Kiellegung der neuen „Emden“

Kiellegung der neuen „Emden“

  • Ausrüstung
  • Marine
Datum:
Ort:
Rostock
Lesedauer:
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Am 30. Januar wurde auf der Wolgaster Peene-Werft die künftige Korvette „Emden“ auf Kiel gelegt. Erst vier Monate zuvor waren ihre ersten Stahlbauteile geschnitten worden.

K130_Projektions_Ansichten_ohne Draufsicht

Rendering der neuen Korvetten vom Typ 130 mit Stand vom April 2019, Änderungen noch vorbehalten. Gut erkennbar: die neue Turmkuppel fürs Hauptgeschütz

Lürssen

Die „Emden“ wird das siebte Schiff der Braunschweig-Klasse der Deutschen Marine. Die ersten fünf dieses Kriegsschiffstyps hat die Marine zwischen 2008 und 2013 in Dienst gestellt. Die Bundeswehr setzt sie international ein, unter anderem für die die UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon-Mission vor der Küste des Libanon. 2017 erteilte die Bundeswehr dann einen Bauauftrag für fünf zusätzliche Korvetten der Klasse 130. Die Arbeiten an der neuen Korvette „Köln“ begannen daraufhin im Februar 2019.

Ab 2022 sollen die Schiffe Sechs bis Zehn der Marine zulaufen. Geliefert werden sie von einer Arbeitsgemeinschaft dreier Unternehmen: der Fr. Lürssen Werft, der thyssenkrupp Marine Systems und der German Naval Yards Kiel. „Die heutige Kiellegung zeigt eindrucksvoll, wie das Team aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Unternehmen zusammengewachsen ist und in enger Abstimmung mit dem Kunden zusammenarbeitet“, sagte Tim Wagner, Geschäftsführer der Lürssen Werft.

Zwei der fünf Vorschiffe entstehen auf der Lürssen-Werft in Bremen, drei werden am Kieler Standort der German Naval Yards gefertigt und vorausgerüstet. Die Fertigung der fünf Hinterschiffe erfolgt auf der Wolgaster Peene-Werft. Den „Hochzeitsstoß“ genannten Zusammenschluss von Vor- und Hinterschiff übernimmt die Lürssen-Tochter Blohm+Voss in Hamburg. Dort werden die rund 89 Meter langen Korvetten zudem endausgerüstet und in Betrieb genommen. Auch von Hamburg aus durchlaufen sie ihre Funktionsüberprüfungen und Abnahmen – in Abstimmung mit den Fachabteilungen des Auftraggebers Bundeswehr und der Marine.

Anpassungen an neue Standards und fünf Traditionsnamen

Für die neuen Schiffe der Klasse sind im Vergleich zu den ersten fünf Korvetten Änderungen in einigen Anlagen und in den ITInformationstechnik-Systemen nötig, um dem aktuellen Stand von Gesetzen und Vorschriften Rechnung zu tragen. Schiff für Schiff sollen künftige Werftliegezeiten auch die älteren Korvetten auf den neuesten Stand bringen. Sichtbar sind diese Änderungen unter anderem in einer neuen Verkleidung für den Turm des Hauptgeschützes und in einem zweiten Speedboot als Beiboot für die Schiffe.

Nicht zuletzt ist der Bau der „Emden“ ein besonderer Schritt für die Marine, denn die neue Korvette wird einen Traditionsnamen übernehmen. Sie wird als bereits drittes Schiff der Bundeswehr „Emden“ heißen. Die vorige „Emden“ der Marine war eine Fregatte der Bremen-Klasse, die 2013 außer Dienst gestellt worden war. Über die Namensgebung hatte die Marine 2018 entschieden.

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