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Agenda Ausbildung: Kompetenzorientiert und fit für die Zukunft

Hamburg, 05.12.2018.

Globalisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel: Wir leben in bewegten Zeiten. Auch die Bundeswehr muss in bestimmten Bereichen umdenken. Die Kompetenzorientierte Ausbildung soll der Truppe künftig dabei helfen, ihre Soldaten bestmöglich für den Einsatz fit zu machen. Bei einem Symposium in Hamburg wurden jetzt Pflöcke dafür eingeschlagen.

Zwei Soldaten in einer Instandsetzungshalle vor einem MAN-Motor
Lernen am Objekt: Nicht Lehrpläne, sondern Kompetenzen rücken in den Mittelpunkt. (Quelle: Bundeswehr/Roberto Pfeil)Größere Abbildung anzeigen

An der Führungsakademie der Bundeswehr haben sich unlängst mehr als 40 Vertreter aller Organisationsbereiche zum Symposium „Kompetenzorientierte Ausbildung in der Bundeswehr“ getroffen. Auf Einladung des Abteilungsleiters Führung Streitkräfte im Verteidigungsministerium, Generalleutnant Markus Laubenthal, erörterten sie die bevorstehende Einführung eines kompetenzorientierten Ansatzes in der Truppen- und Teamausbildung.

Änderungen mit Augenmaß

Gleich zu Beginn des Arbeitstreffens stellte General Laubenthal klar, dass es keiner 180-Grad-Wendung bedarf. „Die Ausbildung in der Bundeswehr ist sehr gut und hat sich besonders mit Blick auf unsere Einsätze nachweislich bewährt.“ Dies gelte für Individualausbildung sowie Truppen- und Teamausbildung gleichermaßen. Nicht umsonst sei die Truppe ein geschätzter Partner in ihren internationalen Einsätzen. „Daher sind Änderungen stets mit Augenmaß zu behandeln und bedürfen der intensiven Abstimmung.“

Laubenthal am Schreibtisch
Bestandsaufnahme: General Laubenthal will Änderungen mit Augenmaß. (Quelle: Bundeswehr/Jonas Weber)Größere Abbildung anzeigen

Praxisorientierte Ausbildung

Faktoren wie die veränderte Sicherheitslage, der demografische Wandel oder auch sich wandelnde Erwartungen der Bundeswehrangehörigen bedingen indes eine teilweise Neuausrichtung der Ausbildung. Um einsatzbereite Kräfte bereitstellen zu können, müsse „sich Ausbildung heute mehr denn je an der Praxis messen lassen“, so Laubenthal. Die Kompetenzorientierung sei in der lehrgangsgebundenen Individualausbildung gesetzt, der Prozess der Umstellung solle bis 2030 abgeschlossen sein.

Einbeziehen von Lebenserfahrung

Wesentliche Elemente der Kompetenzorientierten Ausbildung (KOA) sind etwa das Lernen durch Handeln in konkreten Aufgaben, eine klare Orientierung an der militärischen Praxis und die Einbeziehung von Lebens- und Berufserfahrung. Außerdem sollen der Lernende in den Mittelpunkt gerückt und Freiräume für individuelles Lernen geschaffen werden. KOA ist ein Kernelement der neuen Agenda Ausbildung der Bundeswehr.

Eine Gruppe Soldaten stehen im Kreis vor dem Wald
Lernen im Team: Wer gemeinsam kämpfen soll, muss auch gemeinsam üben. (Quelle: Bundeswehr/Mario Bähr)Größere Abbildung anzeigen

Aufwand zahlt sich aus

Auf dem Symposium an der Führungsakademie setzten sich die Teilnehmer in Arbeitsgruppen mit den zu erwartenden Herausforderungen bei der Umsetzung der KOA auseinander. Ein Problem sei demnach der zumindest zeitweilig höhere Verwaltungsaufwand. Allerdings könne dem durch eine zeitliche Staffelung bei der Einführung des Konzepts und weniger restriktive Zeitvorgaben begegnet werden.

Konsens herrschte darüber, dass sich der Aufwand lohnen werde. „Heute haben wir mit unserer Diskussion eine Brücke geschaffen, über die wir gemeinsam gehen können“, zog Laubenthal nach der Veranstaltung ein positives Fazit.


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Stand vom: 05.12.18 | Autor: Markus Tiedke


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