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Marienberger Jäger ins Baltikum verabschiedet

Marienberg, Sachsen, 23.06.2017.

Mit einem feierlichen Appell auf dem Marienberger Marktplatz haben sich am 21. Juni die Soldatinnen und Soldaten des Panzergrenadierbataillons 371 von ihren Angehörigen und der Bevölkerung verabschiedet. Für die kommenden sechs Monate werden sie als 2. Rotation den Kern eines multinationalen NATO-Gefechtsverbandes im litauischen Rukla stellen. Damit lösen sie das Panzergrenadierbataillon 122 als Leitverband ab.

Getarnter Panzer in Fahrt
Die Panzergrenadiere sind bereit für ihren Auftrag in Litauen. (Quelle: Bundeswehr/Bähr)Größere Abbildung anzeigen

In der idyllischen Bergstadt Marienberg wurden die Soldaten im Beisein des sächsischen Staatsministers für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, Dr. Fritz Jaeckel, und des Brigadekommandeurs der Panzerbrigade 37, Brigadegeneral Ruprecht von Butler, in der Öffentlichkeit verabschiedet. „Als ich vor zweieinhalb Jahren Brigadegeneral wurde, habe ich mir kaum träumen lassen, einmal in Marienberg zu stehen und Soldaten nach Litauen zu verabschieden“, sagte von Butler.

Gut vorbereitet für die multinationale Battlegroup

Die Panzergrenadiere aus Marienberg stellen den personellen und materiellen Großteil der 2. Rotation des NATO-Gefechtsverbandes in Litauen und werden dabei von Kräften des Panzerbataillons 393, des Pionierbataillons 701 und des Versorgungsbataillons 131 unterstützt. Dieser ist Teil des Programms Enhanced Forward Presence, das 2016 auf dem NATO-Gipfel in Warschau vom nordatlantischen Verteidigungsbündnis beschlossen wurde.

Oberstleutnant Thorsten Gensler, Bataillonskommandeur der Marienberger Jäger, wird Ende Juli mit den ersten von insgesamt 450 deutschen Soldatinnen und Soldaten nach Rukla in Litauen verlegen. 350 davon kommen aus Marienberg und es kommen noch zusätzlich rund 200 aus anderen Nationen wie Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Norwegen hinzu.

„Meine Soldatinnen und Soldaten sind gut vorbereitet. Wir werden einen wertvollen Beitrag für Frieden, Freiheit und Sicherheit des Bündnisses und damit auch für Deutschland leisten. Gemeinsam mit unseren Verbündeten werden wir in der Ausbildung und auf Übungen Solidarität zeigen. Und gemeinsam tragen wir zur Verteidigung des Bündnisgebietes und zur Abschreckung potenzieller Gefahren bei. Das ist eine komplexe Herausforderung“, so der Kommandeur.

Oberbürgermeister übergibt Ortsschild an Soldaten
Der Oberbürgermeister von Marienberg, André Heinrich, übergibt als Geste der Verbundenheit ein Ortsschild der Stadt an Oberstleutnant Thorsten Gensler. (Quelle: Bundeswehr/Schöne)Größere Abbildung anzeigen

Die Heimat – der Rückhalt der Soldaten

„Die Entbehrungen, welche mit einer sechsmonatigen Abwesenheit von zu Hause verbunden sind, lassen sich in dem Gefühl, dass die Heimat hinter den Soldaten steht, viel leichter ertragen“, sagte Gensler weiter. Für die Soldaten seien gerade die Heimat und ihre Angehörigen der Rückhalt, den sie brauchen.

Staatsminister Jaeckel betonte, dass die sächsische Staatsregierung den wichtigen Dienst für Deutschland und die Bündnispartner sehr schätze. Als Geste der Verbundenheit übergab er an Oberstleutnant Gensler eine sächsische Flagge und ein Ortsschild. Brigadekommandeur von Butler dankte daraufhin Jaeckel und Marienbergs Oberbürgermeister André Heinrich für die tiefe Verbundenheit mit den Soldaten. „Es ist wichtig, dass wir spüren, dass unser Auftraggeber – die Volksvertreter – mit der Teilnahme am Appell zum Ausdruck bringen, dass sie hinter ihrem Auftrag stehen.“


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Stand vom: 01.02.18 | Autor: Daniel Richter


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