Gottesdienst auf dem Lufttransportstützpunkt der Bundeswehr in Niamey

Gottesdienst auf dem Lufttransportstützpunkt der Bundeswehr in Niamey

  • Einsatz
  • Katholische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Niamey
Lesedauer:
2 MIN
Militärpfarrer Jörg Plümper feiert mit Soldaten einen Gottesdienst vor einer Transall in Niamey

Soldatinnen und Soldaten feiern einen Gottesdienst mit Militärpfarrer Plümper auf dem Lufttransportstützpunkt Niamey

Bundeswehr

Mit dem Altar vor der Transall in Niger

Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in Niamey haben keine Kirche, aber ein Flugfeld. Dort feierten sie mit dem katholischen Militärpfarrer Jörg Plümper einen Gottesdienst und blickten im Hintergrund des Altars auf ein Arbeitsmittel der Bundeswehr in Niamey, die C 160 Transall.

Seelsorge ist, wo die Soldaten sind

Der Katholische Pfarrer bei MINUSMAUnited Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali in Gao in Mali ist auch für die Soldaten am Lufttransportstützpunkt der Bundeswehr in Niamey im benachbarten Niger zuständig. Damit die Soldaten militärseelsorgliche Begleitung erhalten, packte Plümper die zur Messfeier notwendigen Utensilien zusammen und sprach für einen Samstagabend die Organisation ab. Die Kommunikation war hervorragend und so kamen zahlreiche Bundeswehrangehörige zum Flugfeld zum Gottesdienst.

Auseinandersetzung mit dem Dienst

In seiner Predigt griff Pfarrer Plümper das Schriftwort „Der Eifer für Dein Haus verzehrt mich!“ auf. Mit Blick auf die vor ihm sitzenden Soldatinnen und Soldaten fragte er: „Welchen Eifer bringen wir auf oder vermissen wir in der Kirche, in der Bundeswehr?“ Denn in den Einsätzen stehen die Soldaten immer wieder vor der Gewissenprüfung: „Wofür stehen wir, wofür kämpfen wir? Woran halte ich mich fest?“

Plümper machte es sich nicht leicht und legte das Schriftwort vom Dritten Fastensonntag und die Fragen aus: „Das Ärgernis des Kreuzes ist für uns zu einem Zeichen geworden, an dem wir uns orientieren und festhalten können. Es ist eben nicht nur ein Zeichen des Todes, der Verurteilung, der Hinrichtung, sondern auch ein Zeichen, an dem die Liebe sichtbar wurde.“ Er zeigte auf, wie das Kreuz und die Liebe Einfluss auf unser Leben und unseren Dienst nehmen können. Die Liebe „treibt uns an, lässt uns die Motivation und den Eifer finden, uns für unsere Herzenssache einzusetzen“, ermutigte Plümper die Soldaten in ihrem anstrengenden Dienst.

Handschmeichler zur Erinnerung

Nach einem derart schweren geistigen Inhalt versuchte der Seelsorger seine Auslegungen begreifbar zu machen. Im Anschluss an die Predigt erhielten alle Gottesdienstteilnehmer ein Kreuz als Handschmeichler zur Erinnerung an diesen Samstagabend. Es soll auch ein Zeichen sein, dass der katholische Militärseelsorger immer ansprechbar ist.

von Norbert Stäblein

Bilder zum Gottesdienst in Niamey