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Aufklärung in Mali: Heron sind voll einsatzbereit

Gao, Mali, 01.02.2017.

Die Luftwaffe ist mit ihrem unbemannten Luftfahrzeug Heron 1 in Mali im Einsatz und unterstützt die UN-Mission MINUSMA mit Aufklärungsergebnissen. Um dabei direkt auch das Leben von Kameraden anderer MINUSMA-Kräfte zu schützen, können Aufklärungsergebnisse in Echtzeit an die Blauhelm-Soldaten weitergegeben werden.

Techniker arbeiten an der Heron.
Die Heron wird durch die Techniker für den Start vorbereitet. (Quelle: Bundeswehr/Oberstleutnant Schinn)Größere Abbildung anzeigen

Das unbemannte Luftfahrzeug Heron1 befindet sich in Gao seit Oktober 2016 im operationellen Betrieb für die MINUSMA. Das MoU (Memorandum of Understanding) zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinten Nationen legt fest, dass vom Kommandeur der MINUSMA angeforderte Aufklärungsergebnisse innerhalb von 48 Stunden vorliegen.

In dieser Zeit werden die Videos per Reachback-Verfahren in der Luftbildstaffel des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 Immelmann im Schleswig-Holsteinischen Jagel ausgewertet. Anschließend werden die ausgewerteten Ergebnisse als Aufklärungsprodukt ins Einsatzland zurück gesendet.

Gestochen scharfe Bilder

Heron 1 überträgt mit seiner präzisen Sensorik aus großer Höhe und über mehrere tausend Meter gestochen scharfe Bilder und Videos in Echtzeit an die Crew in der Bodenkontrollstation. So können die deutschen Soldaten vorteilhafter Perspektive Auffälligkeiten am Boden erkennen und diese unmittelbar per Funk weitermelden.

Heron in der Luft.
Die Heron ist gestartet. (Quelle: Bundeswehr/Oberstleutnant Schinn)Größere Abbildung anzeigen

Generalprobe geglückt

Mit der Durchführung des ersten Fluges mit Satellitenverbindung hat das unbemannte Aufklärungssystem Heron 1 im Rahmen der VN Mission MINUSMA planmäßig und erfolgreich ihre volle Einsatzbereitschaft (Full Operational Capability, FOC) erreichen können.

Mit dem am 31. Januar durchgeführten Flug zwischen Gao und Timbuktu mit einer Gesamtflugstrecke von 720 Kilometer war damit die Generalprobe für alle zukünftig im Mandatsgebiet durchzuführenden Missionen geglückt und „Full Operational Capability“ konnte nun, wie vorgesehen, zum 1. Februar 2017 erklärt werden.

Mehr als 24 Stunden in der Luft möglich

Der bereits seit dem 1. November 2016 erfolgreich in Mali eingesetzte Heron 1 kann damit die von der VN geforderten Rahmenbedingungen für die volle Einsatzbereitschaft erfüllen. Dies beinhaltet sowohl Flugdienstzeiten von zwölf Stunden täglich an sechs Tagen in der Woche als ein Einsatz im gesamten Mandatsgebiet.

Möglich wird dies durch eine nun zusätzlich zur Richtfunkverbindung zur Verfügung stehende Satellitenverbindung, die dem System eine nur durch die Kraftstoffreserven limitierte Reichweite ermöglichen kann. Damit kann das System, das mehr als 24 Stunden am Stück in der Luft bleiben kann, die bisherige Beschränkung von circa 220 Kilometer um den Ortbereich Gao problemlos überschreiten.

Heron in einem großen Zelt.
Ist sie mal nicht in der Luft, steht sie sicher im Hangar. (Quelle: Bundeswehr/Oberstleutnant Schinn)Größere Abbildung anzeigen

Lückenlose Überwachung

Insbesondere im Rahmen von Konvoi-Begleitungen kann somit eine lückenlose Überwachung entlang der gesamten Marschstrecke dargestellt werden. Zusätzlich wird durch die Abdeckung des gesamten Mandatsgebietes das Lagebild der Vereinten Nationen entscheidend verbessert. Dies stellt die Kapazitäten dieses vielseitigen Aufklärungssystems einmal mehr unter Beweis.

Auswertestation in der Beschaffung

Mit Eintreffen der aktuell im Beschaffungsprozess befindlichen Auswertestation im Taktischen Luftwaffengeschwader 51 Immelmann im Schleswig-Holsteinischen Jagel, welche für Mai 2017 geplant ist, wird die volle Einsatzbereitschaft auch aus nationaler Sicht hergestellt sein. Dies stellt den zweiten Einsatz dieses unbemannten Systems neben dem bisherigen Einsatz im Rahmen Resolute Support in Masar-i Scharif in Afghanistan dar.


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Stand vom: 15.12.17 | Autor: Pressestabsoffizier GAO


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