Versorgung oder die Verwendung im Auslandseinsatz hat hohe Priorität. Bei definierten weniger schweren Erkrankungen oder als Angehöriger der Bundeswehr in besonders relevanter Position fallen in die Gruppe mit erhöhter Priorität. Die konkrete Umsetzung vor Ort liegt in der Verantwortung der Teilstreitkräfte und militärischen Organisationsbereiche.

Genutzte Impfstoffe

Zurzeit wird vor allem der Impfstoff von Moderna genutzt, in geringerem Umfang auch der von BioNTech. Vaxzevria von AstraZeneca und Johnson&Johnson kommen gemäß aktualisierter Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) nur für die über 60-jährigen zur Anwendung. Ziel wird daher aufgrund der Empfehlung zur Anwendungsbeschränkung voraussichtlich die Abstützung auf die mRNA-Impfstoffe sein.

Impfstoffmengen

Eine Soldatin bekommt eine Impfung in den Oberarm

Aufgrund der Empfehlung der STIKO stützt sich die Bundeswehr zurzeit bei der Impfung auf die mRNA-Impfstoffe von Moderna und BioNTech ab.

Bundeswehr/Patrick Grüterich

Die Impfstofflieferungen, die die Bundeswehr anteilmäßig aus dem Bundeskontingent durch das Bundesgesundheitsministerium zugeteilt bekommt, hängen in ihrem Umfang von den Gesamtlieferungen ab, die Deutschland erhält. Bisher sind die Liefermengen ausreichend, um gemäß der Priorisierung zu impfen. Sie nehmen aber stetig zu, wodurch auch die Geschwindigkeit mit der geimpft wird, zunehmen wird.

Bundeswehrangehörige unter 60 Jahren mit AstraZeneca-Erstimpfung

Für mit AstraZeneca erstgeimpfte Soldatinnen und Soldaten unter 60 Jahren hat die STIKO eine aktualisierte Empfehlung zur Zweitimpfung herausgegeben. Diese sieht die Zweitimpfung mit einem der beiden in Deutschland zugelassenen mRNA-Impfstoffen mit einem Abstand von etwa 12 Wochen vor. Dieser Zeitraum wurde gewählt, da der Schutz, den bereits die Erstimpfung mit AstraZeneca bietet, nach etwa 12 Wochen wieder nachlässt. Dieses Impfschema - auch als heterologes Impfschema bezeichnet - entspricht dann einer vollständigen Impfserie.

Gemeinsamer Nenner aller Impfstoffarten

Zum Thema heterologes Impfschema, also der Impfung mit verschiedenen Impfstoffarten, hat das Robert-Koch-Institut auf einer COVID-19Coronavirus Disease 2019-Impf-FAQFrequently Asked Questions-Seite (Link) unter anderem folgende Aussagen veröffentlicht: „Bei allen in Deutschland zugelassenen COVID-19Coronavirus Disease 2019-Impfstoffen richtet sich die Immunantwort gegen das gleiche Antigen des Virus, das sogenannte Spike-Protein. Daher wird eine robuste Impfantwort auch bei Einsatz eines heterologen Impfschemas aus immunologischer Sicht als plausibel bewertet. Es gibt mehrere nationale und internationale Studien, die verschiedene heterologe Impfschemata untersuchen und Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit erheben. In einer groß angelegten Studie der Universität Oxford werden verschiedene Impfstoffkombinationen in unterschiedlichen Impfabständen untersucht. Die ersten Ergebnisse sind jedoch erst in den nächsten Monaten zu erwarten. Ob das heterologe Impfschema eine vergleichbare Immunantwort auslöst oder vielleicht sogar zu einem besseren Impfschutz führt, werden die Ergebnisse zeigen. Expertinnen und Experten vermuten, dass durch die Kombination verschiedener Impftechnologien beide Mechanismen der Immunabwehr (humorale und zell-basierte Immunabwehr) angesprochen werden und die daraus resultierende Immunantwort der der homologen Impfung überlegen ist; dies ist gestützt durch die Ergebnisse tierexperimenteller Studien.“

von Presse- und Informationszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr 

Mehr zum Thema