Sanitätsdienst
Krankenhauskooperation

Pistorius verlängert die Zusammenarbeit in Westerstede

Pistorius verlängert die Zusammenarbeit in Westerstede

Datum:
Ort:
Westerstede
Lesedauer:
2 MIN

Als Klinikzentrum Westerstede arbeiten Bundeswehrkrankenhaus und Ammerland-Klinik GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung bereits seit 2008 zusammen. Mit ihren Unterschriften ebnen Bundesminister der Verteidigung Boris Pistorius und Landrätin Karin Harms heute den Weg für die weitere Kooperation. Das erste neue Großprojekt wird der Ausbau beider Kliniken zu einem Gesundheitszentrum.

Vier Personen sitzen nebeneinander am Tisch und unterschreiben einen Kooperationsvertrag

Die Kooperation ist ein Gewinn für das medizinische Fachpersonal der Bundeswehr. Das Patientenaufkommen - circa 85 Prozent kommen aus dem Zivilen - bietet ideale Voraussetzungen für die klinische Aus-, Fort- und Weiterbildung

Bundeswehr / Claudia Seidenschwanz

Ein bewährtes und einzigartiges Konzept mit Zukunft: Bereits seit dem 30. Juni 2008 versorgen das Bundeswehrkrankenhaus Westerstede und die Ammerland-Klinik GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung als Klinikzentrum Westerstede gemeinsam Patientinnen und Patienten im Nordwesten von Niedersachsen. Mit der heute durch Bundesminister der Verteidigung Boris Pistorius und Landrätin Karin Harms unterzeichneten Verlängerung der Kooperation wird die gute Zusammenarbeit noch weiter ausgebaut.

Ein Mann steht am Rednerpult.
Boris Pistorius, Bundesminister der Verteidigung Bundeswehr / Claudia Seidenschwanz
„Es ist eine Win-Win-Win-Situation; nämlich für die Bundeswehr, für das zivile Krankenhaus, aber vor allem für die Bevölkerung.“

Die medizinische Versorgung sei zudem wesentlich für die Durchhaltefähigkeit unserer Streitkräfte, vor allen Dingen aber auch für die Moral der Soldatinnen und Soldaten, betont Pistorius. Oberstarzt Dr. Christian Zechel, Kommandeur und Ärztlicher Direktor, ergänzt: „Die Fortsetzung der Zusammenarbeit ermöglicht darüber hinaus auch weitreichende infrastrukturelle Maßnahmen.“ So soll das Klinikzentrum umfassend erweitert und erneuert werden. Geplant seien unter anderem ein Neubau für die Interdisziplinäre Notaufnahme sowie für 13 neue OP-Säle. Damit sei dann auch in Zukunft eine klinische Versorgung auf höchstem Niveau gewährleistet.

Das sei eine folgerichtige Entscheidung, insbesondere in Hinblick auf den Erfolg der letzten 15 Jahre, bekräftigt auch Axel Weber, Hauptgeschäftsführer Ammerland-Klinik: „Beide Kliniken tragen ihren Anteil zum erfolgreichen Gelingen der Kooperation bei und durch die enge Zusammenarbeit sind viele Angebote, wie die Zertifizierung als überregionales Traumazentrum und überregionale Stroke-Unit, erst möglich geworden.“

Ein Beispiel für Synergie im Gesundheitswesen

Pistorius und Harms sind sich einig: Vor dem Hintergrund aktueller gesundheitspolitischer Überlegungen sei die Kooperation des Bundeswehrkrankenhauses mit der Ammerland-Klinik bereits heute ein herausragendes Beispiel für die Nutzung von Synergien im Gesundheitswesen. Die Übergänge sind beinahe nahtlos. Insbesondere die zivilen Patientinnen und Patienten merken in der Regel nicht, ob sie von Personal der Ammerland-Klinik oder des Bundeswehrkrankenhauses versorgt werden.

Landrätin Harms hebt hervor, dass „das breite medizinische Angebot die Attraktivität des Gesundheitsstandortes Westerstede erhöht. Durch die Kooperation als Klinikzentrum konnte die Notfallversorgung in der Region spürbar verbessert werden. Dies schaffe zugleich ausgesprochen gute Voraussetzungen für die schnelle und hochwertige Behandlung der Ammerländer Bevölkerung.”

Insgesamt arbeiten im Klinikzentrum Westerstede 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In den gemeinsam geführten Bereichen, wie dem Interdisziplinären Notfallzentrum, der Anästhesie und der Operativen Intensivmedizin behandelt das medizinische Fachpersonal die Patientinnen und Patienten Hand in Hand.

Über das Jahr hinweg versorge das Klinikzentrum so über 26.091 stationäre und 144.363 ambulante Patientinnen und Patienten. „Wir sind fest in die klinische Gesundheitsversorgung im nordwestdeutschen Raum integriert und gewährleisten durch modernste diagnostische und therapeutische Untersuchungs- und Behandlungsmethoden mit unserem Haus eine hohe Versorgungsqualität“, so Zechel.

von Stefan Bölke

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