Eine Veranstaltung mit Tradition

Eine Veranstaltung mit Tradition

  • Familienbetreuung
  • Betreuung und Fürsorge
Datum:
Ort:
Storkow
Lesedauer:
3 MIN

Einmal im Jahr besuchen die „Brandenburger“ Angehörigen von Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz das Spreewalddorf Schlepzig im Biosphärenreservat Unterspreewald.

Menschen sitzen fröhlich in einem Kahn und genießen die schöne Gegend

Teilnehmer genießen eine Kahnfahrt im Unterspreewald rund um Schlepzig

Bundeswehr/Zerfass

Der Besuch des Spreewaldortes Schlepzig hat im Veranstaltungskalender des Familienbetreuungszentrums Storkow einen festen Platz. So auch 2020, natürlich unter Beachtung aller Corona-Auflagen. Der Vormittag startete mit Vorträgen und Informationen zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Mittags folgte ein spreewaldtypisches Mittagessen, danach gönnten sich die Teilnehmer einen Spaziergang durch den Ort, einen Kaffee oder ein Eis in der Herbstsonne. Eine Kahnfahrt auf den Kanälen rund um Schlepzig fühlte sich toll an! Die Kinder erfreuten sich über eine Kajaktour auf dem Puhlstrom. So entspannend kann eine Veranstaltung des FBZ Storkow sein.

Mit Muskelkraft durch das Biosphärenreservat

Kinder in Paddelbooten steuern das Ufer an.

Die Kinder treffen von ihrer Vormittagstour im „Großen Hafen“ ein.

Bundeswehr/Zerfass

Als die Gäste des Familienbetreuungszentrums (FBZ) Storkow am Morgen in der Kurmark-Kaserne von Oberstabsfeldwebel Patrick Peltzer begrüßt werden, sind einige der Kinder auffallend sportlich gekleidet. Im wasserdichten Rucksack haben sie Wechselbekleidung und im Gesicht ein erwartendes Strahlen. Als sich die meisten der über 40 Gäste im Kinosaal einfinden, geht es für die Kinder mit dem Bus nach Schlepzig. Die Eltern und Großeltern werden zum Informationsvortrag über die Lage in den Einsatzgebieten zurückgelassen. Eine kurze Einweisung, dann werden die Boote, ausgeliehen aus dem Betreuungsbüro der Kurmark-Kaserne, besetzt und das Abenteuer nimmt seinen Lauf. Nach wenigen Metern wird es eng, als ein „großer“ Spreewaldkahn in dem engen Seitenarm der Hauptspree seine Bahn zieht. Dann ist Zeit für einen Blick auf den Ort. Langsam beherrschen die Mädchen die Boote. Besonders viel Spaß macht eine Fahrt durch seichte Nebenarme. Die nächste Herausforderung ist die Schleusung. Mit Selbstbedienung. Wohlbehalten auf der anderen Seite angekommen, ziehen die fünf Boote ihre Bahnen durch die – so scheint es zumindest – unberührte Natur.

Der Vormittag in der Kurmark-Kaserne

Vertreter des BundeswehrSozialwerkes (in Uniform) bieten unterschiedliche Waren an.

Privat gerösteter Kaffee der „Renner“ am Stand des BundeswehrSozialwerkes e.V.eingetragener Verein – für einen guten Zweck.

Bundeswehr/Zerfass

In der Kurmark-Kaserne erhalten zu dieser Zeit die Angehörigen der Soldaten Informationen über die Lage in den Einsatzgebieten. Der MINUSMAUnited Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali-Einsatz bildet den Schwerpunkt. Der Leiter des FBZ Storkow eröffnet den Informationsteil mit einer kurzen Darstellung des Hygienekonzeptes. A-H-A und Empathie sind in Zeiten der Corona-Pandemie bekanntlich außerordentlich wichtig. Im Vortrag folgen Bilder und Berichte aus Mali, zur Situation im deutschen Kontingent, zu den strengen Quarantänevorschriften und zur Isolierung vor der Einreise in die Einsatzländer. Eingebaut in das Programm am Vormittag sind auch Informationen zur Tätigkeit des BundeswehrSozialwerkes e.V.eingetragener Verein als Netzwerkpartner der Familienbetreuung. In den „Frischluftpausen“ kann am Stand des BwSw geshoppt werden – für einen guten Zweck. Selbstgerösteter Bohnenkaffee, Honig und Kuscheltiere sind im Angebot. Nebenbei beantwortet Oberstabsfeldwebel Haas Fragen der Angehörigen. Im Anschluss bringen Busse alle Beteiligten zum „Großen Hafen“ nach Schlepzig. Gleichzeitig treffen dort die Paddler ein. Aufgeregt erzählen die Kinder von ihren Erlebnissen auf den Kanälen rund um Schlepzig. Gemeinsam genießen die Beteiligten das bereitstehende Mittagessen, aufgelockert und im Kreise der Familien.

Ein Nachmittag fernab von den täglichen Herausforderungen

Ein Spreewaldkahn mit einer Bootführerin in Tracht auf einem Nebenarm der Hauptspree mit Blick auf den Ort.

Idyllisches Schlepzig lädt dazu ein, die Herausforderungen des Alltages für einen Augenblick zu vergessen.

Bundeswehr/Zerfass

Nach der Mittagspause trennen sich die Gruppen wieder, für ein paar Stunden, versteht sich. Die Einen erkunden den Ort, dessen Museen, Cafés und Terrassen zum Verweilen einladen. Der Weidendom, die „Spreewood Distillers“ und die Ölmühle sind die Besuchermagnete. Die Anderen steigen in die Paddelboote. Eine Runde durch die Querspree und den Puhlstrom im Unteren Spreewald führen sie zurück an den Startpunkt. „Anstrengend, aber schön“, so fällt das Urteil der Kinder, als am Nachmittag die Paddelboote wieder verstaut werden. Nicht ohne Stolz berichten sie, dass die Schleusung Spaß gemacht hat. Bei einem Eis treffen die Kinder auf ihre Eltern oder Großeltern. Mit drei Kähnen geht es nun für alle Beteiligten auf eine geführte Tour rund um Schlepzig. Dabei erfahren die Gäste viel Wissenswertes über die kleine Spreewaldgemeinde.
Zurück in Storkow, verabschiedet Oberstabsfeldwebel Patrick Peltzer die Gäste. Familie F. äußert sich überaus positiv über die Arbeit der Familienbetreuung. „Ein toller Mix von Information und Betreuung“, sagt sie. „Immer wieder eine super Erfahrung“, fügt sie hinzu. Auch andere Familien freuen sich schon jetzt auf die nächste Veranstaltung.

von Hoppe Peter

Eine Veranstaltung mit Tradition

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Verkaufsstand des FBZ

Der Muntermacher für den guten Zweck.

Am Stand des BwSw werden Bohnenkaffee und Plüschbären präsentiert.

Angehörige des FBZ Storkow beim Mittagessen.

Mittagessen an der frischen Luft.

Vor Regen durch Zelte geschützt essen die Angehörigen zu Mittag.

Die Aussicht von den Spreewaldkähnen ist traumhaft.

Die Natur im Spreewald ist faszinierend.

Ein kleines Mädchen beobachtet vom Boot aus die Umgebung.

Zwischen den Bootsfahrten einen kleinen Plausch halten

Pausengespräche sind wertvoll und machen Spaß.

Aufgereiht liegen Boote am Ufer. Oberstabsfeldwebel Peltzer im Gespräch mit den „Paddlern“.

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