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Operation Sophia: Rettung von 919 in Seenot geratenen Personen (Aktualisierung)

Berlin, 13.07.2017, Einstellzeit: 21.25 Uhr.

Der Tender Rhein wurde am 12. Juli gegen 8.30 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit vom Verbandshauptquartier der EUNAVFOR MED Operation Sophia beauftragt, eine Position etwa 25 Seemeilen nordöstlich von Zuwara (Libyen) zu untersuchen, auf der mehrere Boote mit in Not geratenen Personen gesichtet worden waren.


Karte zeigt Italien und das Mittelmeer
Das Einsatzgebiet der Operation Sophia liegt im zentralen Mittelmeer. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Der Tender erreichte den Einsatzort gegen 11.30 Uhr. Ab etwa 12 Uhr nahm die Besatzung bis in die Abendstunden insgesamt 919 in Not geratene Personen (darunter 121 Frauen und 203 Kinder) von sieben Schlauchbooten und zwei Rettungsinseln an Bord. Sie wurde dabei von einem Boot der italienischen Küstenwache unterstützt und hat ebenfalls Personen von Booten zweier Nichtregierungsorganisationen übernommen. In der Nähe des Einsatzortes beteiligten sich weitere militärische und zivile Einheiten an Seenotrettungen.

Der Tender hat acht Schlauchboote als Hindernis für die Schifffahrt klassifiziert und auf Anweisung des Verbandshauptquartier sowie nach allgemein anerkannten völkerrechtlichen Grundlagen versenkt. Der Tender wurde gegen 22 Uhr vom Einsatzleiter vor Ort (On Scene Coordinator) aus dem Einsatzgebiet entlassen und befindet sich auf Anweisung der Seenotleitstelle Rom (Maritime Rescue Coordination Centre) auf dem Transit in einen süditalienischen Hafen, um die in Not geratenen Personen an die dortigen Behörden zu übergeben.

An Bord des Tenders befand sich eine Person, die bereits mit einer schweren Erkrankung an Bord kam. Der Erkrankte sowie seine Frau und sein Kind wurden am 13. Juli gegen 17 Uhr vor Sizilien in See an die italienische Küstenwache übergeben. Der Erkrankte befand sich in einem stabilen Zustand. Anschließend setzte der Tender seinen Transit fort und wird den Hafen von Corigliano Calabro voraussichtlich am 14. Juli erreichen.

Seit dem 7. Mai 2015 haben Soldaten der Deutschen Marine im zentralen Mittelmeer 21.200 Menschen aus Seenot gerettet. Der Vorgang ist noch nicht abgeschlossen.

Stand: 21.05 Uhr

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Aktualisierung: 16. Juli 2017, 18 Uhr

Die in Seenot geratenen Personen sind bis 16. Juli 2017 um 12.27 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit in Corigliano Calabro an die italienischen Behörden übergeben worden.

Der Vorgang ist abgeschlossen.

Ansprechpartner für die Presse: Einsatzführungskommando der Bundeswehr

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Stand vom: 26.01.18 | Autor: Presse- und Informationsstab BMVg


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