Bilder der Woche

Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr

Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr

Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

Ukrainische Soldatinnen und Soldaten lernen die Verwundetenversorgung, bei Mountain Hornet trainieren multinationale Kräfte den Gebirgskampf, eine Kaserne bekommt einen neuen Namen und angehende Ärztinnen und Ärzte üben beim Seebataillon – das sind die Bilder der Woche.

  • Mehrere Soldaten stehen vor zwei Dummy Puppen mit größeren Verletzungen und behandeln diese.

    Den Überblick behalten: Die angehenden ukrainischen Notfallsanitäterinnen und -sanitäter müssen bei der taktischen Verwundetenversorgung kühlen Kopf bewahren, um die teils schwer verletzten Kameradinnen und Kameraden richtig behandeln zu können.

    Bundeswehr
  • Zwei Personen enthüllen ein Schild mit Kasernennamen, dahinter stehen zwei Personen in einem Zelt.

    Im Gedenken: Marite Wahrlich (Bildmitte links) ist die Witwe von Oberstabsarzt Dr. Dieter Eißing. Nach ihm wurde nun eine Kaserne in Kronshagen benannt.

    Bundeswehr/Alexander Ullmann
  • Ein Soldat gibt einen knapp über dem Boden schwebenden Hubschrauber NH-90 Handzeichen

    Abliefern und abheben: Nachdem der NHNATO-Helicopter-90 die Soldatinnen und Soldaten am Übungsplatz abgesetzt hat, startet der Helikopter direkt wieder. Über Handzeichen weist ein Soldat den Piloten ein, damit er leichter das unwegsame Gelände verlassen kann.

    Bundeswehr/Sherifa Kästner
  • Zwei Soldatinnen knien auf dem Boden und helfen einem liegenden Soldaten aus der Ausrüstung.

    Volle Konzentration: Zwei Sanitätsoffizieranwärterinnen nehmen bei einer Übung mit dem Seebataillon einem verwundeten Soldaten Schutzweste und Helm ab. Danach prüfen sie, welche Verletzungen er hat und ob seine Vitalfunktionen in Ordnung sind.

    Bundeswehr/Nico Theska

An der Front Leben retten

Wie man im Gefecht Kameradinnen und Kameraden erstversorgt und die Verwundeten sicher abtransportiert – das lernen derzeit ukrainische Soldatinnen und Soldaten beim Sanitätsdienst der Bundeswehr. Im Rahmen der EUEuropäische Union-Ausbildungsmission EUMAMEuropean Union Military Assistance Mission Ukraine zeigt ein multinationales Notfallsanitäterteam, wie die sogenannte taktische Verwundetenversorgung funktioniert. Zum Rüstzeug gehört dafür nicht nur medizinisches Fachwissen, sondern auch Nervenstärke: Bei Feindkontakt müssen die Ukrainerinnen und Ukrainer das Gelernte schnell abrufen können. „Sie sind diejenigen, die vor dem Notfallsanitäter oder Arzt das Leben der verwundeten Kameradinnen und Kameraden quasi in ihren Händen halten“, so der organisatorische Leiter des Trainings.

Kaserne nach gefallenem Oberstabsarzt benannt

Seit Gründung der Bundeswehr 1955 sind mehr als 3.200 Bundeswehrangehörige bei der Ausübung ihres Dienstes ums Leben gekommen. Der erste Bundeswehrsoldat, der bei Kampfhandlungen im Auslandseinsatz getötet wurde, ist Oberstabsarzt Dr. Dieter Eißing. Er starb am 8. Oktober 2001 in Georgien. Knapp 22 Jahre nach seinem Tod ist er zum Namensgeber der Bundeswehrkaserne in Kronshagen geworden: Bei der feierlichen Umbenennung in „Oberstabsarzt-Dr.-Eißing-Kaserne“ enthüllte die Witwe des Gefallenen kürzlich das neue Namensschild. Sanitätsoffizier Eißing verlor im Einsatz als UNUnited Nations-Beobachter in Georgien sein Leben. Eine Boden-Luft-Rakete traf den Hubschrauber, in dem sich der Arzt während eines Patrouillenfluges befand.

Training in den Alpen

Den Gebirgskampf übten Soldatinnen und Soldaten bei der multinationalen Übung Mountain Hornet 2023 auf der Reiteralpe, dem Hochgebirgsübungsplatz der Bundeswehr. Bei ihrem Training konnten die Gebirgsjägerinnen und Gebirgsjäger sowohl auf Luftunterstützung durch den Joint Fire Support als auch auf die Funkaufklärung der Elektronischen Kampfführungskräfte zählen. Mehrzweckhubschrauber NHNATO-Helicopter-90 setzen die Bodentruppen im Tal ab, die dann größtenteils im Schutz der Dunkelheit hunderte Höhenmeter überwanden. Erstmals waren bei Mountain Hornet auch Eurofighter- und Tornado-Kampfjets im Einsatz.

Angehende Mediziner schnuppern Seeluft

Im 15-Minuten-Takt bringen gepanzerte Fahrzeuge vom Typ Dingo 2 neue Verwundete zum Sammelpunkt. Schmerzensschreie dringen aus den Fahrzeugen, jetzt muss es schnell gehen. Bei einem Gefecht sind Soldatinnen und Soldaten des Seebataillons verwundet worden. Die Verletzten zu versorgen, ihren Weitertransport vorzubereiten und sie einem mobilen Arzttrupp zu übergeben – das alles trainierten Sanitätsoffizieranwärterinnen und -anwärter auf dem Übungsgelände der Marineinfanteristen an der Eckernförder Bucht. Weg aus dem Hör- und Präpariersaal, hin zur Truppe: Vier Tage lernten die angehenden Ärztinnen und Ärzte in der Praxis der Seestreitkräfte kennen. 

von Evelyn Schönsee

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