Bilder der Woche

Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr

Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr

Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
3 MIN

Verteidigungsminister Boris Pistorius zu Besuch in Munster und bei der Marine, anspruchsvolle Geländefahrausbildung der Fallschirmjäger in Baumholder sowie Schutz vor Kleinstdrohnen in Mali: Das sind unsere aktuellen „Bilder der Woche“.

  • Ein Soldat erklärt Verteidigungsminister Boris Pistorius den Innenraum eines Schützenpanzers Marder

    Einblicke: Verteidigungsminister Boris Pistorius begutachtet den „hinteren Kampfraum“ eines Schützenpanzers Marders. Ukrainische Soldaten werden in Munster an diesem Waffensystem und am Kampfpanzer Leopard ausgebildet.

    Bundeswehr/Ralf Bonk
  • Verteidigungsminister Boris Pistorius hört einem Soldaten der Marine zu.

    Man versteht sich: Seinen Besuch bei der Marine nutzt Verteidigungsminister Boris Pistorius für den direkten persönlichen Austausch mit den Soldatinnen und Soldaten und zahlreiche Gespräche

    Bundeswehr/Tom Twardy
  • Ein Fahrschulpanzer fährt im Gelände durch eine große Pfütze.

    Leoparden mögen doch Wasser: Bei der intensiven Fahrausbildung der ukrainischen Soldaten steht vor allem die sichere Handhabung des Kampfpanzers Leopard 2 im Gelände im Vordergrund. Dafür werden „Fahrschulpanzer“ mit einem Spezialaufbau genutzt.

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Ein Lkw durchfährt im Sonnenschein ein angefrorenes Schlammloch.

    Reine Nervensache: Auf der Geländelehrbahn des Truppenübungsplatzes Baumholder trainieren Soldatinnen und Soldaten das Fahren in unwegsamem Gelände. Die Lkw sind bis zu zehn Tonnen schwer beladen – eine Herausforderung für Mensch und Material.

    Bundeswehr/Marco Dorow
  • Ein Soldat wischt mit einem Tuch eine große Kameralinse ab.

    Putzen für mehr Sicherheit: Die Kamera von ASULAbwehrsystem unbemannte Luftfahrzeuge, dem Abwehrsystem Unbemannte Luftfahrzeuge in Mali, muss regelmäßig von Wüstenstaub befreit werden, damit das System das Camp Castor zuverlässig vor anfliegenden Drohnen schützen kann

    Bundeswehr/Julia Dahlmann

Panzer-Ausbildung: Minister in Munster

Deutschland unterstützt die Ukraine in ihrem Abwehrkampf unter anderem mit der Lieferung von Kampfpanzern Leopard und Schützenpanzern Marder. Außerdem werden ukrainische Soldaten in Munster an der Panzertruppenschule der Bundeswehr an beiden Waffensystemen ausgebildet. Verteidigungsminister Boris Pistorius machte sich kürzlich persönlich ein Bild davon. Begleitet wurde er von Generalleutnant Andreas Marlow als Kommandeur des Kommandos, das die Ausbildung koordiniert, dem ukrainischen Botschafter Oleksij Makejew und vom ehemaligen ukrainischen Boxer Wladimir Klitschko. Bis Ende März sollen die Panzer an die Ukraine ausgeliefert und die Ausbildung der ukrainischen Soldaten in Munster abgeschlossen sein.

Die Marine zeigt in Eckernförde, was sie kann

Kurz nach seinem Besuch beim Heer in Munster war Verteidigungsminister Boris Pistorius zusammen mit dem Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, im Marinestützpunkt Eckernförde. Die Marine stellte an mehreren Stationen ihre Fähigkeiten über Wasser, unter Wasser, in der Luft und an Land vor: Das Ausbildungszentrum U-Boote, Soldatinnen und Soldaten des Seebataillons, das Minenjagdboot „Bad Bevensen“, die Fregatte „Hessen“ sowie die Kampfschwimmer zeigten, was sie drauf haben. Der Minister nutzte die Möglichkeiten, um Gespräche zu führen und sich intensiv auszutauschen. Er zeigte sich beeindruckt von Können und Leistungsbereitschaft der Marine. 

Ukrainer lernten, den „Leo“ zu fahren

Panzerfahren unter Gefechtsbedingungen und das auch noch in schwierigem Gelände – das muss gelernt und trainiert werden. Das Ziel: Den Kampfpanzer im Gelände sicher bewegen, um dadurch im Gefecht zu bestehen. Deutschland bildet deshalb ukrainische Soldaten in Munster auch im Panzerfahren aus. Den deutschen Fahrlehrern standen dazu neben modernen Simulatoren auch spezielle Fahrschulpanzer zur Verfügung. Damit wurde unter anderem das Fahren im Gelände intensiv trainiert. Der erste Durchgang ist jetzt geschafft: Die ersten ukrainischen Soldaten beendeten ihre Fahrausbildung. 

Zehn Tonnen kurz vor dem Umfallen

Logistik ist nicht alles, aber ohne Logistik ist alles nichts. In diesem Sprichwort steckt viel Wahrheit: Denn wenn die Munition oder der Treibstoff ausgeht, ist jedes Gefecht schnell verloren. Damit immer ausreichend Versorgungsgüter zur Verfügung stehen, sind die Fahrer von Bundeswehr-Lkw besonders gefordert. Sie müssen mit ihren schweren Fahrzeugen auch durch unwegsames Gelände kommen, um den Nachschub nach vorne zu bringen. Und das müssen sie natürlich trainieren. Auf dem Truppenübungsplatz Baumholder machten sich rund 50 Soldatinnen und Soldaten des Fallschirmjägerregimentes 26 an drei Stationen mit rund 20 Fahrzeugen und schwierigen Situationen vertraut. Kurvenfahrten mit hoher Querneigung, Matschgruben oder gefrorene Abschnitte verlangte Fahrerinnen und Fahrern auf der Geländelehrbahn einiges ab.

Zuverlässiger Schutz vor Drohnen in Mali

In Deutschland sind kleine Drohnen meist ein harmloses Spielzeug, doch im Einsatz können sie gefährlich sein. Deshalb nutzt die Bundeswehr bei MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali in Mali ein ganz besonderes System: Seit Oktober 2022 schützt ASULAbwehrsystem unbemannte Luftfahrzeuge (Abwehrsystem Unbemannte Luftfahrzeuge) das Camp Castor in Gao. Das System überwacht mittels dreier Radargeräte den Luftraum rund um das Camp. Sollte sich tatsächlich eine Drohne auf das Camp zubewegen, können mittels eines Störsenders die Funkverbindung sowie die Positionsbestimmung der anfliegenden Drohne gekappt werden. Dadurch wird ein möglicher Angriff oder Ausspähversuch verhindert.

von Tobias Luckau

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