Sanitätsdienst

Sanitätslogistik: Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst übt in Rheine

Sanitätslogistik: Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst übt in Rheine

  • Landes- und Bündnisverteidigung
  • Sanitätsdienst
Datum:
Ort:
Rheine
Lesedauer:
2 MIN

Die 1. Kompanie des Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst „Ostfriesland“ (KdoKommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst) hat Anfang Juli mit rund 120 Soldatinnen und Soldaten sowie 60 Fahrzeugen in Rheine die Logistik und Versorgung eines Sanitätsregiments geübt.

Zwei Transport-Lkw der 1. Kompanie auf dem Marsch zum Entladepunkt

Mit den geländegängigen Transportmitteln kann auch im unwegsamen Gelände über weite Entfernungen die Versorgung mit Verbrauchsmaterial oder Ersatzteilen ermöglicht werden

Bundeswehr/Kieron Kleinert

In einem Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung übte die Versorgungs- und Unterstützungskompanie des Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst ihre Fähigkeiten: die Versorgung eines luftbeweglichen Sanitätsverbandes mit Betriebsstoffen, Verpflegung und Munition sowie die Instandsetzung von Fahrzeugen und Gerät sowie die Sanitätsmaterialversorgung eines Großverbandes. „Wir sind so ausgestattet, dass wir bis zu drei Einsätze unseres Kommandos parallel unterstützen können“, erklärt Kompaniechef Major René Brückner. Das Besondere dabei sei die Befähigung, diese Aufträge weltweit und mit geringer Vorlaufzeit ausführen zu können. Die Kompanie folgt dabei dem Schlachtruf „semper et ubique“ – immer und überall.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Rheine und Leer

Das in der Theodor-Blank-Kaserne in Rheine stationierte Sanitätsregiment 4 verfügt ebenfalls über modulare Sanitätseinrichtungen. Beide Verbände wollen daher auch künftig ihre Zusammenarbeit für eine optimale Patientenversorgung im Einsatz intensivieren. Der Standort Rheine bietet der 1. Kompanie des KdoKommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst mit seinen Luftfahrzeughallen optimale Bedingungen für logistische Übungen. Taktische Szenarien, zahlreiche logistische Verfahren und Aufgaben, Führungsmittel einsetzen - für alle Beteiligten war die zweiwöchige Kompanieübung fordernd. Brückner kommt es besonders darauf an, „dass die Soldaten ihr Material in einem fordernden Einsatzumfeld nutzen, um Handlungssicherheit auszubauen und Standards zu festigen. Gerade wir vom KdoKommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst müssen immer in der Lage sein, uns kurzfristig unter widrigen Bedingungen zurechtzufinden.“

Kommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst: Kräfte der ersten Stunde, weltweit

Zwei Soldaten mit Mund-Nasenschutz reparieren medizinische Geräte in einem mobilen Zelt

Vom Defibrillator bis zum Sauerstoffgerät – auch das Reparieren defekter Sanitätsausrüstung vor Ort weltweit übernehmen die Angehörigen der 1. Kompanie

Bundeswehr/Kieron Kleinert

Das KdoKommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst ist auf schnelle, hochmobile Einsätze spezialisiert. Diese Einsätze reichen von der Unterstützung bei humanitären Hilfseinsätzen, wie zuletzt in Portugal zur Eindämmung der COVID-19Coronavirus Disease 2019-Pandemie, bis hin zur Unterstützung militärischer Evakuierungsoperationen. Hauptaufgabe ist die flexible, schnelle und qualitativ hochwertige sanitätsdienstliche Versorgung nationaler und internationaler Truppen. Das KdoKommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst ist der einzige Verband der Bundeswehr, der sanitätsdienstliche Behandlungs- und Logistikeinrichtungen luftbeweglich weltweit und zu jeder Zeit einsetzen kann.

In diesem Jahr blicken die Angehörigen des KdoKommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst zudem mit enormem Stolz auf 60 Jahre Bundeswehrgarnison sowie 10 Jahre Verein Gelbe Schleife in Leer zurück.

von Kieron Kleinert und René Brückner

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