Tagesbefehl des Generalinspekteurs der Bundeswehr

Tagesbefehl des Generalinspekteurs der Bundeswehr

  • Tagesbefehl
  • Bundeswehr
Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

Zum 1. Oktober 2021 wurden die ersten Soldatinnen und Soldaten nach ihrem Ausscheiden in die Grundbeorderung eingeplant, also bereits auf feste Dienstposten. Die neue Regelung soll das Engagement in der Reserve erleichtern. Generalinspekteur Eberhard Zorn wirbt im aktuellen Tagesbefehl für die Initiative und die Binnenkommunikation in der Truppe.

Porträt vom Generalinspekteur Eberhard Zorn

Der Generalinspekteuer der Bundeswehr, Eberhard Zorn, wirbt für die Grundbeorderung.

Bundeswehr/Sebastian Wilke

Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten,
zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Zum 1. Oktober 2021 sind die ersten Soldatinnen und Soldaten nach ihrem Ausscheiden aus der Bundeswehr in die Grundbeorderung eingeplant worden. Dieses neue Potenzial gilt es auszuschöpfen.

Wir müssen die Grundbeorderung zu mehr machen als einem administrativen Vorgang. Sie muss ein aktiver Dialog sein, der die eigenen Vorstellungen unserer Soldatinnen und Soldaten berücksichtigt und der es attraktiv macht, sich im Rahmen von freiwilligen Reservistendiensten in den Ergänzungstruppenteilen und den Heimatschutzkompanien als Reservistin und Reservist weiter zu engagieren.

Der Blick auf die Landes- und Bündnisverteidigung, den Heimatschutz, aber auch die Unterstützung der Bundeswehr im Rahmen der Amtshilfe bei Katastrophen und Gefahrenlagen zeigt, wir brauchen eine starke und schlagkräftige Reserve.

Diese erreichen wir auch dadurch, dass wir auf den in der aktiven Dienstzeit erworbenen Qualifikationen und Kompetenzen aufbauen und ein gutes, von Kameradschaft geprägtes Umfeld schaffen, das die neuen Lebensumstände unserer künftigen Reservistinnen und Reservisten berücksichtigt.

Den Vorgesetzten, den Spießen, Kompaniechefs und Bataillonskommandeuren, die ihre Soldatinnen und Soldaten, die Ergänzungstruppenteile und auch die Umstände am jeweiligen Standort kennen, kommt deshalb eine besonders wichtige Rolle zu. Sie müssen die Soldatinnen und Soldaten im beschriebenen Dialog beraten, um sie zielgenau beordern zu können.

Wir müssen aber nicht nur nach innen kommunizieren, sondern auch nach außen zu den Arbeitgebern unserer Reservistinnen und Reservisten, um bei diesen das gegenseitige Verständnis für den Reservedienst und die erforderliche Freistellung zu fördern.

Die Grundbeorderung ist für uns alle neu. Deshalb fordere ich alle Vorgesetzten auf: Informieren Sie Ihre Soldatinnen und Soldaten vor dem Ausscheiden umfassend. Bringen Sie sich aktiv und engagiert ein, damit wir das Potenzial der Grundbeorderung nutzen und so unsere Reserve weiter stärken. Ich weiß, ich kann mich auf Sie verlassen.

Eberhard Zorn

General

Mehr zum Thema