Podcast #60: Draußen überleben - Hacks vom Einzelkämpfer

Podcast #60: Draußen überleben - Hacks vom Einzelkämpfer

  • Aktuelles
  • Bundeswehr
Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

Hauptfeldwebel Taskin bildet im Ausbildungszentrum Infanterie in Hammelburg Einzelkämpfer aus. Redakteurin Barbara Gantenbein hat mit ihm darüber gesprochen, wie man sich im Extremfall allein durchschlagen kann, warum auch Männer in der Wildnis immer einen Tampon bei sich haben sollten und wie man mit einer Rettungsdecke Trinkwasser gewinnt.

Ein Einzelkämpfer-Ausbilder gibt Tipps, wie man im Extremfall selbst im Winter draußen überleben kann.
Audio-Transkription

In den Mittelgebirgen Deutschlands liegt gerade bis zu einem Meter Schnee. Wenn man da auf irgendeiner kleinen Landstraße mit dem Auto in den Graben rutscht, womöglich bei Dunkelheit, sollte man schon wissen, wie man sich zur Not warmhält, bis Hilfe kommt.

Und bei einer Wanderung im Gebirge können noch viel extremere Situationen auftreten. In diesem Podcast gibt Hauptfeldwebel Taskin, Einzelkämpfer-Ausbilder aus Hammelburg, gute Tipps, die jeder umsetzen kann.

Rettungsdecke, Tampon und Regenwurm

Mit einer Rettungsdecke, so Taskin, kann man sich nicht nur warmhalten. Weil sie eine reflektierende Beschichtung hat, kann man sie auch als Signalmittel einsetzen. Außerdem kann man mit ihr Regenwasser auffangen und als Trinkwasser nutzen.

Zum Feuermachen sollte auch ein Mann immer einen Tampon dabeihaben. Er ist klein, wasserdicht verpackt und die Watte darin lässt sich zerpflücken. Dann eignet sie sich perfekt als Zunder zum Anfeuern.

Wenn man nichts mehr zu essen hat, sind Regenwürmer eine wahre Bio-Protein-Bombe, sagt der Hauptfeldwebel. Allerdings muss man jetzt im Winter tief graben, bis man diese Nahrungsquelle findet.

Neue Einzelkämpferlehrgänge

Echte Einzelkämpfer müssen natürlich eine viel komplexere Ausbildung durchlaufen. Taskin gibt in diesem Podcast Einblicke in die Inhalte des neuen Lehrgangs und die Voraussetzungen, die die Interessenten mitbringen müssen. Insgesamt ist der neue Lehrgang noch praxisnäher geworden und gibt den Teilnehmern mehr Spielraum für eigene Entscheidungen bei der Abschlussübung.

Ein interessantes Detail: Noten wird es für die Teilnehmer in Zukunft nicht mehr geben. Beurteilt wird das Gesamtbild. Geblieben sind die extremen physischen Anforderungen. So muss beispielsweise der 80-Kilometer-Marsch mit Gepäck auf jeden Fall bewältigt werden.

von Barbara Gantenbein