Sanitätsdienst

Vorbereitungen für Evaluierungsübung abgeschlossen

Vorbereitungen für Evaluierungsübung abgeschlossen

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Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN

Das Koblenzer Multinational Medical Coordination Centre/ European Medical Command (MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command) hat die letzte Hürde für die anstehende Übung „Resilient Medical Interface“ im November 2021 genommen.

Zwei Soldaten sitzen nebeneinander an einem Tisch und schauen auf die Bildschirme ihrer PCs

Die stellvertretenden Direktoren für EU und NATO Angelegenheiten des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command, Oberst Thierry Lenteri und Oberst Jürgen Muntenaar, während der Videokonferenz für die im November stattfindende Übung

Bundeswehr/Markus Dittrich

Zusammen mit Vertretern seiner Mitgliedsnationen wurden während der zweitägigen Online-Konferenz letzte Absprachen zum Ablauf und den durch das MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command zu erbringenden Koordinierungsaufgaben getroffen. Dabei wird das MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command mit militärischen und zivilen Dienststellen von EU und NATO zusammenarbeiten.

Das MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command wird im November nachweisen, dass es seine Mitgliedsnationen sowie NATO und EU gleichermaßen durch die Wahrnehmung von Koordinierungsaufgaben im supranationalen Umfeld unterstützen und entlasten kann.

Multinationales Evaluierungsteam erteilt Nachweis

Ein multinationales Evaluierungsteam aus den Mitgliedsnationen des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command wird den in den letzten zwei Jahren erfolgten Aufbau des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command an Hand von Evaluierungskriterien bewerten. Dazu gehört auch die Kernfähigkeit des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command als Koordinierungselement von NATO und EU tätig zu werden. Die Evaluierungsübung REMI 2021 ist hierzu ein wichtiges Instrument. Die Koblenzer werden hierzu in der durchgeführten Übung im November 2021 die verschiedenen Prozesse der sanitätsdienstlichen Krisenreaktion mit den teilnehmenden Nationen und den zuständigen EU/NATO Einrichtungen durchspielen.

Augenmerk der Übung wird die Zivil-Militärische-Zusammenarbeit im Rahmen der grenzübergreifenden Krisenbewältigung, insbesondere mit den Organisationen und Institutionen der NATO und EU aber im Schwerpunkt mit den Mitgliedsnationen des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command. Arbeitsfelder und Themen sind unter anderem: Medizinischer Schutz vor biologischen Bedrohungen und Koordination des strategischen, supranationalen Verwundeten- und Krankentransports.

„An den drei Tagen während der Übung REMI 21 werden die Aufgaben einzeln, miteinander verknüpft oder aufbauend eingespielt und dadurch die verschiedenen Koordinierungs- und Unterstützungsleistungen des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command beleuchtet“, blickt Generalarzt Dr. Stefan Kowitz, Direktor des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command, auf das bevorstehende Event.

Situation Centre als Werkzeug

Als Werkzeug hierfür bedient sich das MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command des Situation Centre (Lagezentrum). Erfordert die Komplexität einer Aufgabe die Einbindung mehrere Dezernate des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command oder ist die Erfüllung des Auftrages sehr zeitkritisch so wird das SitCen aktiviert. Mit Bündelung aller Fähigkeiten des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command und seines Expertennetzwerkes soll schnell auf Bedürfnisse einzelner Mitgliedsnationen oder von NATO und EU Einrichtungen reagiert werden.

Während der REMI werden an verschiedenen Orten des europäischen Kontinents zusammen mit den jeweiligen Nationen mögliche sanitätsdienstliche Krisen oder Schadensereignisse, die teilweise supranationale Gefährdungen implementieren können, simuliert. Dabei versucht das MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command durch seine koordinativen Fähigkeiten und sein Expertennetzwerk, den betroffenen Nationen entsprechende Stakeholder oder Leistungserbringer zu vermitteln. Beispiele für solche Krisen sind Unfälle mit erhöhten Verwundetenzahlen oder Ausbrüche von übertragbaren Krankheitserregern.

Neben den Abschlussarbeiten für die Übung, die als wichtiger Meilenstein für die volle Einsatzbereitschaft des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command gilt, laufen im Hintergrund bereits die Planungen für die Übung  Vigorous Warrior/ Casualty Move 22 (VW/CAMO 22). Diese Übung wird gemeinsam mit dem Center of Excellence für Military Medicine  (MilMedCOE), was die Transformation der Sanitätsdienste der NATO unterstützt, entwickelt. Das MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command stellt seine umfangreiche Wargaming Expertise für die Übung VW/CAMO 22 zur Verfügung.

von Rico Maderthoner