Veranstaltungsbericht

Frankenberger Hilfstruppen inspizieren die Saalburg

Frankenberger Hilfstruppen inspizieren die Saalburg

Datum:
Ort:
Frankenberg/Eder
Lesedauer:
3 MIN

Am 24.04.2022 konnte Oberstabsfeldwebel Michael Kamolz, Leiter des Familienbetreuungszentrums Frankenberg/Hessen, endlich wieder Angehörige zu einer Informations- und Betreuungsveranstaltung begrüßen. Die Pandemie und die daraus resultierenden Auflagen ließen dies in den letzten Monaten leider nicht zu.

Eine Gruppe Menschen trifft sich vor der Veranstaltung.

Mehrere Menschen treffen sich an einem Bus um zur Veranstaltung zu fahren

Bundeswehr/Schrahn

Am späten Sonntagmorgen trafen die Teilnehmenden in der Burgwald-Kaserne in Frankenberg/Eder ein. Nach Aufnahme und Erledigung administrativer Angelegenheiten hieß es auch schon wieder „Aufsitzen“. Mit dem Bus ging es in das 100 Kilometer entfernte Bad Homburg vor der Höhe. Dort befand sich das Ausflugsziel des Tages: die Saalburg!
Auf den antiken Fundamenten eines einstigen Römerkastells entstand in den Jahren 1897 bis 1907 die Rekonstruktion des Saalburg-Kastells. Ab dem 2. Jahrhundert n.Chr. war dieses Kastell die militärische Heimat der 2. Raetischen Kohorte, einer 600 Mann starken Auxiliartruppe (Hilfstruppe) aus der römischen Provinz Raetia, dem heutigen nördlichen Alpenvorland.

In der „Taberna“

Gemeinsam am Mittagstisch

Gemeinsam am Mittagstisch.

Bundeswehr/Bettendorf

Gegen 12 Uhr erreichte die Frankenberger „Hilfstruppe“ die Saalburg. Doch vor der Erkundung des Kastells gab es zunächst noch ein Mittagessen in der „Taberna“. „Boletus fungos mit Moretum“ (Gebratene Champignons in Honig karamellisiert mit römischem Kräuterkäse und Römerbrot) oder „Copadia Viennensis“ (Schnitzel Wiener Art mit Pommes) - für jeden Geschmack war etwas dabei. Gut gestärkt war es jetzt an der Zeit herauszufinden, wie der Alltag der Kohorte aussah.

Rallye durch das Römerkastell Saalburg

Ein Fragebogen wird von einem Teilnehmer ausgefüllt.

Ein Rätsel mit 30 Fragen wurden von den Teilnehmern ausgefüllt und man kam automatisch in den Lostopf

Bundeswehr/Bettendorf

Dazu bekamen jeder „Rekrut“ und jede „Rekrutin“ einen Fragebogen mit 30 Fragen, die beantwortet werden mussten. Ziel dieser Rallye durch das Kastell war natürlich die Erkundung der Örtlichkeit und die damit einhergehende Geschichte der Römer, aber auch die Lösung eines Rätsels, das nur gelöst werden konnte, wenn alle Fragen richtig beantwortet wurden. Der Anreiz zur richtigen Beantwortung der Fragen wurde zusätzlich erhöht, indem das Familienbetreuungszentrum noch einen Preis auslobte. Wer das Rätsel am Ende richtig löste, landete im Lostopf und konnte auf einen kleinen Einkaufsgutschein im Museumsshop hoffen.
Entsprechend motiviert, verteilten sich die Rekruten und Rekrutinnen innerhalb des Kastells. Ob im Horreum, in den Barracken oder in der Fabrica, überall sah man Frankenberger Truppen, die auf der Suche nach den richtigen Antworten waren.

Des Rätsels Lösung

Mehrere Personen stehen auf einer Wiese und versuchen sich beim Sperrwurf.

Eine Gruppe Sperrwerfer versucht ihr Bestes zu geben

Bundeswehr/Bettendorf

Um 16 Uhr traf man sich vor dem „Prätorium“, dem Wohnhaus des Kommandanten, um mit dem Aktivprogramm zu beginnen. Bogenschießen und der Umgang mit dem „Pilum“ (Speer) standen auf dem Programm. Doch zuvor musste noch die Gewinnerin oder der Gewinner des Rätsels gefunden werden. Allen war es vergönnt, an der Verlosung teilzunehmen, denn alle hatten die richtige Lösung herausgefunden. „Eine Karriere in der römischen Armee am Randes des Imperiums“ lautete die richtige Antwort. Der kleinen Livia kam die große Ehre zuteil, den Gewinner oder die Gewinnerin zu ziehen. Es war tatsächlich die Tante der kleinen Livia – ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Wie die Dienstzeit eines Legionärs nach 20 bzw. 25 Jahren endete, so hat auch der schönste Aufenthalt irgendwann mal ein Ende. Dementsprechend versammelten sich alle gegen 18 Uhr vor dem Bus, jedoch nicht ohne vorher noch im Museumsshop schnell ein Andenken zu ergattern. Schließlich musste der Gutschein noch eingelöst werden.

Die Rückfahrt in die Garnison Frankenberg verlief ohne Zwischenfälle und so konnten Kamolz und sein Team die Angehörigen nach einem langen, aber interessanten Tag mit dem Hinweis auf die nächste Veranstaltung am 28. Mai im Opel-Zoo nach Hause verabschieden. Mit den Worten „Es war ein toller Tag und ich habe viel Neues erfahren. Wenn es sich einrichten lässt, bin ich auf jeden Fall wieder dabei“, verabschiedete sich Frau K.. An dieser Stelle noch ein Dank an den Förderverein Bundeswehrfamilien Wiesbaden – Frankenberg HE e.V.eingetragener Verein der auch diese Veranstaltung wieder großzügig unterstützt hat.

von Michael  Kamolz

Bildergalerie auf der Saalburg

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Playmobilfiguren

Eine Kohorte Ritterfiguren und Pferde stehen in Reih und Glied im Museum beieinander

Eine Schaar Ritterfiguren mit Pferdefiguren steht aufgereiht im Museum.

Playmobilfiguren

Aufgereiht steht eine Gruppe Playmobilfiguren im Museumsshop

Playmobilfiguren als Ritter dargestellt stehen in Reih und Glied.

Glücksfee

Ein Mädchen zieht als kleine Glücksfee den Gewinner oder Gewinnerin aus dem Lostopf heraus

Ein Mädchen zieht den Gewinner oder Gewinnerin.

Junge mit Helm

Junger Legionär auf der Saalburg

Junge mit Römerhelm und Schwert.

Informationsausgabe

Oberstabsfeldwebel Kamolz informiert die Teilnehmer über die Besichtigung der Saalburg

Ein Mann steht in einer Gruppe Menschen und teilt Informationsblätter aus.

Rätsel-Rallye

Auf der Suche nach des Rätsels Lösung

Ein Mann und ein Junge schauen sich Figuren in einer beleuchteten Vitrine an.

Pause im Außengelände der Saalburg

Eine Familie macht Pause

Eine Frau sitzt mit ihren drei Kindern an einem Tisch und macht Pause.

Bogenschießen

Einweisung beim Bogenschießen

Eine Frau erklärt einer anderen Frau das Bogenschießen.

Eine Römische Küche

Darstellung einer Römischen Küche

Die Ansicht einer römischen Küche der Saalburg in Bad Homberg vor der Höhe.

Römisches Lager

Leben im Römischen Lager

Frauen und Männer sitzen und stehen um ein Lagerfeuer herum.

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