Gedenkmarsch

Deutsche Soldaten marschieren im Gedenken an den Todesmarsch von Bataan

Deutsche Soldaten marschieren im Gedenken an den Todesmarsch von Bataan

  • Einsatz
  • Katholische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Jordanien
Lesedauer:
1 MIN

Marsch gegen das Vergessen

Am Sonntag, den 20. März 2022 fand im Gedenken an den Zwangsmarsch amerikanischer und philippinischer Kriegsgefangener auf der philippinischen Halbinsel Bataan im Jahre 1942, bei dem über 10.000 Soldaten nicht überlebten, ein 42 Kilometer langer Gedenkmarsch statt. An diesem Marsch gegen das Vergessen nahm auch eine Marschgruppe des deutschen Kontingentes Counter Daesh / Capacity Building Irak inklusive der Militärseelsorge teil. 

Die Soldatinnen und Soldaten marschieren im jordanischen Al-Asrak gegen des Vergessen

Übung gehört dazu: angeführt durch die katholische Militärseelsorge wird für die 42 Kilometer lange Marschstrecke trainiert

Bundeswehr

Der historische „Todesmarsch“ fand auf Bataan, einer philippinischen Halbinsel nahe Manila, im April 1942 statt. Damals wurden etwa 70.000 amerikanische und philippinische Kriegsgefangene von den Japanern zu einem 6-tägigen Marsch über ca. 100 km gezwungen. 10.000 Soldaten überlebten diesen Marsch nicht.

Im Gedenken daran wird im Frühjahr jeden Jahres in vielen amerikanischen Städten und Einsatzgebieten ein Gedenkmarsch, der „Bataan Memorial Death March“, durchgeführt. Das deutsche Kontingent aus Al Azraq nahm in diesem Jahr mit fast einem Drittel des Kontingentes (über 40 Soldatinnen und Soldaten) ebenfalls teil. Mit dabei waren auch die katholische Militärseelsorgerin und die Fahne der Katholischen Militärseelsorge.

Die Soldatinnen und Soldaten marschieren im jordanischen Al-Asrak gegen des Vergessen

Die Marschgruppe des deutschen Kontingentes, angeführt durch den Kontingentführer, Oberst Matthias Lorek

Bundeswehr

Einen 42 Kilometer langen Parcours galt es zu bewältigen. Also eine komplette Marathonstrecke. Da scheint es selbstverständlich, dass dies nicht ohne vorheriges Training zu schaffen ist. Aus diesem Grund absolvierten die Soldatinnen und Soldaten des Kontingentes regelmäßig Übungsmärsche.

Zusätzlich zu dem persönlichen Erfolg „es geschafft zu haben“, können sich die erfolgreichen Teilnehmer darüber freuen, auch sozial tätig gewesen zu sein. So wurde der Marsch zum Anlass genommen, Geld zu sammeln für das „Wounded Warrior“ Projekt, das Unterstützung für Kriegsveteranen leistet. 


von Philippe Stupp