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Neue Agenda: Bundeswehr entwickelt Ausbildung weiter

Berlin, 17.08.2018.

Mit der Agenda Ausbildung investiert die Bundeswehr in die zivile und militärische Ausbildung für einsatzbereite Kräfte.

Soldat am Maschinengewehr MG3
Renaissance: Die Ausbildung zur Landes- und Bündnisverteidigung gewinnt wieder an Bedeutung. (Quelle: Bundeswehr/David Hecker)Größere Abbildung anzeigen

Die Bundeswehr macht den nächsten Schritt auf ihrem Weg hin zu zukunftsfesten und einsatzbereiten Streitkräften. Die Trendwenden Finanzen, Personal und Rüstung sind in vollem Gang, nun werden diese Säulen der Weiterentwicklung der Bundeswehr um eine vierte ergänzt: Die Ausbildung.

 „In den nächsten drei bis vier Jahren wollen wir gemeinsam die Ausbildung weiterentwickeln. Die Ausbildung soll am Ende dieses Prozesses in Qualität und Quantität zukunftsfest den veränderten Rahmenbedingungen entsprechen sowie weiterhin und zuverlässig ihren Beitrag zum Prozess ‚einsatzbereite Kräfte bereitstellen‘ leisten“, sagt Kapitän zur See Thomas Lehnen, zuständiger Referatsleiter im Verteidigungsministerium.

Persönlich, praxistauglich, zielgerichtet

Die Regierungsparteien hatten die Reform im Koalitionsvertrag vom März 2018 beschlossen. „Mit der Agenda Ausbildung werden wir in den kommenden Jahren die Ausbildung in der Bundeswehr persönlicher, praxistauglicher und zielgerichteter gestalten“, hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen vorgegeben.

Im Juni wurde das Vorhaben dem Verteidigungsausschuss des Bundestags vorgestellt. Der Generalinspekteur der Bundeswehr hat Mitte August die Umsetzung der Maßnahmen angewiesen.

Fokus auf Landes- und Bündnisverteidigung

Mit der Agenda Ausbildung wird dem veränderten sicherheitspolitischen Umfeld der letzten Jahre Rechnung getragen. Bedrohungen in- und außerhalb Europas machen es notwendig, den Blick wieder stärker auf die Landes- und Bündnisverteidigung zu richten – wie im Weißbuch 2016 beschrieben.

„Dies macht unter anderem eine Anpassung der Ausbildungssystematik notwendig. Landes- und Bündnisverteidigung sowie internationale Konfliktbewältigung werden wieder als gleichwertige Aufgaben begriffen“, so Lehnen.

Zwei Soldaten joggen durch den Wald
In Bewegung: Professionelles Training soll die Fitness schon in der Grundausbildung steigern. (Quelle: Bundeswehr/Sebastian Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Mehr Praxis, weniger Theorie

Ziel der Agenda ist eine flexiblere, stärker auf die Entwicklung der individuellen Potenziale ausgerichtete Ausbildung. Künftig wird in der Soldatenausbildung noch mehr als heute eine handlungsorientierte Entwicklung der erforderlichen Kompetenzen umgesetzt. „Lernphasen und Praxisphasen in der Truppe werden enger verzahnt“, so Lehnen.

Umfassende Kompetenzentwicklung

Neues Personal wird insbesondere in den ersten Monaten eng begleitet, um einerseits Wertschätzung zu vermitteln und andererseits die Zahl jener zu reduzieren, die die Bundeswehr schnell wieder verlassen. Die körperliche Fitness der Soldaten wird durch professionelles Training in der Grundausbildung gezielt gesteigert.

„Leitbild ist eine umfassende Kompetenzentwicklung, was sowohl militärische als auch zivile Qualifikationen umfasst“, sagt Lehnen. Die erworbenen Kenntnisse sind somit auch nach einem etwaigen Abschied von der Bundeswehr von Nutzen.

Neue Ausbildungskultur

Alles in allem sollen sich Bundeswehrangehörige durch eine Ausbildung nach Maß stärker als bisher mit ihrem Arbeitgeber identifizieren. Kern ist die Gestaltung einer Ausbildungskultur, welche die Potenziale der Soldaten stärker als heute nutzt.

„Unsere Ausbildung soll motivierend und wertegebunden, praxistauglich und realitätsnah sein, ohne das Ausbildungsniveau zu senken. Ziel bleibt der einsatzbereite Soldat“, sagt Kapitän zur See Lehnen.


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Stand vom: 17.08.18 | Autor: Redaktion der Bundeswehr


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