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In Dienst gestellt: Ausbildungs-und Übungszentrum Luftbeweglichkeit in Celle

Celle, 28.10.2016.
Schluss mit Übungskünstlichkeit: Am 27.10.2016 wurde in Celle das neue Ausbildungs-und Übungszentrum Luftbeweglichkeit mit einem feierlichen Appell in Dienst gestellt. Dort können künftig sämtliche Aspekte luftbeweglicher Einsätze realitätsnah geübt werden.

Soldatin interviewt Oberst Carsten Jahnel

Kommandeur Oberst Carsten Jahnel: „Im Kern bildet unser Ausbildungs- und Übungszentrum das Führungspersonal im Gefechtsstand aus.” (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Das Zentrum ist ab sofort die zentrale Ausbildungseinrichtung des Heeres für alles, was mit luftbeweglichen Einsätze zu tun hat: Luftlandeoperationen, luftgestützte Operationen, luftmechanisierter Einsatz und Lufttransport.

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Ausbildung von Führungspersonal im Gefechtsstand

Kommandeur Oberst Carsten Jahnel beschreibt den Aufbau der Ausbildung so: „Im Kern bildet unser Ausbildungs-/Übungszentrum das Führungspersonal im Gefechtsstand aus. Dort werden Operationen geplant, die zunächst virtuell gespielt werden, um Verfahren zu üben. In einem zweiten Schritt sollen die Soldaten dann an einem Verfahrenstrainer alle Handgriffe rund um das Luftfahrzeug durchführen. Im dritten Teil setzen wir die Truppe in intakte Luftfahrzeuge und bringen sie in Zusammenarbeit mit dem Gefechtsübungszentrum Heer dort zum Einsatz - so realitätsnah, daß sie auch im Einsatz bestmöglich bestehen können.”

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Luftbrückendenkmal im Wappen

Im Wappen der neuen Dienststelle findet sich auch ein symbolischer Bezug zur Bedeutung von Luftbeweglichkeit. „Das ist das Luftbrückendenkmal, das hier abgebildet ist. Das gibt es exakt dreimal in der Bundesrepublik: Einmal in Frankfurt, einmal in Berlin und einmal hier in Celle. Celle deswegen, weil etwa 50 Prozent der Unterstützungsleistung für das eingeschlossene Berlin damals aus Celle und aus Faßberg nach Berlin geflogen wurde. Wir werden auch in Zukunft Luftbrücken bauen – hin zu anderen Truppengattungen. Es musste verwandt werden in unserem Wappen”, erläutert Jahnel.

So bringt das Zentrum im Kern Fallschirmjäger und Heeresfliegertruppe zusammen. Aber auch die Streitkräftebasis, die Luftwaffe und multinationale Kräfte können dieses Ausbildungsangebot bald nutzen. „Wir bilden nicht etwa nur Heeressoldaten, sondern organisationsbereichsübergreifend aus. Wir wollen dadurch sicherstellen, dass Verfahren aufeinander abgestimmt werden, damit wir die eigene Truppe multinationalen Verbänden unterstellen können – wir aber auch in der Lage sind, multinationale Verbände zu führen.”

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Zentrum wird binational aufgestellt

Die Stärke des Ausbildungs- und Übungszentrums in Celle beläuft sich derzeit auf 168 Dienstposten. In den nächsten Wochen und Monaten geht es zunächst um den personellen Aufwuchs und darum, Ausbildungsmittel wie etwa Mock Ups, also Attrappen von Luftfahrzeugen, zu erhalten. Zusätzlich betont Jahnel eine weitere Besonderheit seiner Dienststelle: „Wir werden von Beginn an auch niederländische Soldaten mit im Aufstellungsstab haben – insofern wird das Zentrum binational aufgestellt und ich hoffe auf weitere Partner.

Die erste Pilotübung wird es am 23. November 2016 geben. Im kommenden Jahr nimmt das Zentrum den Ausbildungsbetrieb auf. Ab 2019 soll es dann voll einsatzbereit sein.

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Stand vom: 28.10.16 | Autor: Anika Wenzel


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