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Übung Freedom Shield

Der Zielbau für das NATO-Manöver in Litauen kommt aus Bergen

Brigade Litauen

Der Zielbau für das NATO-Manöver in Litauen kommt aus Bergen

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Jede militärische Gefechtsübung benötigt nicht nur Kampfmittel wie Schützenpanzer, Drohnen oder Hubschrauber, sondern auch Ziele, die die Effektivität und den Erfolg der Manöver belegen. Bei der Übung Freedom Shield 2026 unterstützt der bundeswehrzivile Zielbau die Gefechtsübung der Panzerbrigade 45 auf dem Truppenübungsplatz Pabradė in Litauen. 

Zwei Einzelschützen darstellende, mit gedeckten Farben bemalte Ziele im Unterholz eines Waldes

Gut getarnt und dennoch als Ziel erkennbar

Bundeswehr/Mario Bähr

Der erprobte Umgang mit Waffensystemen gehört zu den Fertigkeiten von Soldatinnen und Soldaten. Um sowohl die sichere Handhabung der Waffe als auch das Ergebnis von Übungsstrategien überprüfen zu können, braucht es einen eindeutigen Messfaktor: den Treffer im Ziel.

Die Zielbauer der Bundeswehr kümmern sich darum, die Ziele handwerklich herzustellen oder aufzubauen, und um deren Betrieb und ständige Wartung. Die Ziele sind mit Elektronik ausgestattet, Treffer werden sicht- und/oder hörbar gemacht. Die Elemente müssen robust, im Verlauf einer Übung mehrfach einsetzbar, tauglich für unterschiedlichste Beschussarten aus variablen Entfernungen und zudem witterungsbeständig sein.

Zielbauer sind für die Panzerbrigade 45 vor Ort 

Für den Höhepunkt der Übung Freedom Shield 2026 in Litauen hat das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Bergen Teile des Zielbaus auf dem Truppenübungsplatz Pabradė übernommen. Das Dienstleistungszentrum gehört zum zivilen Organisationsbereich IUD der Bundeswehr. Nicht nur Material und Spezialwerkzeug wurden dafür nach Litauen verschifft. Auch vier zivile Kollegen, deren Zuständigkeitsbereich originär auf dem Truppenübungsplatz Bergen liegt, sind vor Ort. 

Mehrere Männer entladen einen Anhänger an einem Waldrand, im Vordergrund ein Bagger

Materialanlieferung – Elektronik und Pyrotechnik inklusive

Bundeswehr/Mario Bähr

Für ihren Auftrag im Gelände benötigen sie schweres Gerät. Allein für die Größe der aufgebauten auf- und abklappbaren Flächen und das Gewicht von Material und Elektronik ist die Kompetenz von Michael S., Manuel H., David L. und Roman M. erforderlich. Die Fachleute werden von den Pionieren der übenden Soldaten vor Ort mit Maschinentechnik und Manpower unterstützt. Die Range Control begleitet die Arbeiten und überprüft die Lage der Ziele. Während des Schießens werden die Anlagen durch das Personal des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums betrieben, ausgelöst, gewartet und neu bestückt.

Dynamik für die Übung

Rund 25 Zieldarstellungen gepanzerter Fahrzeuge und 30 Zieldarstellungen von Einzelschützen oder Schützengruppen sind vonseiten des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums für Freedom Shield auf dem Gelände Pabradė aufgebaut. Die Anlagen zeigen durch Auf- und Abklappen ein dynamisches gegnerisches Bild für den scharfen Schuss. Dazu kommen Trefferanzeigen, beispielsweise mittels Pyrotechnik, um der Übungstruppe etwa durch Rauch, Schall oder Blitz den Treffererfolg anzuzeigen. Auf Anweisung der Übungsleitung per Funk werden Ziele gezeigt oder verborgen, was zum realistischen Übungsgeschehen beiträgt.

Ein eine Schützengruppe darstellendes, mit gedeckten Farben bemaltes Ziel auf planiertem Waldboden, im Hintergrund Bäume

Platz schaffen für die Schützengruppe

Bundeswehr/Mario Bähr

Die Übung Freedom Shield zeigt, wie eng die Aufgaben des zivilen Organisationsbereichs IUD und die der Truppe ineinandergreifen. Gemeinsam wird so gewährleistet, dass die Soldatinnen und Soldaten – im In- wie im Ausland – in Übung gehalten werden.

von Gabriele Drebenstedt  E-Mail schreiben

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