Sanitätsdienst

Blutspenden in Zeiten von Corona

Blutspenden in Zeiten von Corona

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Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN

Auch in Zeiten einer Pandemie müssen verletzte und erkrankte Menschen versorgt werden. Dafür werden in vielen Fällen Blutkonserven benötigt. Spender oder Empfänger von Blut müssen aber keine Angst vor einer Infizierung mit SARSSchweres Akutes Respiratorisches Syndrom-CoV-2 haben. Dafür sorgen zuverlässige Hygienekonzepte. Das weiß auch der Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr.

Ein Mann liegt auf einer Liege, spendet Blut und lächelt in die Kamera.

Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner weiß, dass seine Blutspende Leben retten kann.

Bundeswehr/Patrick Grüterich

Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner spendet regelmäßig, wenn es seine Zeit hergibt und ein freier Termin beim Blutspendedienst der Bundeswehr zur Verfügung steht. Auch während der Corona-Pandemie. Grundsätzlich ist das Thema Blutspende ein sehr wichtiges Thema, denn Blutprodukte retten Leben. Gerade in den Auslandseinsätzen und in den Bundeswehrkrankenhäusern werden täglich Blutkonserven benötigt. Auch in Zeiten der Corona-Pandemie ändert sich daran nichts, deshalb möchte Dr. Baumgärtner die Menschen zur Blutspende ermutigen.

Ein Mann mit grauen kurzen Haaren, Brille und hellgrauem Vollbart
Generaloberstabsarzt Dr.Ulrich Baumgärtner, Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr
„Es ist nicht gefährlich, tut nicht weh und man kann Gutes tun, sowohl für die Kameradinnen und Kameraden, als auch für die Gesellschaft.“

Engpässe bei der Blutversorgung

Immer wieder kommt es bei der Versorgung mit Blutkonserven zu Engpässen. Das war auch zu Beginn der Pandemie der Fall. Damals wurde durch den Blutspendedienst der Bundeswehr in Koblenz ein großer Aufruf gestartet. Seither kann sich dieser nicht mehr über mangelnde Spendebereitschaft beklagen. Auf die Frage, ob die Menschen Angst hätten zu spenden, erklärt die Klinische Direktorin der Abteilung für Transfusionsmedizin und Hämotherapie im BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz, Oberstarzt Marlies Brillat: „Im Gegenteil! Bei der Bundeswehr wird sogar eher mehr gespendet.“ Viele Kameradinnen und Kameraden würden sich zur Blutspende anmelden.

Hygienekonzept beim Blutspendedienst der Bundeswehr

Eine Frau in Uniform lächelt in die Kamera.

Oberstarzt Marlies Brillat ist die Klinische Direktorin der Abteilung für Transfusionsmedizin und Hämotherapie im BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz.

Bundeswehr/Patrick Grüterich

Am Ablauf der Blutspende hätte sich durch die Pandemie nichts geändert, erklärt Marlies Brillat. Lediglich die, sowieso schon hohen Hygienestandards wurden noch erweitert und ein Einbahnstraßensystem im Gebäude eingeführt. Immer wieder wird gelüftet und man durchläuft vor der Spende mehrere Stationen die räumlich voneinander getrennt sind. So kann der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern zwischen den anwesenden Personen eingehalten werden. Dafür musste der Personalansatz des Blutspendedienstes drastisch heruntergeschraubt werden. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung befinden sich deshalb nicht vor Ort, sondern im Bereitschaftsdienst. Darüber hinaus kann nur noch Blut gespendet werden nachdem vorher telefonisch ein Termin vereinbart wurde. Dadurch können sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Gebäude aufhalten. Jeden Montag kann man in der Rhein-Kaserne in Koblenz Blut spenden. Dienstags und mittwochs fährt der Blutspendetrupp zu den Dienststellen im weiteren Umkreis um auch hier von den Spenderinnen und Spendern die lebenswichtige Spende anzunehmen. Weitere Informationen zur Blutspende in der Bundeswehr und die Erreichbarkeit um einen Termin für die Spende zu vereinbaren, finden Sie hier.

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von Larissa Rodemers

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