Streitkräftebasis
Übergabe der Verantwortung

Führung der Streitkräftebasis übergeben

Führung der Streitkräftebasis übergeben

Datum:
Ort:
Bonn
Lesedauer:
2 MIN

Bewegender Abschied des Inspekteurs der Streitkräftebasis: Nach achteinhalb Jahren an der Spitze des zweitgrößten Organisationsbereichs der Bundeswehr und nach insgesamt fast 46 Jahren als Soldat geht Generalleutnant Martin Schelleis in den Ruhestand. Damit einher geht ein Führungswechsel in turbulenten Übergangszeiten.

Szenenbild der Übergabe mit Handschlag.

Der neue Chef der Möglichmacher: Generalmajor Stefan Lüth (r.) übernimmt die Verantwortung über die Streitkräftebasis von Generalleutnant Martin Schelleis (l.)

Bundeswehr/Susanne Hähnel

Neuer Frontmann der Streitkräftebasis ist nun der bisherige Stellvertreter des Inspekteurs, Generalmajor Stefan Lüth. Als ehemaliger Chef des Stabes im Bonner Kommando, Unterabteilungsleiter im Verteidigungsministerium und durch seine Spitzenverwendungen in der Logistik ist er bestens für die neue Aufgabe gerüstet. Der scheidende Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis, verglich die zurückliegenden Jahre und die kommenden Monate mit einer spannenden Geschichte: „Mit Höhen und Tiefen, frischen Impulsen aber auch unvorhersehbaren Wendungen. Dennoch ist es eine Erfolgsstory.“ Gemeint hat Schelleis damit auch den neu aufzustellenden zentralen Unterstützungsbereich der Bundeswehr, der wesentliche Züge und Strukturen der bisherigen Streitkräftebasis aufweisen wird.

In seiner Abschiedsrede auf dem Münchner Platz der Bonner Hardthöhe – achteinhalb Jahre lang sein Amtssitz – sprach er sichtlich bewegt zu Abordnungen der Dienststellen „seines“ Organisationsbereichs. „Sie gehören für mich zu dem Personenkreis, der Abschieden erst den würdigen Rahmen verleiht: die treuen Wegbegleiter. Genau das sind Sie für mich“, sagte Schelleis. Der zweitgrößte Organisationsbereich der Bundeswehr wird nach rund 25 Jahren seines Bestehens in etwas Neuem aufgehen.

Die Idee lebt weiter

Das Erfolgsmodell der Fähigkeitskommandos beispielsweise habe sich, so Schelleis, als zukunftsfest erwiesen und wird in dem neuen Unterstützungsbereich Bestand haben. Die Streitkräftebasis habe die Bundeswehr geprägt, führte der Generalleutnant weiter aus.

Nach einer kurzen Rückschau auf die wichtigsten Stationen seiner Amtszeit spannte Schelleis den Bogen zur Zeitenwende und zur Kriegstüchtigkeit der künftigen Streitkräfte. Er zeigte auf, was dies für jeden Einzelnen und jede Einzelne bedeuten könnte. Es folgte sein Aufruf, den Übergang in den neu aufzustellenden Unterstützungsbereich kameradschaftlich und loyal zum Erfolg zu führen. 

In diese neue Zeit führt Generalmajor Stefan Lüth nun die Streitkräftebasis. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer, übertrug ihm die Führung des Organisationsbereichs während des Appells. 

  • Ein Soldat übergibt einem anderen Soldaten eine Fahne

    Appell auf der Bonner Hardthöhe: Generalmajor Stefan Lüth (v.r.) wird die Streitkräftebasis in den kommenden zentralen Unterstützungsbereich der Bundeswehr überführen

    Bundeswehr/Christopher Preloznik
  • Ein Soldat und eine Frau auf der Ladefläche eines LKW

    Generalleutnant Martin Schelleis verlässt mit seiner Frau den Appellplatz in einem Dekontaminierungsfahrzeug „seiner“ ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehrtruppe

    Bundeswehr/Christopher Preloznik
  • Militärmusiker musizieren.

    Das Musikwesen gehörte zum Verantwortungsbereich von Generalleutnant Schelleis. Zum Abschied ihres „Chefs“ spielt das Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Soldaten beim Abschreiten einer angetretenen Truppe

    Zeremoniell zum Abschied: Generalleutnant Schelleis (m.) schreitet gemeinsam mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer (l.), zum letzten Mal (s)eine Paradeaufstellung ab

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
von Ralf Wilke  E-Mail schreiben

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