Sanitätsdienst

Modulares System für schnelle und flexible Reaktion auf Pandemien und Epidemien

Modulares System für schnelle und flexible Reaktion auf Pandemien und Epidemien

  • Multinationalität
  • Multinational Medical Coordination Centre
Datum:
Ort:
Koblenz

Das „Military Modular Multipurpose Epidemic/Pandemic Stockpiling“ (M3-EPS) ist ein innovatives, modulares Konzept zur Bevorratung und Bewirtschaftung von Sanitätsmaterial. Das M3-EPS wurde in Kooperation der EU und NATO zur Unterstützung von militärischen Sanitätseinrichtungen in Einsatzgebieten und von zivilen Krankenhäusern entwickelt.

Das aus sieben Modulen bestehende System M3-EPS zur Bevorratung und Bewirtschaftung von Sanitätsmaterial ist Bestandteil des „Stockpiling“- Konzepts.

Kalkulator als Kernelement

Die sieben Module des M3-EPS in Rauten. Darüber die Raute mit der Ausschrift sieben Hauptmodule

Das Military Modular Multipurpose Epidemic/Pandemic Stockpiling (M3-EPS) umfasst insgesamt sieben Module

Bundeswehr

Das M3-EPS umfasst insgesamt sieben Module, welche in Teilen unabhängig voneinander, teils nur in gemeinsamer Verwendung genutzt werden müssen.

Ein Kalkulator ist ein wesentlicher Bestandteil des „Stockpiling“- Konzepts, der anhand eines Berechnungsverfahrens, sehr effektiv und schnell die benötigten „Materialmengen“ berechnen kann.

Nicht nur das benötigte Modul, die Patientenanzahl und Dauer der Behandlung können ausgewählt werden, aus welchen ein Kalkulator exakt die konkreten Bestellmengen errechnet. Sondern ebenso das Abschätzen der benötigten qualifizierten Lagerfläche für eine Vorratshaltung für weitere Wellen von COVID-19Coronavirus Disease 2019 oder auch anderen Epidemien oder Pandemien ist ebenfalls möglich. Dies ermöglicht eine Abschätzung für langfristige Lagerkonzepte.

Das Konzept wurde bereits mit NATO und EU sowie vielen Mitgliedsnationen geteilt. Erste Beschaffungen für unter anderem den NATO Operationsplan „Allied Hand“ oder die „European Battlegroup“ sind bereits anhand dieses Konzeptes realisiert worden.

Das „M3-EPS“ ist neben der Übung „Resilient Response 2020“ das zweite konkrete, erfolgreich ins Leben gerufene Projekt.

Eindrücke vom M3-EPS

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Zwei Pflegekräfte in Schutzkleidung behandeln einen intensivmedizinisch zu betreuenden Patienten.

Im Modul Alpha können weitere hochinfektiöse Intensivpatienten unter Pandemiebedingungen behandelt werden

Bundeswehr/Alexander Markus
Zwei Pflegende unter Schutzkleidung behandeln einen intensivmedizinisch betreuten Patienten

Die Pflegenden unterliegen auf einer Intensivstation mit infektiösen Patientinnen und Patienten erheblichen Belastungen, da die Ansteckungsgefahr hoch ist und die isolierten Erkrankten besonderer Aufmerksamkeit bedürfen.

Bundeswehr/Alexander Markus
Ein unter Schutzkleidung befindlicher Mann kontrolliert eine Spritzenpumpe

Neben Medizingeräten und -produkten und persönlicher Schutzausstattung befinden sich in diesem Modul auch unverzichtbare Arzneimittel, z.B. Schmerzmittel oder Infusionen, zur Behandlung von intensivpflichtigen Menschen.

Bundeswehr/Alexander Markus
Ein Mann unter Vollschutz hält eine Sanduhr in der Hand mit der er den Puls des im Bett liegenden Patienten misst.

Das Pflege- und Quarantänemodul ist auf mittelschwere pandemiebedingte Krankheitsfälle ausgelegt. Es umfasst die wichtigsten Artikel einer behelfsmäßigen Pflegestation im Notbetrieb, welche in eine bestehende Infrastruktur eingebracht werden muss.

Bundeswehr/Alexander Markus
Ein Mann unter Vollschutz steht vor zwei Patientenbetten und wirft etwas in einem medizinischen Abfalleimer

Das Modul Charlie des M3-EPS beinhaltet eine sachgerechte Entsorgung von kontaminiertem Material

Bundeswehr/Alexander Markus
Eine Frau in Schutzbekleidung führt eine Laboruntersuchung hinter einer Schutzscheibe durch

Im Diagnostik-Modul werden die aktuellsten Methoden zur Diagnostik von Infektionserregern vorgehalten und mittels hochsensitiver Methoden und Verfahren unter Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen mit höchster Präzision durchgeführt.

Bundeswehr/Alexander Markus
Eine Frau in Schutzbekleidung bedient ein Gerät zur Laboruntersuchung

Neben der mikroskopischen Diagnostik können aber auch Schnelltests sowie serologische und molekularbiologische Methoden zum Einsatz kommen.

Bundeswehr/Alexander Markus
Eine Frau mit einem Headset sitzt an einem Mikroskop und schaut auf den daneben stehenden Laptop.

Mittels Telemedizin erfolgt die fachliche Betreuung der Einsatzlabore nach einem ausgeklügelten System. So kann Expertise dort zur Verfügung gestellt werden, wo sie benötigt wird und ohne dass die Experten zwingend vor Ort sein müssen.

Bundeswehr/Alexander Markus
Ein Soldat wirft seine Schutzhandschuhe in einen medizinischen Abfalleimer

Für die Aufrechterhaltung des Einsatzes unter Einhaltung pandemiebedingter Schutzmaßnahmen ist auch die sachgerechte Entsorgung der kontaminierten persönlichen Schutzausstattung in M3-EPS berücksichtigt worden

Bundeswehr/Alexander Markus
Ein Mann in Schutzkleidung führt bei einem zivilen Probanden einen Nasenabstrich hinter einem Tisch durch

In der Fieberambulanz werden Abstriche, auch durch die Nase, zur Probenentnahme durchgeführt

Bundeswehr/Alexander Markus
In einem Zelt stehen volle Lagerregale. Vier Soldaten sind damit beschäftigt weiteres Material einzuräumen.

Da M3-EPS als Verstärkungselement bzw. Surge Capacity Konzept für Krisenlagen entworfen wurde, hält es Material vor, dessen Versorgungslage unsicher ist.

Bundeswehr/Alexander Markus
Zwei Soldatinnen stehen vor einem Regal, eine schreibt auf einem Klemmbrett, die zweite holt etwas aus dem Regal heraus.

Für die einzelnen Module des M3-EPS werden hunderte von Paletten an zusätzlichem Material benötigt. Diese gilt es richtig zu bewirtschaften und zu lagern

Bundeswehr/Alexander Markus

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von Rico Maderthoner

Mehr zur Pandemieübung Resilient Response 2020

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