Sanitätsdienst

Auszeichnung für wissenschaftliche Expertise

Auszeichnung für wissenschaftliche Expertise

  • Forschung
  • Sanitätsdienst
Datum:
Ort:
München
Lesedauer:
2 MIN

Seit über 30 Jahren ist Oberstarzt Prof. Dr. Horst Thiermann Angehöriger des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr und forscht auf dem Gebiet des medizinischen C-Schutzes. Für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen erhielt der Mediziner nun den GT-Toxicology Preis.

Ein Mann im weißen Kittel steht im Labor

Oberstarzt Prof. Dr. Horst Thiermann: Ein Leben für die Forschung

Bundeswehr/Simon Höpfl

Mit der Verleihung des Preises würdigt die deutsche Gesellschaft für Toxikologie (GT) die Forschungsergebnisse von Oberstarzt Prof. Dr. Thiermann auf dem Fachgebiet der Toxikologie. Dieses Fachgebiet untersucht die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von chemischen Substanzen auf den Organismus.

Der Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie sowie klinische Pharmakologie gilt als einer der führenden Experten seines Fachgebiets und ist sowohl national als auch international in führenden Gremien vertreten. Den Toxikologen hat es im Laufe der Zeit bei seinen Forschungsarbeiten in viele Länder der Welt verschlagen, in denen er seine wissenschaftliche Expertise in besonderer Art vertiefen und erweitern konnte. Beispiele hierfür sind die Medizinische C-Schutz-Ausbildung der Marine im Rahmen des Einsatzes im 2. Golfkrieg, die Beratung zur Behandlung von Vergiftungen durch Insektizide in Südostasien oder die Untersuchungen von Hautkampfstoffvergifteten in Teheran.  

Teil eines herausragenden Teams

Am Institut ist Oberstarzt Prof. Dr. Thiermann ein echtes Urgestein: 1989 wurde er in die Münchener Forschungseinrichtung versetzt, der er seitdem treu geblieben ist und mittlerweile als Leiter vorsteht. „Für mich ist das eine Anerkennung der Arbeit eines Teams, das über viele Jahre einem umschriebenen aber zugleich auch höchst komplexen Gebiet sehr gut und offensichtlich auch sehr erfolgreich zusammengearbeitet hat.“, betonte der Institutsleiter und würdigte die Arbeit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Forschung auf höchstem Niveau

Im internationalen Vergleich behauptet die Laboreinrichtung durch die vorhandene Expertise seit vielen Jahren einen internationalen Spitzenplatz. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten des Instituts fließen heute in viele Lehr- und Forschungsbereiche der Pharmakologie und Toxikologie, aber auch in gesellschaftspolitische Entscheidungen ein. Durch die analytischen Fähigkeiten konnte beispielsweise im Jahr 2013 der Nachweis des Einsatzes von Sarin und S-Lost in Syrien erbracht oder in der jüngsten Vergangenheit die Nowitschok-Vergiftung eines russischen Oppositionspolitikers verifiziert werden.  

von Simon  Höpfl

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