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Zwei Soldatinnen berichten über ihren Werdegang im Sanitätsdienst

Zwei Soldatinnen berichten über ihren Werdegang im Sanitätsdienst

Datum:
Ort:
Deutschland
Lesedauer:
3 MIN

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Fast 24.000 Soldatinnen sind aktuell in der Bundeswehr, davon etwa 8.000 beim Sanitätsdienst. Fahnenjunker Sara H. und Feldwebel Annika M. erzählen von besonderen Stationen in ihrem beruflichen Werdegang, warum sie sich für die Bundeswehr entschieden haben und was sie sich für ihre Zukunft vorgenommen haben.

Soldatin steht in einem Hörsaal und lächelt für ein Foto.

Angehende Apothekerin: Bibliothek und Hörsaal sind ihre zweiten Zuhause geworden

Bundeswehr/ Marcel Bockisch-Ernst

Fahnenjunker Sara H.: Zukünftige Apothekerin 

Die 19-jährige Soldatin legte 2021 erfolgreich das Abitur ab und fasste den Entschluss noch im selben Jahr zur Bundeswehr zu gehen. Ursprünglich wollte sie sich als Freiwillig Wehrdienstleistende verpflichten. Ihre Mutter wünschte sich hingegen klare berufliche Aussichten und etwas Handfestes. Zur Wahl standen entweder ein Medizin- oder ein Pharmaziestudium. „Nachdem ich im Assessment-Center die Zusage zum Pharmaziestudium bekommen habe, ging es im Juli 2022 mit der Grundausbildung in Feldkirchen schon los“, erzählt die gebürtige Münchnerin.

Als Soldatin an einer zivilen Universität 

Aktuell studiert Fahnenjunker Sara H. in Freiburg Pharmazie im zweiten Semester. Ein Studium an einer zivilen Universität ist für Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsdienstes keine Seltenheit, denn nicht alle Studiengänge und Fachrichtungen, darunter beispielweise Pharmazie oder Medizin, werden an den Universitäten der Bundeswehr angeboten. „An einer zivilen Universität zu studieren ist anders, würde ich behaupten, als wenn man an einer Bundeswehruniversität studiert. Wir sind sehr familiär zueinander, weil wir sehr wenig Soldaten vor Ort sind“, sagt die Studentin. „Aber der Umgang mit den anderen Studenten ist sehr positiv. Meine Kommilitonen zeigen oftmals viel Interesse an den Abläufen und haben Fragen zur Bundeswehr“, fügt sie hinzu.

Noch eine lange Reise

Die Sanitätsoffizieranwärterin möchte erst einmal das Pharmaziestudium erfolgreich beenden. Danach studiert sie Lebensmittelchemie. Für ihre Arbeit in der Bundeswehr benötigt sie beide Studienabschlüsse. Die Aufgaben der Apothekerinnen und Apotheker der Bundeswehr sind deutlich vielfältiger als im zivilen Bereich. Sie sind beispielsweise auch für Lebensmittelsicherheit und Logistik verantwortlich. „Mein Traum wäre es in der klinisch-pharmazeutischen Dienstleistung in einem der Bundeswehrkrankenhäuser zu arbeiten“, so Sara H. Die angehende Apothekerin kann sich auch vorstellen in den Einsatz zu gehen.

Feldwebel Annika M.: Zwischenhalt im Hafen

Soldatin lächelt für ein Foto. Im Hintergrund sieht man ein Meer.

An Deck geht Feldwebel Annika M. das Herz auf. Als Sanitätsmeisterin auf hoher See ist sie ganz in ihrem Element

Bundeswehr/Marcel Bockisch-Ernst

Als Sanitätsfeldwebel gibt es bei der Bundeswehr viele Möglichkeiten. Manchmal arbeitet man sogar auf hoher See. Die 28-jährige Krankenpflegerin ist seit Oktober 2012 bei der Bundeswehr. Durch das örtliche Karrierecenter sei sie damals auf die Bundeswehr aufmerksam geworden. „Eines Tages lag ein Flyer der Bundeswehr in meinem Briefkasten. Ich sah ihn an und dachte mir – ich mach es!“, erzählt die junge Soldatin rückblickend.

Manchmal Lehrsaal, manchmal Seegang 

Die sportbegeisterte Soldatin arbeitet normalerweise in Koblenz, als Sanitätsfeldwebel im Sanitätsregiment 2. Dort bildet sie zukünftige Helfer im Pflege- und Funktionsdienst des Sanitätsdienstes aus. Wie der Name bereits vermuten lässt, helfen und assistieren diese Soldatinnen und Soldaten in den Rettungszentren oder Lazaretten der Bundeswehr. Ihre Karriere begann 2012 auf der „Gorch Fock“, dem Segelschulschiff der Marine, auf dem Offizieranwärter ausgebildet werden. „Ich war zwei Jahre als Freiwillig Wehrdienstleiste an Bord, was mir sehr gefiel. Ich liebe beide Welten und habe manchmal großes Fernweh“, schwärmt die 28-Jährige. Inzwischen konnte sich Annika M. ihren Wunsch erfüllen und als Sanitätsmeisterin an Bord zurückkehren und ihre Fähigkeiten vertiefen. Sie organisierte die Sprechstunden und assistierte den Ärztinnen und Ärzten bei Notfällen auf hoher See.

Truppenpsychologie Feldwebel

In Zukunft kann sich die vielseitig einsetzbare Soldatin gut vorstellen ein sogenannter Truppenspsychologiefeldwebel zu werden. Diese Soldatinnen und Soldaten begleiten die Angehörigen der Bundeswehr sowohl im Inland als auch im Einsatz als aktive Ansprechpartner bei Problemen und unterstützen ihre Kameradinnen und Kameraden. „Außerdem möchte ich Berufssoldatin werden und noch viele Jahre bei der Bundeswehr verbringen, vielleicht ergeben sich auch Einsätze, in denen ich weiter gefordert werde“, so Feldwebel Annika M.

von Marcel Bockisch-Ernst

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