Streitkräftebasis

Ein Marsch im Zeichen der Kameradschaft

Ein Marsch im Zeichen der Kameradschaft

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Datum:
Ort:
Bremen
Lesedauer:
3 MIN

Die RSU Bremen hat den zweiten Bremer Remote Marsch genutzt, um ihre Mitglieder und zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland sportlich herauszufordern. Trotz teilweise schwieriger Witterungsbedingungen genossen die Marschierenden das kameradschaftliche Event unter Corona-Bedingungen.

Reservisten stehen vor dem Gebäude der RSU Bremen.

Unteroffizier Michael Revermann und Oberstabsgefreiter Tobias Grotke haben die Marschstrecke der RSU in 3,36 Stunden absolviert. Das gute Tempo hatten sie sich zum Ziel gesetzt.

Bundeswehr/Andrea Hilscher

Wer gern marschiert, musste wegen der Corona-Pandemie auf zahlreiche große Events verzichten. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bremer Landesgruppe vom Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBwVerband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.) einen virtuellen Remote Marsch organisiert. Für die RSU Bremen eine willkommene Gelegenheit, ihre Mitglieder zu einer sportlichen Herausforderung zu motivieren.  Auf ihre Einladung hin haben sich aktive Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilistinnen und Zivilisten aus unterschiedlichen Nationen in ganz Deutschland und in England am Pfingstwochenende aufgemacht, um sich einer besonderen Herausforderung zu stellen:  Neben einer selbst gewählten 24 Kilometer langen Strecke, die mit zehn Kilo Gepäck absolviert werden musste, warteten auf die militärischen Teilnehmer zahlreiche Denkaufgaben, die es zu lösen galt. Alle Corona-Auflagen wurden dabei selbstredend eingehalten.

Es gibt kein schlechtes Wetter, wenn man motiviert ist

Neun Kadetten aus Sandhurst nehmen an dem Marsch teil.

Offiziersanwärter aus mehreren Ländern haben auf Einladung der RSU Bremen an der Royal Military Academy Sandhurst am Marsch teilgenommen.

Bundeswehr

Samstagfrüh, stürmischer Westwind, 8 Grad. Dr. Stephan Leupold, Oberstleutnant d.R.der Reserve und ehemaliger Kompaniechef der RSU Bremen, steht zwischen riesigen Säcken mit Zwiebeln, Brötchen, Bananen und Melonen – Verpflegung für die Angehörigen der RSU, die an diesem Morgen 24 Kilometer entlang der Weser marschieren wollen. Damit es den Kameradinnen und Kameraden an nichts mangelt, sind drei Reservisten mit dem Fahrrad unterwegs, um Snacks und Getränke zu verteilen. Bei Kilometer 16 wird ein Verpflegungsstützpunkt aufgebaut, an dem es neben Obst auch heiße Getränke gibt. Die werden gern genommen, denn inzwischen hat sich zu dem frischen Wind auch noch hartnäckiger Regen gesellt. Für Unteroffizier Michael Revermann und Oberstabsgefreiter Tobias Grotke kein Thema: Sie ziehen durch, wollen Tempo machen. Die beiden Männer werden die ersten sein, die nach 24 Kilometern auf der von der RSU vorgegebenen Strecke die Scharnhorst-Kaserne in Bremen erreichen – in einer Zeit von 3 Stunden und 36 Minuten.

Internationale Verbundenheit und familiäres Flair

Zwei Reservisten vor ihren Fahrrädern.

Für die mobile Versorgung auf der Strecke sorgen Angehörige der RSU Bremen auf dem Fahrrad. Tapfer trotzen sie dem Regen.

Bundeswehr/Pascal Pottmeier

Die Marschzeit von Hauptmann Victor von der Decken, dem Kompanie-Einsatz-Offizier der RSU Bremen. liegt ein paar Minuten darüber, doch Zeit ist ohnehin nicht das wichtigsten Kriterium für ihn. „Für uns ist es einfach wichtig, neben dem sportlichen Aspekt endlich auch wieder kameradschaftliche Gemeinschaft erlebbar zu machen“ so von der Decken. Er hatte mit dem Social-Media-Team der RSU im Vorfeld ordentlich die Werbetrommel für den Marsch gerührt. So waren auch neun Kadetten an der Royal Military Academy Sandhurst auf das Bremer Event aufmerksam geworden: Die angehenden Offiziere, unter anderem aus England, Schottland und Deutschland nahmen die sportliche Herausforderung an und absolvierten die Strecke in nur 3 Stunden und 4 Minuten. Angehörige der USUnited States-Streitkräfte in Sembach und Grafenwöhr ließen es etwas gemütlicher angehen und nutzten den Bremer Remote Marsch nach auf Einladung der RSU Bremen für einen Familienausflug –sogar Buggys und Kinderwagen wurden mit auf die Strecke genommen. Die internationalen Gäste der RSU wurden mit Coins und Patches für ihr Engagement belohnt.

Am Ende sind alle Teilnehmenden zufrieden

Zwei Reservisten der RSU gehen über das Kasernengelände.

Im Schnitt brauchten die Mitglieder der RSU Bremen rund vier Stunden, bis sie die 24 Kilometer absolviert hatten. Im Anschluss gab es auf dem Gelände des Landeskommandos eine heiße Dusche und Chili con Carne.

Bundeswehr/Pascal Pottmeier

Die Reservisten, die sich durch das nasskalte Bremer Wetter kämpfen mussten, konnten sich am Ende auf dem Gelände des Landeskommandos Bremen, einer Dienststelle der Streitkräftebasis, mit selbstgekochtem Chili con Carne stärken und auf Facebook verfolgen, wie die Kameradinnen und Kameraden befreundeter RSU-Kompanien in anderen Landesteilen die physischen und psychischen Belastungen des Marsches verkraftet haben. Immer wieder ermutigten sich die Teilnehmenden gegenseitig, stellten Fotos ins Netz und zeigten so ihre Verbundenheit mit der RSU in Bremen.  Hauptmann von der Decken konnte am Ende ein ausgesprochen positives Fazit ziehen. „Es hat riesigen Spaß gemacht und wir hatten tolles Feedback von zahlreichen zivilen Passanten an der Strecke.“ Und klar ist für die RSU Bremen klar: Nach dem Marsch ist vor dem Marsch, egal ob virtuell oder traditionell.

von Andrea Hilscher  E-Mail schreiben

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