Herrin der Waffenkammer

Herrin der Waffenkammer

  • Podcast
  • Bundeswehr
Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
1 MIN

Mandy Wegener ist Materialbewirtschaftungsfeldwebel aus Leidenschaft. Redakteurin Barbara Gantenbein hat sie erzählt, wie sie zur Bundeswehr kam und was ihre Lieblingswaffe ist. Außerdem erfahren wir in diesem Podcast, was alles zu ihren Aufgaben gehört und wie sie Beruf und Familie unter einen Hut bringt.

Als Materialbewirtschaftungsfeldwebel Herrin der Waffenkammer

: Als Materialbewirtschaftungsfeldwebel Herrin der Waffenkammer MP3, 11:54 Dauer, 13,6 MB
Mandy Wegener ist Materialbewirtschaftungsfeldwebel aus Leidenschaft. Redakteurin Barbara Gantenbein hat sie erzählt, wie sie zur Bundeswehr kam und was ihre Lieblingswaffe ist. Dazu erfahren wir in diesem Podcast, was alles zu ihren Aufgaben gehört.
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Insgesamt dienen heute mehr als 23.000 Frauen in der Bundeswehr. Seit 20 Jahren dürfen sie Dienst mit der Waffe leisten. In Lüneburg, beim Aufklärungslehrbataillon 3, hat eine Frau auch die Verantwortung für die Waffenkammer: Frau Hauptfeldwebel Mandy Wegener. Von P8, G36 oder MP7 bis hin zu MG5 und G28 kennt sie alle Waffen in- und auswendig. Dazu kommen noch Nachtsichtgeräte und Signalpistolen. Nach Einsätzen in Mali und Afghanistan ist ihre Lieblingswaffe die P8: „Die sitzt am Gürtel, die stört nicht großartig und man kann angenehm damit arbeiten.“

Ob Möbel oder Stiefel in Übergröße: Beschafft wird, was gebraucht wird

Als Materialbewirtschaftungsfeldwebel gehört noch viel mehr zu ihrem Aufgabenbereich als nur die Waffenkammer. Das beginnt mit dem Ein- und Auskleiden der Soldatinnen und Soldaten, setzt sich fort über Möbelbeschaffung, Transport von Munition bis hin zur Anforderung von Schuhcreme oder Dienstgradklappen. „Wir sind sozusagen die kleinen Helferlein der Soldaten“, sagt die 40-Jährige. Wenn es sein muss, besorgt die gelernte Einzelhandelskauffrau auch Schutzwesten in XXS oder Stiefel in Schuhgröße 47/48: „Da gibt’s dann schon mal Sonderanfertigungen.“

Soldatin als Traumberuf

Wegener hat sich als Zeitsoldatin für 25 Jahre verpflichtet. Sie ist seit 2005 dabei. „Ich habe den Traum immer gehabt“, sagt die gelernte Einzelhandelskauffrau. Kameradschaft und Zusammenhalt in der Truppe sind ihr besonders wichtig.

Aber auch die Vereinbarkeit von Dienst und Familie schätzt die Mutter einer zweijährigen Tochter. Ihr Mann ist ebenfalls Soldat. „Der Dienstherr macht uns vieles möglich“, freut sich Wegener. Das Gesamtpaket stimme: „Ich bin unheimlich gern Soldatin, ich möchte nichts Anderes mehr machen.”

von Barbara Gantenbein
Soldatin des Wachbataillons legt ihre Hand zum Gruß an das Barett, im Hintergrund angetretene Soldaten

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