Sanitätsdienst
Zivil-militärische Forschung

Gemeinsam gegen die Pneumonie – Neues Forschungslabor eröffnet

Gemeinsam gegen die Pneumonie – Neues Forschungslabor eröffnet

Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
1 MIN

Die noch immer laufende Pandemie hat eindrucksvoll gezeigt, dass gerade die während der Beatmung durch multiresistente Erreger verursachte Lungenentzündung, eine zunehmende Bedrohung darstellt. Um dem entgegen wirken zu können, haben die Berliner Charité und das Bundeswehrkrankenhaus Berlin am 29. November das neue NoVaP-Forschungslabor eröffnet.

Zwei Soldaten und ein Zivilist hören einer Zivilistin zu.

Der Kommandeur Gesundheitseinrichtungen, Generalstabsarzt Dr. Stephan Schoeps (links) informiert sich bei Professor Dr. Martin Witzenrath von der Charité (Mitte) und Oberstabsarzt Dr. Christian Zobel (rechts) über das Forschungsvorhaben

Bundeswehr/Thilo Pulpanek

NoVaP steht für „Nosocomial Ventilator associated Pneumomia“, also für die im Zusammenhang mit der Beatmung auftretende Lungenentzündung. Die Bedrohung durch multiresistente Erreger im Allgemeinen und die Erkrankung der Lunge durch diese Keime im Speziellen, hat zuletzt durch die SARSSchweres Akutes Respiratorisches Syndrom-CoV-II Pandemie, die Flüchtlingskrise und den Ukraine-Konflikt erheblich an Bedeutung gewonnen. Diese Problematik wird die Gesundheitssysteme europa- und weltweit absehbar vor kaum lösbare Herausforderungen stellen. Mit dem neu gegründeten NoVaP-Forschungslabor in Berlin haben die Charité und das Bundeswehrkrankenhaus Berlin dieser Bedrohung den Kampf angesagt.

Zwei Soldaten und ein Zivilist hören einer Frau zu, die etwas erklärt.
Professor Dr. Martin Witzenrath, Direktor der Klinik für Pneumologie und Intensivmedizin an der Charité Bundeswehr/Thilo Pulpanek
„Die Bundeswehr bringt einfach unheimlich viel Drive und Motivation mit.“

Neue Lungenmodelle

Die Kliniken für Pneumologie und für Infektiologie der Charité und die Klinik für Innere Medizin und die Abteilung für Mikrobiologie des Bundeswehrkrankenhauses haben dazu das Forschungsvorhaben „Die infizierte Lunge in 2D3D“ gestartet. Dieses wird sich dem medizinisch immer relevanteren Thema der durch multiresistente Bakterien ausgelösten Lungenentzündung widmen. Zugleich wird diese Kooperation Voraussetzungen zur schnellen Erforschung zukünftig neu auftretender Krankheiten der Lunge schaffen. Herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité und des Bundeswehrkrankenhauses Berlin werden sich dazu dieses Themas annehmen.

Ein Soldat im Portrait
Oberstarzt Dr. Ralf Hartmann, Kommandeur und Ärztlicher Direktor des Bundeswehrkrankenhauses Berlin Bundeswehr/Thilo Pulpanek
„Das NoVaP-Forschungslabor ist ein ganz besonderes Projekt, weil es vom Labor, über den Patienten bis zum gesamtgesellschaftlichen Nutzen ganz viele Möglichkeiten bietet.“

Herausragende Bedeutung

Ein Soldat und eine Zivilistin stehen auf einer Bühne nebeneinander.

Oberstabsarzt Dr. Christian Zobel (links) ist der Wissenschaftliche Leiter des neuen Forschungslabors

Bundeswehr/Thilo Pulpanek

Die Klinik für Pneumologie und Infektiologie der Charité und die Infektiologie des Bundeswehrkrankenhauses im Herzen Berlins bauen damit die bereits seit langer Zeit bestehende zivil-militärische Kooperation weiter aus. Fähigkeiten und Wissen können so in einem Umfeld immer knapper werdender Ressourcen gemeinsam besser genutzt werden. „Der Vorteil des Bundeswehrkrankenhauses Berlin ist, dass Diagnostik auf höchstem Niveau, Forschung, Medikamentenherstellung und die modernste Infektionsstation der Bundeswehr an einem Standort vereint sind“, weiß Oberstabsarzt Dr. Christian M. Zobel, Wissenschaftlicher Leiter des NoVaP-Labors zu berichten.

von Presse- und Informationszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr 

Weitere Informationen

  • Vierstöckiges weißes Gebäude, mt einer Auffahrt in der Mitte

    Bundeswehrkrankenhaus Berlin

    Das Bundeswehrkrankenhaus Berlin verfügt über 15 medizinische Fachabteilungen und bietet eine medizinische Versorgung der Spitzenklasse.

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