Cyber- und Informationsraum
Propaganda Awareness

Desinformation vs. Irreführende Information – Ein schneller Überblick

Desinformation vs. Irreführende Information – Ein schneller Überblick

  • Innere Führung
  • Cyber- & Informationsraum
Datum:
Ort:
Bonn
Lesedauer:
3 MIN

Was ist wahr und was ist falsch? Immer schneller verbreiten sich Informationen in sozialen Medien oder Messengerdiensten. Dabei wird es zunehmend schwerer, deren Wahrheitsgehalt richtig einzuschätzen. Wie man Irreführende Information und Desinformation erkennt und worin sich diese unterscheiden, erklärt Major Langnau, Fachreferent für Propaganda Awareness, in einem kurzen Interview.

Eine Hand liegt auf der Maus, ein Blatt Papier vor der Tastatur.

Symbolbild: In der Schnelllebigkeit heutiger Medien gilt es genau zu prüfen, ob die Informationen wahr oder falsch sind

Bundeswehr/Stephan Ink

Herr Major, was versteht man unter Irreführenden Informationen?

Als Irreführende Information bezeichnen wir Inhalte, bei denen objektiv „wahre“ Sachverhalte durch falsche bzw. äußerst begrenzte Kontexte, starke Vereinfachung oder andere Bezüge verzerrt und anschließend verbreitet werden. Irreführende Information werden hauptsächlich in den sozialen Medien oder durch Messengerdienste verbreitet. Insbesondere deren Schnelllebigkeit eignet sich zur Verbreitung solcher Informationen, da sie häufig von den Nutzenden ungefiltert geteilt oder verbreitet werden.

Worin besteht der Unterschied zu Desinformationen?

Im Gegensatz zu Irreführender Information steht hinter Desinformationen die gezielte Absicht Mediennutzende mit unwahren Informationen zu täuschen und zu schädigen. Etwa durch die Verbreitung von Unwahrheiten in Form von frei erfundenen oder manipulierten Informationen. Das können gefälschte Fotos, Bildmontagen, Gerüchte und tendenziöse Behauptungen sein. Oft wird in diesem Zusammenhang auch die Begrifflichkeit der Deep Fakes genutzt. Das sind Medieninhalte (bspw. Fotos, Videos), die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz abgeändert oder verfälscht worden sind.

Was versteht man dann unter Desinformationskampagnen?

Die Verbreitung von Desinformationen kann über verschiedene Kanäle und Verbreitungswege geschehen. Dabei können unter anderem unterschiedliche Akteure genutzt oder unterschiedliche Botschaften platziert werden.
Werden solche Instrumente gezielt abgestimmt und auf Zielgruppen zugeschnitten, spricht man von Desinformationskampagnen. Sie zielen darauf ab zu polarisieren und öffentliche Debatten bewusst in extreme Richtungen zu lenken und somit letzten Endes die Gesellschaft zu spalten. Diese können von unterschiedlichen Personen und Institutionen lanciert werden und durch Bots und Trolle in nahezu beliebiger Menge verbreitet werden.

Doch wie erkenne ich nun Irreführende Information oder Desinformation und wie kann ich mich schützen, um nicht darauf hereinzufallen?

Durch die sozialen Medien und auch Messenger-Dienste verbreiten sich Gerüchte und Behauptungen oft rasend schnell und ungefiltert. Um in der Flut von Informationen den Überblick zu behalten, sollten Nutzerinnen und Nutzer in aller erste Linie eine kritische Einstellung entwickeln. Insbesondere hoch emotionale und sonstige, fragwürdige Inhalte sollten einer genaueren Prüfung unterzogen werden.

Mit wenigen Fragen, kann man oft schnell herausfinden, wie hoch der Wahrheitsgehalt einer Information ist:

Ist die Quelle seriös?

Oftmals hilft eine kurze Recherche zu Autorinnen oder Autoren, oder der Plattform, auf der die Information verbreitet wurde, um herauszufinden, wie zuverlässig eine Information eingeschätzt werden kann. Dazu gehört beispielsweise der Check des Impressums von Seiten, ein Überblick über Geldgeber und Finanzierungsmodelle der Medien oder ein genereller Überblick zur Berichterstattung meiner Quelle. Berichtet sie ausgewogen oder tendenziös?

Was schreiben andere Quellen?

Auch ein Blick auf weitere Quellen lohnt sich. Was sagen andere Medien zu dem Thema? Nutzerinnen und Nutzer sollten sich niemals nur auf eine Quelle verlassen, wenn es darum geht Informationen auf ihre Echtheit zu überprüfen. Auch die weiteren ausgewählten Quellen sollten einem kurzen Check unterzogen werden.

Stimmen die Fakten?

Gibt es echte Beweise oder basiert die Meldung auf Behauptungen und Gerüchten? Sind Zahlen und Fakten aus Studien und Statistiken richtig wiedergegeben? Wer hat die Studie erstellt? Wer finanziert? Wie glaubhaft ist das Bild- oder Videomaterial?

Wer sich diesen Fragen stellt und sich bewusst mit den Informationen auseinandersetzt, ist deutlich besser davor geschützt auf solche falschen Informationen – ob gezielt oder unabsichtlich verbreitet – hereinzufallen.

von Patrick Schüring  E-Mail schreiben

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