Sanitätsdienst

Neue Initiative zur Entwicklung der georgischen militärisch-medizinischen Fähigkeiten

Neue Initiative zur Entwicklung der georgischen militärisch-medizinischen Fähigkeiten

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Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN

Im Rahmen des erneuerten Substantiellen NATO-Georgien-Pakets (Refreshed SNGP) besuchte die Delegation des Multinational Medical Coordination Centre/European Medical Command (MMCCMultinational Medical Coordination Centre /EMCEuropean Medical Command), unter der Leitung von Generalarzt Dr. Stefan Kowitz, Georgien.

Eine Gruppe multinationaler Soldaten sitzen an einem großen Tisch

Generalarzt Dr. Stefan Kowitz und sein Team wurden von der ersten stellvertretenden Verteidigungsministerin Georgiens, Lela Chikovani, in Empfang genommen

Bundeswehr/Rico Maderthoner

Ziel ist der Start einer neuen Initiative. Hierfür nahm die erste stellvertretende Verteidigungsministerin Georgiens, Lela Chikovani, und der stellvertretende Chef der georgischen Verteidigungskräfte, Brigadegeneral Irakli Chichinadze, die die Umsetzung der Initiativen des SNGP koordinieren, die Koblenzer Delegation in Empfang.

Unterstützung für Anpassung an NATO Standards

Während der Treffen bewerteten beide Seiten die militär-medizinischen Fähigkeiten der georgischen Verteidigungskräfte und skizzierten erste Schritte für zukünftige Pläne und deren Entwicklung. Im Rahmen des Refreshed SNGP wird das MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command die NATO-Initiative für den Aufbau und die Entwicklung von Georgiens militärisch medizinischen Kapazitäten (Military Medical Capacity Development Initiative) unterstützen.

Mehr als nur ein Zelt

Internationale Soldaten stehen vor einem großen Militärzelt. Zwei von Ihnen schauen hinein.

Die verantwortlichen Projektkoordinatoren Georgiens verschaffen den Vertretern des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command einen Einblick in die militär-medizinischen Abläufe und präsentieren das benutzte Gerät

Bundeswehr/Rico Maderthoner

 „Es geht nicht allein um die Beschaffung von Sanitätsmaterial wie Beatmungsgeräten oder Operationstischen. Die angestrebten sanitätsdienstlichen Fähigkeiten werden aus dem Zusammenspiel zwischen ausgebildetem Personal und Material geschaffen. Die Entwicklung einer neuen sanitätsdienstlichen Fähigkeit erfordert Geduld und im Besonderen das Engagement und die Übernahme der Verantwortung für die jeweiligen Entwicklungsschritte durch die georgischen Stellen,“ so umrahmte der Leiter des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command, Generalarzt Dr. Stefan Kowitz, die neue, interessante Herausforderung für die Koblenzer Dienststelle. Während des Besuchs in Georgien konnte sich die Delegation mit den sanitätsdienstlichen Einrichtungen vertraut machen und sich mit dem verantwortlichen militär-medizinischen Personal austauschen.

Gemeinsames Verständnis als bewährte Grundlage für Missionen

Ziel des Austausches war ein gemeinsames Verständnis der NATO-Standards als Grundlage für die gemeinsame Entwicklung eines Projektplanes, zusammen mit der georgischen Delegation. Für Hauptfeldwebel Jan M., Mitarbeiter der Abteilung Medizinische Logistik und Experte für medizinisches Material, sind „Interoperabilität und gemeinsame medizinische Standards immens wichtig. Sie haben sich in der Vergangenheit bewährt.“ Als Nachweis gab er in diesem Zusammenhang die Missionen im Rahmen der NATO an.

Zwischenziele als Garant

Während des Besuches konnten darüber hinaus gemeinsam einzelne Etappen und Zwischenziele identifiziert werden. Der effiziente Aufbau der Fähigkeiten und eine von georgischer Seite begrüßte, zielgerichtete Unterstützung durch das MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command soll so garantiert werden und die Initiative vorantreiben.

Die Military Medical Capacity Development Initiative ist Teil der Erweiterung des bereits bestehenden NATO-Programms zur Entwicklung und Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten Georgiens (Substantial NATO-Georgia Package, SNGP). Es soll die Verteidigungs- und Sicherheitsfähigkeiten Georgiens weiter verbessern, die Widerstandsfähigkeit stärken und die Interoperabilität mit der NATO verbessern.

von Rico Maderthoner

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