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Multinationale Übung Resilient Medical Interface beendet

Multinationale Übung Resilient Medical Interface beendet

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  • Multinational Medical Coordination Centre
Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN

Das Multinational Medical Coordination Centre/ European Medical Command (MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command) hat seine Einsatzfähigkeit mit der Übung „Resilient Medical Interface (REMI’21)“ erfolgreich präsentiert.

Eine ungarische Soldatin und ein Belgischer Soldat besprechen ein Manuskript

Die Vorbereitung eines Wargamings dauert Monate. Für verschiedene Handlungsmöglichkeiten müssen Aufgaben und Lösungsansätze entwickelt werden. Sie müssen so flexibel sein, dass sie auf das jeweilige Leistungsniveau angepasst werden können.

Bundeswehr/Markus Dittrich

Das MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command hat nachgewiesen, dass es seine Mitgliedsnationen sowie NATO und EU gleichermaßen durch die Koordinierungsleistungen im multinationalen Umfeld unterstützen und somit entlasten kann. Oberst (NLD) Jürgen Muntenaar, stellvertretender Direktor des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command für NATO Angelegenheiten stellt fest: „Bei der Unterstützung und Koordination arbeiten wir nicht nur mit den einzelnen Nationen, sondern auch mit militärischen und zivilen Dienststellen von EU und NATO zusammen.“

Vermittler für Experten und Dienstleister

Während REMI‘21 wurden an verschiedenen Orten des europäischen Kontinents zusammen mit den jeweiligen Nationen mögliche sanitätsdienstliche Krisen oder Schadensereignisse, die teilweise supranationale medizinische bzw. sanitätsdienstliche Gefährdungen verursachen können, simuliert. Beispiele für solche Krisen sind Unfälle mit erhöhten Verwundetenzahlen oder Ausbrüche von übertragbaren Krankheitserregern.

„Wir versuchen dabei, mit Hilfe unseres Expertennetzwerkes, den betroffenen Nationen entsprechende Stakeholder oder Leistungserbringer zu vermitteln“, so der stellvertretende Direktor des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command für EU Angelegenheiten, Oberst (FRA) Thierry Lanteri.

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Das Multinational Medical Coordination Centre/ European Medical Command hat seine Einsatzfähigkeit mit der Übung „REMI 21“ präsentiert

Multinationales Evaluierungsteam ist einsatzbereit

An den vier Tagen während der hybrid durchgeführten Übung wurden die verschiedenen Prozesse der sanitätsdienstlichen Krisenreaktionen mit den teilnehmenden Nationen und den zuständigen EU/NATO Einrichtungen durchgespielt. Dabei mussten Aufgaben, wie in der Realität auch, einzeln, miteinander verknüpft oder aufbauend abgearbeitet werden. Dadurch wurden die verschiedenen Koordinierungs- und Unterstützungsfähigkeiten des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command, mit Schwerpunkt des Situation Centre, beleuchtet.

Eine Person sitzt am Bürotisch und beobachtet zwei Monitore

Im Simulationsraum werden die Antworten für die verschiedenen Aufgaben vorbereitet und zur richtigen Zeit eingespielt, um die Trainingsteilnehmer im Lagezentrum realitätsnah zu beüben.

Bundeswehr/Anna Derr

Als Instrument zur strukturierten Bearbeitung bedient sich das MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command eines Lagezentrums, dem „Situation Centre“. Oberstleutnant Alexander J., Chef des Lagezentrums, verrät „Erfordert die Komplexität einer Aufgabe die Einbindung mehrere Abteilungen des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command oder ist die Erfüllung des Auftrages sehr zeitkritisch, wird das SitCen aktiviert.“ Dort werden die benötigten Informationen gesammelt, bewertet und die erforderlichen Koordinierungsmaßnahmen eingeleitet. Mit Bündelung aller Fähigkeiten des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command und der Einbindung seines Expertennetzwerkes soll so schnell auf Bedürfnisse einzelner Mitgliedsnationen oder von NATO und EU Einrichtungen reagiert werden.

Integraler Bestandteil

Die aus Großbritannien, Belgien, Frankreich und Deutschland angereisten Reservistinnen und Reservisten wurden voll in den Übungsablauf, die Übungsstrukturen und das Team integriert. Dadurch konnten sie einen umfassenden Einblick in die Planungs- und Koordinationsabläufe in Krisenszenarien mit grenzüberschreitenden Gefahren gewinnen. Mit nahezu einem 20 Prozent-Anteil am Gesamtübungspersonal wurde einmal mehr deutlich, wie groß der Stellenwert der Reservistinnen und Reservisten auch auf internationaler Ebene ist. „Dass wir nicht nur mit aktiven Soldatinnen und Soldaten multinational zusammenarbeiten, sondern auch internationale Reservistinnen und Reservisten aus unterschiedlichen Bereichen in so kurzer Zeit in unser Team integrieren können, spricht für unsere Standard Operating Instructions (SOIs), das Engagement unserer Reservistinnen und Reservisten und unserer gemeinsamen Flexibilität“, zeigte sich der Direktor des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command, Generalarzt Dr. Stefan Kowitz, stolz über das Interesse und die sehr gute Zusammenarbeit.

Neben den Abschlussarbeiten für die Übung, die als wichtiger Meilenstein für die volle Einsatzbereitschaft des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command gilt, laufen im Hintergrund bereits die Planungen für das nächste Wargaming im April 22.

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Ein französischer Soldat spricht. Im Hintergrund sitzen Soldaten an Computern und arbeiten

Der stellvertretende Direktor für EU Angelegenheiten des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command, Oberst Thierry Lanteri, spricht über die Wichtigkeit der Übung und die Grundlagen für die zukünftige Zusammenarbeit mit den notwendigen Dienstleisten und Nationen.

Bundeswehr/Markus Dittrich
Ein deutscher Soldat spricht in ein Mikrofon, während er gefilmt wird. Im Hintergrund sind Flaggen zu sehen.

Eine der Kernaufgaben des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command sind Vermittlung und Koordination von Unterstützungsleistungen für einzelne Nationen oder Institutionen, wie NATO und EU. Je nach Schweregrat der Aufgabe wird das Lagezentrum, das sogenannte SITCEN aktiviert.

Bundeswehr/Markus Dittrich
Eine ungarische Soldatin, ein belgischer und ein deutscher Soldat diskutieren ein Manuskript

Gemeinsam sind die aufeinander abgestimmten Einzelaufgaben in der laufenden Übung den aktuellen Gegebenheiten und dem Fortschritt der Trainingsteilnehmer anzupassen.

Bundeswehr/Markus Dittrich
Zwei deutsche und ein belgischer Soldat unterhalten sich

Generalstabsarzt Dr. Norbert Weller und Generalarzt Dr. Stefan Kowitz im Gespräch mit dem belgischen Präsidenten des internationalen Reservistenverbandes CIOMRConfédération Interalliée des Officiers Médicaux de Réserve, LtCol Bynens.

Bundeswehr/Markus Dittrich
Eine Frau in Uniform schreibt an eine weiße Tafel

Bei den komplexen und teilweise parallel laufenden Einzelaufgaben, gilt es den Überblick zu behalten. Wichtige Informationen müssen daher für alle Einspieler gut sichtbar dargestellt werden.

Bundeswehr/Markus Dittrich

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von Rico Maderthoner

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