Sanitätsdienst

Lebensretter: auch in der Freizeit professionell

Lebensretter: auch in der Freizeit professionell

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Datum:
Ort:
München
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Oberfeldwebel Maximilian Höfer ist ein Lebensretter. Vor wenigen Tagen befand sich der Notfallsanitäter auf dem Weg zu seiner Dienststelle, dem Sanitätslehrregiment Feldkirchen, als er in einer Münchener U-Bahn-Station Erste Hilfe leistete.

Ein Soldat steht neben einem Roten Kreuz eines Sanitätsfahrzeugs

Oberfeldwebel Maximilian Höfer weiß um die Bedeutung der Ersten Hilfe. Schließlich kann ein schnelles beherztes Eingreifen Leben retten.

Bundeswehr/Nicolas Wiedl

Als Oberfeldwebel Höfer den Mann von der Rolltreppe stürzen sah, wusste er schon das jetzt Eile geboten ist. Sein Verdacht bestätigte sich. Der Mann hatte keinen Puls mehr. „Bereits nach wenigen Minuten ohne ausreichende Behandlung können bleibende Schäden bis hin zum Tod auftreten“, so Höfer. Der Notfallsanitäter übernahm anschließend das Kommando, begann mit einer Herzdruckmassage und leitete einen Passanten an, den Rettungsdienst zu alarmieren. Gemeinsam mit einem Freund nutzte er einen externen Defibrillator, um dem Patienten eine erweiterte Erstversorgung zuzuführen.

Überlebenschancen gering

Die Rettungskräfte erreichten nach etwa 15 Minuten das Geschehen. Hätte Oberfeldwebel Höfer die Rettungskette nicht so professionell eingeleitet, hätte der Patient den Herzstillstand vermutlich nicht überlebt. Wie wichtig eine professionelle Erstbehandlung ist, zeigt die Statistik. In Deutschland sind die Überlebenschancen eines Herzstillstands vergleichsweise gering. Hierzulande überleben nur unter zehn Prozent der Betroffenen. In anderen Ländern, wie beispielsweise Schweden, liegt die Überlebenschance mit bis zu 30 Prozent deutlich höher. Die geringe Überlebungschance bei uns sei häufig auf Laienhelfer zurück zu führen, die innerhalb der kritischen Frist von drei bis fünf Minuten den Patienten nicht ausreichend versorgen können, so Höfer.

Keine bleibenden Schäden

Nach dem Eintreffen des Rettungsdienstes übergab Höfer fachgemäß den Patienten an die mittlerweile eingetroffene Notärztin und unterstützte diese bei der weiteren Behandlung. „Später habe ich durch die Lebensgefährtin des Patienten erfahren, dass dieser ohne bleibende Folgen an Gehirn oder Organen überlebt hat. Es macht einen schon stolz, seine in der Bundeswehr erworbenen Fähigkeiten auch im zivilen Leben anwenden zu können und so Leuten zu helfen“, betont der ausgebildete Notfallsanitäter. Im Arbeitsalltag sind seine Kompanie und er zuständig für die Ausbildung der Besatzungen von geschützten Sanitätsfahrzeugen, um den landgebundenen qualifizierten Patiententransport sowie die mobile notfallmedizinische Versorgung sicher zu stellen.

von Nicolas Wiedl

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