Cyber- und Informationsraum

Realitätsnahe Ausbildung – Die Task Force Elektronischer Kampf übt für VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2023

Realitätsnahe Ausbildung – Die Task Force Elektronischer Kampf übt für VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2023

  • Landes- und Bündnisverteidigung
  • Cyber- & Informationsraum
Datum:
Ort:
Bergen
Lesedauer:
3 MIN

Die Soldatinnen und Soldaten der Task Force Elektronischer Kampf (EW TF) VJTF 2023 üben zwei Wochen lang auf dem Truppenübungsplatz Bergen zusammen mit dem VJTFVery High Readiness Joint Task Force Verband unter der Führung der Panzergrenadierbrigade 37 aus Frankenberg/Sachsen. Vor allem die Fähigkeiten und das Wissen, welches bei der Landes- und Bündnisverteidigung benötigt wird, stehen dabei im Mittelpunkt. Aber auch die internen Kommunikations- und Arbeitsabläufe stehen im Fokus der Ausbildung.

Militärische Fahrzeuge auf einem Truppenübungsplatz.

Führungsdingo der EloKaElektronische Kampfführung Task Force.

Bundeswehr/EloKaBtl 932

Die Task Force ist aus allen vier Verbänden der Elektronischen Kampfführung des Organisationsbereiches Cyber- und Informationsraum (CIR) zusammengesetzt: dem Bataillon Elektronische Kampfführung (EloKaBtl) 911 aus Stadum, dem EloKaBtlBataillon für Elektronische Kampfführung 912 aus Nienburg, dem EloKaBtlBataillon für Elektronische Kampfführung 931 aus Daun und dem EloKaBtlBataillon für Elektronische Kampfführung 932 aus Frankenberg (Eder). Das Frankenberger Bataillon stellt bei der Übung auch den Leitverband. Zur Aufklärung und Wirkung im Cyber- und Informationsraum greifen die EloKaElektronische Kampfführung-Spezialistinnen und Spezialisten vor allem auf die Auswertung von Funk- und elektromagnetischen Signalen und Satellitenbildern zurück. Es ist das erste Mal, dass die vier Bataillone gemeinsam üben. Der Schwerpunkt bei dieser Übung liegt auf der fachlichen Ausbildung im digitalen Signalumfeld.

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Komplettes Angriffsszenario inklusive digitaler Signale potentieller Gegner

Die Soldatinnen und Soldaten des EloKaBtlBataillon für Elektronische Kampfführung 932 haben mit viel Innovationskraft verschiedene Signalgeneratoren entwickelt und gebaut, um den Funkaufklärern ein realistisches Bild von einem modernen Signalumfeld auf einem aktuellen Gefechtsfeld zu bieten. Anhand dieser digitalen Signale potentieller Gegner auf einem zukünftigen Gefechtsfeld können die Funkaufklärer der EW TF der VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2023 – der schnellen Eingreiftruppe der NATO – ein komplettes Angriffsszenario einer Division auf die eigenen Kräfte simulieren. Somit können die Erfasser und Auswerter der Task Force realitätsnah aus- und weitergebildet werden.

Bei den Spezialistinnen und Spezialisten der elektronischen Fernmeldeaufklärung wird auch die sensornahe Auswertung aus- und fortgebildet, wofür das digitale Funkszenario der Soldatinnen und Soldaten der Ausbildungsgruppe „Gelber Lurch“ ideale Bedingungen liefert. Diese Ausbildungsgruppe kümmert sich um die Gestaltung und Entwicklung verschiedenster Übungsszenare für die EloKaElektronische Kampfführung-Truppe und entwickelt daraus die passenden Einsatzgrundsätze: Wie verhält sich der Gegner, wie verhalten sich die EloKaElektronische Kampfführung-Kräfte? Ziel ist, die EloKaElektronische Kampfführung-Spezialisten für die Einsatzgrundsätze eines potentiellen Gegners zu sensibilisieren, um die eigene Aufklärung zu optimieren. Denn die erste Auswertung findet beim Erfasser statt, der direkt am Sensor sitzt und die Signale sofort interpretiert. So kommen Erfassung und erste Auswertung der Signale aus einer Hand und Informationen können schneller und zielgerichteter weitergegeben werden.

Aber auch die Meldewege innerhalb der VJTFVery High Readiness Joint Task Force im Verbund mit den anderen aufklärenden Einheiten der VJTFVery High Readiness Joint Task Force -Task Force können so optimiert werden.

Blick auf ein Tarnnetz unter einer Baumgruppe, das mehrere Fahrzeuge des Bataillons Elektronische Kampfführung 932 verdeckt.

Gut getarnt: Teile der EloKaElektronische Kampfführung Task Force.

Bundeswehr/EloKaBtl 932

An einem circa 50 Quadratmeter großen Geländesandkasten konnten die Soldatinnen und Soldaten die taktischen Grundlagen vertiefen, denen sie im digitalen Funkszenario begegnen. So trifft bei der EloKaElektronische Kampfführung die Tradition der Geländeausbildung auf die Zukunft eines digitalen Funkszenarios einer ganzen Division.

Dienstaufsichtsbesuch des Inspekteurs CIRCyber- und Informationsraum

Zwei Soldaten und ein militärischen Fahrzeug auf einem Truppenübungsplatz.

Der Inspekteur CIRCyber- und Informationsraum (li) inspiziert ein mobiles Gefechtsfahrzeug der EloKaElektronische Kampfführung.

Bundeswehr/EloKaBtl 932

Am Ende der ersten Übungswoche besuchte auch der Inspekteur CIRCyber- und Informationsraum, Vizeadmiral Dr. Thomas Daum, die EW TF auf dem Truppenübungsplatz in Bergen. Nach einer Einführung in die Übung durch den Task Force-Führer schaute er sich die Ausbildung vor Ort an. Der Inspekteur ließ sich von den Spezialistinnen und Spezialisten aus den EloKaElektronische Kampfführung-Bataillonen an den Geräten in ihre Arbeit einweisen und überzeugte sich vom Ausbildungserfolg der Übung. Ihn beeindruckte vor allem die Innovationskraft und das Engagement der Ausbilder und der auszubildenden Soldatinnen und Soldaten.

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Soldat mit Tarnschminke im Gesicht.

Auch die Soldaten tarnen sich: Zugführer des B-Zuges.

Bundeswehr/EloKaBtl 932
Blick auf einen Baum. Daneben ein als Busch verkleidetes Fahrzeug, von dem nur die Peilantenne zu sehen ist.

Gute Tarnung ist alles: Aufklärungsfahrzeug vom Typ Eule (EULe = elektronisches Unterstützungsgerät leicht), nur die Antenne ist zu sehen.

Bundeswehr/EloKaBtl 932
Zwei Soldaten vor einem Geländesandkasten auf einem Truppenübungsplatz.

Taktik trainieren im Geländesandkasten: Der Inspekteur CIRCyber- und Informationsraum (re) beim Dienstaufsichtsbesuch.

Bundeswehr/EloKaBtl 932

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von Martina Pump  E-Mail schreiben
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