Sanitätsdienst

Erster Schritt zur digitalen Gesundheitsakte

Erster Schritt zur digitalen Gesundheitsakte

  • Digitalisierung
  • Sanitätsdienst
Datum:
Ort:
Köln-Wahn
Lesedauer:
2 MIN

Mit dem Startschuss der ersten Testphase einer neuen IT-Unterstützung wird das Ziel der digitalen Gesundheitsakte immer greifbarer. Die IT-Unterstützung für Regionale Sanitätseinrichtungen wurde im November und Dezember 2020 erfolgreich im Sanitätsversorgungszentrum und Facharztzentrum Köln-Wahn getestet.

Das Gebäude des Sanitätsversorgungszentrums in Köln-Wahn.

Im Sanitätsversorgungszentrum und Facharztzentrum in Köln-Wahn lief die erste Testphase für die technische Umsetzung auf dem Weg zur elektronischen Gesundheitsakte

Bundeswehr

Nach monatelanger Vorbereitung und erhöhten Herausforderungen für das Projektteam liefen die ersten Wochen mit dem neuen System erfolgreich.  Die häufigsten Vorgänge in einem Sanitätsversorgungszentrum (SanVersZ) sind bereits digital in das System eingepflegt. So gibt es beispielsweise einen elektronischen Terminkalender oder die Einlegekarte für die Gesundheitsakte. Diese unterstützt die Truppenärztin oder den Truppenarzt bei der Dokumentation von Anamnese und Untersuchungsergebnissen.

Das Erstellen und Ausdrucken von Rezepten ist mit Unterstützung durch eine Arzneimitteldatenbank möglich. Überweisungen innerhalb der Bundeswehr, wie auch externe Überweisungen und Kostenübernahmeerklärungen werden elektronisch erstellt und können direkt am Arbeitsplatz des Truppenarztes ausgedruckt werden. Auch der Brillenbestellschein, der Bestellschein für orthopädische Hilfsmittel und die Heilmittelverordnung können digital erstellt und ausgedruckt werden.

Software stellt Grundbefähigung dar

Ein Laptop auf dem ganze viele kleine Nullen und Einsen zusehen sind. Diese sind als Eisernes Kreuz angeordnet.

Die Testphase mit der neuen IT-Unterstützung lief reibungslos

Bundeswehr/Hebbel/Twardy/Alpers/Bienert

Zu den Vorbereitungen gehörte die Lieferung und Installation von Arbeitsplatzdruckern, sowie die Schulung des Personals in der Handhabung der Software. Nach der Behebung einiger „Kinderkrankheiten“ des neuen Systems wurde die IT-Unterstützung für Regionale Sanitätseinrichtungen (IT-U RegSanEinr) zunächst im truppenärztlichen Bereich des SanVersZ Köln-Wahn begonnen und später auf die Zahnarztgruppe und das Facharztzentrum ausgeweitet. Noch können nicht alle Vorgänge eines SanVersZ, beispielsweise der Heilfürsorge oder der Begutachtung, digital abgebildet werden. Deshalb darf man diese Grundbefähigung lediglich als einen ersten Schritt zu einer elektronischen Gesundheitsakte werten.

Qualitative und quantitative Auswertungen

Das erste Feedback und die Erfahrungen des Personals sind laut Oberfeldarzt Daniel Szameitat überwältigend gut. „Auch, wenn das Personal im Vorfeld gut geschult wurde, hatte ich nicht erwartet, dass die erste Testphase derart reibungslos über die Bühne geht.“ Für den Projektbeauftragten IT-U RegSanEinr des Sanitätsunterstützungszentrums Köln-Wahn liegt das auch an der zukunftsweisenden Art zu arbeiten. Das motiviert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sie vermissen die IT-Unterstützung, wenn diese gerade mal nicht läuft.

Auch anfängliche Bedenken konnten ausgeräumt werden. Die digitale Vernetzung lässt nun in Echtzeit die aktuelle Auslastung der verschiedenen Bereiche eines SanVersZ zu. So ließe sich das Aufkommen der Patientinnen und Patienten besser steuern. Ein Gewinn für beide Seiten, denn so würden auch die lästigen Wartezeiten reduziert.

von Daniel Szameitat, PIZ Sanitätsdienst 

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