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Paracelsus: Sanitätslogistik im Fokus

Paracelsus: Sanitätslogistik im Fokus

Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN

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Vom 8. bis 10. November 2022 trafen sich Vertreter aus 15 Nationen, um die logistischen Prozesse grenzübergreifend zu optimieren. Doch zuerst galt es, ein gemeinsames Verständnis von Sanitätslogistik innerhalb des Militärbündnisses zu finden. Ausrichter war das Multinational Medical Coordination Centre/European Medical Command in Koblenz.

Vier Soldatinnen haben sich um eine Landkarte verteilt und schauen darauf.

Die Seminarteilnehmer bei einer der Übungen zu den Themen Landtaktik, Defensiv- und Offensivoperationen und medizinische Unterstützung für militärische Großoperationen

Bundeswehr/Rico Maderthoner

Militärische Großoperationen sind eine logistische Herausforderung. Das zeigt aktuell der Krieg in der Ukraine. Im Workshop diskutierten die Teilnehmenden auf welcher Grundlage medizinisches Verbrauchsmaterial bevorratet und nachbestellt werden muss. So wurden beispielsweise der Verbrauch und die Nachbestellung von Blutkonserven und Verbandpäckchen für einen Artikel-5-Konflikt der NATONorth Atlantic Treaty Organization durchgeplant. Sie gelten generell als elementarer Bestandteil einer jeden militärmedizinischen Versorgung.

NATONorth Atlantic Treaty Organization-Gemeinsamkeit: Unterschiedliche Logistiksysteme

Die Teilnehmenden jeder Nation stellten ihre nationalen militärischen Logistiksysteme vor. Aber auch wie diese mit den jeweiligen nationalen zivilen medizinischen Unterstützungssystemen zusammenarbeitet. Die Gemeinsamkeit aller Vorträge lag in der Unterschiedlichkeit der einzelnen Systeme von Beschaffung und Materialfluss.

Durch das Seminar konnten die Teilnehmenden ihr internationales Netzwerk ausdehnen und ihr Wissen über militärisch-taktische Details vertiefen. „Es ist eine gute Initiative, um das multinationale Verständnis für Sanitätslogistik zu erweitern“, bestätigte der niederländische Major John van L.

Wargaming als Systemüberprüfung

Eine Soldatin steht vor einer Leinwand und referiert. Viele Soldaten sitzen in großer Runde an Tischen und hören zu.

Kursleiterin Oberfeldapotheker Yvonne S. stellt die wichtigsten Planungsparameter, die zu den Berechnungen von Bevorratung von Verbrauchsartikeln wie Blutkonserven und Verbandpäckchen benötigt werden, vor

Bundeswehr/Rico Maderthoner

Die Veranstaltung umfasste ebenso eine Vielzahl von Vorträgen zu den Themen Landtaktik, Defensiv- und Offensivoperationen und deren medizinische Unterstützung von Angriffs- und Abwehroperationen auf Brigadeebene. Die neuen Kenntnisse wendeten die multinationalen Logistik-Experten in der Praxis mittels eines sogenannten „MedLog-Wargaming“ an. So konnten sie ihr Wissen anhand einer Übung innerhalb eines Artikel-5-Konfliktszenarios überprüfen und verbessern. Mit der digitalen Plattform können medizinisch-logistische Unterstützungsleistungen der NATONorth Atlantic Treaty Organization geplant werden. Ebenso wurden Lücken im System erkannt, die es zukünftig zu schließen gilt.

PARACELSUS-Workshop als Fundament

Mit dem Paracelsus-Workshop ist das MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command Vorreiter auf diesem Gebiet. Das gemeinsame Verständnis war Ziel und bildet die Arbeitsgrundlage und damit das Fundament, um die erkannten Lücken in den nächsten Schritten zu schließen. Der nächste Workshop wird diese Themen aufgreifen und soll im Herbst des kommenden Jahres stattfinden.

von Rico Maderthoner

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Weitere Eindrücke vom Seminar

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