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Trendwende Personal: Voll im Soll

Berlin, 15.08.2017.

Die Trendwende Personal entfaltet ihre Wirkung. Im Juli 2017 dienten erstmals seit dem Februar 2015 wieder mehr als 170.000 Beruf- und Zeitsoldaten in der Bundeswehr – ein Meilenstein beim Aufwuchs des militärischen Fachpersonals. Nach Erreichen des Meilensteins 170.000 sank der Bestand zwar zunächst wieder ab, da beispielsweise viele Altgediente planmäßig ausschieden. Bereits im August wurde die Marke 170.000 wieder durchbrochen. Der Trend zeigt deutlich nach oben.

Angetretene Soldaten
Gute Aussichten: Die Truppe wächst wieder (Quelle: Bundeswehr/Stollberg)Größere Abbildung anzeigen

Hinzu kommen noch einmal rund 9.000 Freiwillig Wehrdienstleistende. Damit liegt die Truppe beim militärischen Personalaufwuchs voll im selbstgesteckten Zielkorridor. Der Anstieg des Personalbestandes verläuft dabei nicht geradlinig.

Zielgröße 198.000 Soldaten

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte nach einem 25 Jahre andauernden, steten Personalabbau bei der Bundeswehr im Mai 2016 die Trendwende Personal eingeleitet. Die Trendwende ist eine Reaktion auf wachsende sicherheitspolitische Herausforderungen und zunehmende internationale Verpflichtungen.

Durch die Umsetzung einer ganzen Reihe personalpolitischer und infrastruktureller Maßnahmen soll die militärische Personalstärke bis 2024 auf 198.000 Soldatinnen und Soldaten steigen, um den Aufgaben der Truppe im In- und im Ausland angemessen entsprechen zu können.

Stärkung der Einsatzbereitschaft

Kernstück der Trendwende Personal ist der Kulturwandel weg von einer starren Personalobergrenze hin zu einem „atmenden“ Personalkörper. Die Personalbedarfsplanung wird im Rahmen der Mittelfristigen Personalplanung jedes Jahr neu an die aktuelle sicherheitspolitische Situation angepasst. Die Bundeswehr kann so auf neue Herausforderungen flexibel reagieren.

Die Personalstrategen setzen dabei auf eine Kombination aus personalbindenden und personalgewinnenden Maßnahmen: Mehr als 80 Prozent der zusätzlichen Stellen sollen durch die Einstellung von Soldaten auf Zeit und einer Erhöhung der Übernahmen zum Berufssoldat besetzt werden.

Drei Viertel der neuen Stellen werden in Bereichen geschaffen, die unmittelbare Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft der Truppe haben: So werden die Spezialkräfte von Heer und Marine verstärkt und die Schlagkraft der Bundeswehr gegen Hackerangriffe von außen gestärkt.

Der Trend geht nach oben

Gegenwärtig verfügt die Bundeswehr über mehr als 170.000 Zeit- und Berufssoldatinnen und –soldaten. Dies entspricht einer Steigerung von rund 3.500 Soldaten im Vergleich zum Tiefstand vor einem Jahr.


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Stand vom: 15.12.17 | Autor: Timo Kather


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