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Seenotrettung: Geburt auf deutscher Fregatte

Berlin, 25.08.2015.
Eine Frau aus Somalia hat in den frühen Morgenstunden des 24. August auf der Fregatte Schleswig-Holstein im Mittelmeer ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht. Die Fregatte hatte am Sonntag 453 Menschen von einem britischen Marineschiff übernommen.

Rahma A., die Mutter des Mädchens, ist allein unterwegs gewesen und kommt aus Mogadischu. Sie ist geschwächt von der fünfmonatigen Flucht, die hinter ihr liegt, und wird nach der Ankunft der Schleswig-Holstein in Italien in einem Krankenhaus weiter behandelt werden. Die 33-Jährige ist eine von über 4.000 Menschen, die am Wochenende im Mittelmeer bei zahlreichen Einsätzen aus Seenot gerettet wurden.

Die Geburt um 4.15 Uhr verlief reibungslos und schnell. Sophia ist 49 Zentimeter groß und wiegt 3.000 Gramm. Stabsarzt Marius S. und Obermaat Charlie M. halfen bei der Entbindung. Es ist die erste Geburt an Bord eines Schiffs der Bundeswehr.

Baby

Die kleine Sophia ist wohlauf. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Die Fregatte Schleswig-Holstein wurde in der Nacht zum Sonntag von der Seenotleitstelle Rom (MRCC) beauftragt, von dem britischen Marineschiff HMS Enterprise 453 Menschen (darunter 83 Frauen und 24 Kinder) aufzunehmen, die vorher aus vier Booten gerettet wurden. Die Soldaten der Fregatte schlossen die Übernahme der Menschen auf die Schleswig-Holstein am späten Sonntagnachmittag ab.

Die Fregatte ist gestern in den Hafen von Tarent (Italien) eingelaufen. Seit dem 7. Mai dieses Jahres retteten Soldaten der Bundeswehr im Mittelmeer 7.263 Menschen aus Seenot, darunter 1.265 Frauen und 476 Kinder. Die Fregatte Schleswig-Holstein und der Tender Werra unterstehen seit dem 30. Juni 2015 dem europäischen Marineverband EUNAVFOR MED.

Ansprechpartner für die Presse: Einsatzführungskommando der Bundeswehr

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Stand vom: 03.09.15 | Autor: Presse- und Informationsstab BMVg


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