Unterstützung Hilfsbedürftiger

Deutsche Härtefallstiftung: Helfer in der Not

Deutsche Härtefallstiftung: Helfer in der Not

  • Menschen
  • Betreuung und Fürsorge
Datum:
Ort:
Bonn
Lesedauer:
2 MIN

Hoffnung stiften, das ist der Leitsatz der Deutschen Härtefallstiftung. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag für eine bessere Zukunft. Tritt bei der Erfüllung des Dienstes eine besondere Notlage ein, kann Ihnen die Deutsche Härtefallstiftung helfen.

Menschen sitzen in einem Saal, beraten und diskutieren.

Vergabeausschusssitzungen der Härtefallstiftung finden mehrfach im Jahr statt

Bundeswehr/Sebastian Wilke

Gründer und Stifter ist die Bundesrepublik Deutschland, die im Jahre 2012 die Deutsche Härtefallstiftung als Treuhand-Stiftung errichtete und mit einem Stiftungsvermögen ausstattete. Seit dem 31. Juli 2015 ist die Deutsche Härtefallstiftung eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit dem Ziel, krankheitsbedingt entstandene Härten in der Bundeswehr und der ehemaligen NVANationale Volksarmee abzumildern.

Mit der Einrichtung der Deutschen Härtefallstiftung ist es gelungen, durch möglichst schnelle unbürokratische Hilfe den Menschen Unterstützung zukommen zu lassen, die durch dienstliche oder private Umstände in Not geraten sind. Damit leistet die Stiftung einen wichtigen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Dienst. In der ersten Zeit war die Härtefallstiftung ein Helfer in der Not für strahlungsgeschädigte Soldatinnen und Soldaten, später zunehmend auch für Kameradinnen und Kameraden, die mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBSPosttraumatische Belastungsstörung) aus Einsätzen zurückkehrten. Mittlerweile übersteigt die Anzahl der Anträge von PTBSPosttraumatische Belastungsstörung-Erkrankten und seit 2018 auch das Aufkommen von Anträgen aufgrund sonstiger Gesundheitsschädigungen die Zahl der Radarstrahlenfälle deutlich.

Bei den mehrfach im Jahr stattfindenden Vergabeausschusssitzungen wird über sämtliche Anträge zur Bedürftigkeit entschieden. Die Hilfe der Deutschen Härtefallstiftung wird von den betroffenen Menschen sehr gut angenommen, was sich nicht zuletzt anhand der zunehmenden Zahl an Anträgen ausdrückt. Seitens des Verteidigungsausschusses, des Bundesministeriums der Verteidigung und der Wehrbeauftragten wird besonders begrüßt, dass die Stiftung mit ihren Unterstützungsleistungen die Palette gesetzlicher Leistungen ergänzen kann.

Zusammenarbeit im Netzwerk der Hilfe

Ansicht der Logistikbasis für Hilfskräfte am Nürburgring

Logistikbasis der Bundeswehr bei der Hochwasserhilfe 2021

2021 Bundeswehr/Patrick Grüterich

Die Deutsche Härtefallstiftung arbeitet eng mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen. Unmittelbar nach der Flutkatastrophe haben sich die Deutsche Härtefallstiftung, das Bundeswehr-Sozialwerk, das Soldatenhilfswerk, der von Rohdich’sche Legatenfonds, die Heinz-Volland-Stiftung und die Soldaten und Veteranen Stiftung des Deutschen Bundeswehrverbandes zur „Aktionsgemeinschaft Hochwasserhilfe 2021“ zusammengeschlossen. Ziel der Aktionsgemeinschaft war es, Spenden für die vom Hochwasser geschädigten Bundeswehrangehörigen zu sammeln und ihnen gemeinsam schnell und unbürokratisch zu helfen. Die Arbeit der Aktionsgemeinschaft wurde durch den Sozialdienst der Bundeswehr und das Bundesministerium der Verteidigung begleitet. Insgesamt wurde in 315 Fällen mit EUR 2.192.000,-- (Stand: 16. November 2021) an Unterstützungsleistungen geholfen und damit ein wichtiger Beitrag für von der Flutkatastrophe betroffene Bundeswehrangehörige geleistet.

Im Rahmen des Projekts „MUTMACHER – stark für Bundeswehrfamilien“ wurde gemeinsam mit dem Bundeswehrsozialwerk eine neue Ferienwohnung im thüringischen Oberwiesenthal für einsatzbelastete Familien eingerichtet und eröffnet. In idyllischer Lage am Fichtelberg, ist das Haus Wiesenthal ein idealer Ort, um Ruhe und Entspannung zu finden, aber auch um einen Aktivurlaub zu gestalten.

Bei der Bewältigung der vielschichtigen Probleme der durch den Dienst in der Bundeswehr geschädigten Menschen, leistet die Deutsche Härtefallstiftung einen nachhaltigen Beitrag. Eine Übersicht über weitere Projekte finden Sie auf der der Internetseite der Stiftung.

von Martina Denker

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