Evakuierungsoperation läuft trotz schwieriger Sicherheitslage weiter

Evakuierungsoperation läuft trotz schwieriger Sicherheitslage weiter

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Ort:
Berlin
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Die Bundeswehr und ihre internationalen Partner fahren unverändert mit der Evakuierung fort. Neben den afghanischen Ortskräften und deren Familien gelten die Bemühungen den Staatsbürgerinnen und -bürgern Deutschlands, der EU und anderer Nationen.

Soldaten packen Kisten auf Transportpaletten auf einem Flugfeld

Hilfe für Kabul: Um die Lage der Flüchtlinge und der helfenden Menschen zu verbessern, bereiten Bundeswehrsoldaten Hilfsgüter für den nächsten Flug nach Afghanistan vor.

Bundeswehr/Marc Tessensohn

Bei der täglichen Presseinformation bestätigte Bundesministerin der Verteidigung Annegret Kramp-Karrenbauer, dass die anvisierte Zahl der zu Evakuierenden noch nicht erreicht sei. Aktuell konnten jedoch bereits fast 2.000 Menschen von den deutschen Kräften in Sicherheit gebracht werden. Die Operation wird weitergehen.

Ministerin Kramp-Karrenbauer im Porträt
Annegret Kramp-Karrenbauer
Wir bleiben dran, so viele Menschen wie möglich da raus zu holen.

Entscheidungen werden vor Ort getroffen

Die zwei Hubschrauber der deutschen Spezialkräfte vom Typ H145M sind in Kabul angekommen und stehen bereit. Dies versicherte der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, mit dem erneuten Hinweis auf die weiterhin schwierige Situation um den Kabuler Flughafen. Ob und wann die Hubschrauber zum Einsatz kommen, werde in Abstimmung mit den internationalen Partnern vor Ort geplant, erklärte die Ministerin. „Unser Auftrag ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um alles zur Verfügung zu stellen, was vor Ort gebraucht wird, um unser gemeinsames Ziel zu erfüllen“, betonte sie. Hilfsgüter seien zum Flughafen unterwegs, um die Bedingungen für Flüchtlinge und Helfer zu verbessern. Generell müsse die internationale Zusammenarbeit noch besser abgestimmt werden, als dies bereits der Fall sei, warnte die Ministerin weiter. Gleichzeitig versicherte Kramp-Karrenbauer erneut, gemeinsam werde alles versucht, um die Menschen aus dem Land zu bringen.

Verteilung der geretteten Menschen angelaufen

Während sich die Lage am Flughafen Kabul schwierig darstellt, werden die Versorgung und Registrierung der Flüchtlinge in Usbekistan Tag und Nacht fortgesetzt, um die bereits geretteten Menschen schnellstmöglich an ihre Zielorte zu bringen. Zwei Orte in Deutschland werden zurzeit mit den Flüchtlingen angeflogen. Der USUnited States-Luftwaffenstützpunkt Ramstein wird von den USUnited States-amerikanischen Kräften als Drehkreuz genutzt. Dort geschieht die weitere Versorgung der Flüchtlinge, bevor sie weiterfliegen. In Frankfurt am Main landen hauptsächlich jene Menschen, deren Zielort Deutschland ist. Die Verteilung mit Bussen in die einzelnen Bundesländer läuft bereits seit einigen Tagen erfolgreich.

von Christin Schulenburg