Sanitätsdienst
Übungsevaluation

Gemeinsam besser werden

Gemeinsam besser werden

Datum:
Ort:
Gardelegen
Lesedauer:
0 MIN

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Konzentriert beobachtet Hauptmann Angela K. die Befehlsausgabe der MedEvacMedical Evacuation-Kompanie auf der Übung Wettiner Schwert. Sie macht sich Notizen, schaut manchmal kritisch oder nickt. Die Chefin der 7. Kompanie des Sanitätsregiments 1 aus Berlin ist als Evaluatorin bei der Übung dabei. Sie begleitet die Übungstruppe und identifiziert Möglichkeiten, besser zu werden.

3 Fragen an Hauptmann Angela K.

Eine Soldatin mit Barett steht vor einem LKW mit Rotkreuz Symbol
Bundeswehr/Timo Nobis

Wie bereitet man sich auf die Rolle als Evaluatorin vor?

Eine Soldatin mit Barett steht vor einem LKW mit Rotkreuz Symbol

Zum einen bin ich selbst Kompaniechefin einer Patiententransportkompanie der schnellen NATONorth Atlantic Treaty Organization-Eingreifkräfte und habe im letzten Jahr eine ähnliche Übung mit meinen Soldatinnen und Soldaten absolvieren können. Ich habe also selbst umfangreiche Erfahrungen in diesem Bereich sammeln dürfen. Zum anderen habe ich mir die Konzepte und Verfahren der Kompanie und die sogenannten Standard Operating Procedures oder kurz SOPs für einen NATONorth Atlantic Treaty Organization-Einsatz angesehen. Diese kann ich dann im Detail mit dem realen Übungsgeschehen abgleichen - was funktioniert gut, wo können wir etwas besser machen

Wie genau sieht Ihre Arbeit vor Ort aus?

Eine Soldatin mit Barett steht vor einem LKW mit Rotkreuz Symbol

Ich evaluiere die Arbeit des eingesetzten Kompaniechefs – und zwar auf Augenhöhe. Ich beobachte, was der Kompaniechef macht, wie er beispielsweise eine Befehlsausgabe durchführt, und gebe ihm dann ein Feedback. Dabei geht es weniger darum, ihm zu sagen, was er aus meiner Sicht falsch gemacht hat. Sondern ich frage auch viel, um zu verstehen, warum er bestimmte Entscheidungen getroffen hat. Und dann sprechen wir gemeinsam darüber. Der Blick von außen hilft auch, um Kleinigkeiten zu entdecken, die der Kompaniechef in der Übung gar nicht wahrnimmt, an denen man dann aber feilen kann.

Zum Beispiel?

Eine Soldatin mit Barett steht vor einem LKW mit Rotkreuz Symbol

Nehmen wir beispielsweise eine Befehlsausgabe. Dort gibt es eine festgelegte Reihenfolge, wie die Informationen weitergegeben werden. Das kann ich dann mit der realen Befehlsausgabe durch den Kompaniechef während der Übung abgleichen und sagen: Da könntest du noch das eine oder andere ergänzen, was für deine Männer und Frauen wichtig sein könnte. Oder die Information ist jetzt nicht so relevant. Oftmals ist es auch einfach der Blick von außen, der auf Kleinigkeiten aufmerksam machen kann. Und meine Eindrücke können wir dann diskutieren und so lernen wir auch beide davon.

von Claas Gärtner

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