Streitkräftebasis

PESCOPermanent Structured Cooperation LogHub in Pfungstadt erhält Anfangsbefähigung

PESCOPermanent Structured Cooperation LogHub in Pfungstadt erhält Anfangsbefähigung

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Datum:
Ort:
Pfungstadt
Lesedauer:
3 MIN

Im Jahr der Deutschen EUEuropäische Union-Ratspräsidentschaft trägt die Streitkräftebasis zu einem Meilenstein für die Verteidigungsinitiative der EUEuropäische Union bei. Der Deutsche Logistic Hub erhielt seine Anfangsbefähigung, womit er künftig als Teil des PESCOPermanent Structured Cooperation-Projekts ,,Network of LogHubs in Europe and Support to Operations“ die militärische Zusammenarbeit in Europa stärkt.

Drei Soldaten beim Besuch des PESCO LogHub

Generalleutnant Schelleis mit Generalmajor Thomas und Oberstleutnant Wiskow. Stellvertretender Dienststellenleiter Bundeswehrdepot Süd und Deutscher LogHub der PESCOPermanent Structured Cooperation

Bundeswehr/Christoph Vietzke

Im Jahr der Deutschen EUEuropäische Union-Ratspräsidentschaft trägt die Streitkräftebasis der Bundeswehr zu einem bedeutenden Meilenstein für die europäische Sicherheits- und Verteidigungsinitiative der EUEuropäische Union bei. Im hessischen Pfungstadt erhält der Deutsche Logistic Hub (Logistischer Knotenpunkt) seine Anfangsbefähigung, womit er als Teil des PESCOPermanent Structured Cooperation-Projekts ,,Network of LogHubs in Europe and Support to Operations“ die militärische Zusammenarbeit in Europa stärkt. Permanent Structured Cooperation, kurz: PESCOPermanent Structured Cooperation, steht für die ständige strukturierte Zusammenarbeit von 25 EUEuropäische Union-Mitgliedsstaaten im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVPGemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik).

Befähigt für den Dienst an Europa

Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis, überzeugt sich in der Major-Karl-Plagge-Kaserne Pfungstadt vom Fortschritt der Planung und erteilt dem „DEU LogHub“ seine Anfangsbefähigung: „Heute ist ein bemerkenswerter Tag für die Logistik, sowohl der Bundeswehr als auch der europäischen Streitkräfte. Mit der operationellen Erstbefähigung des deutschen Anteils an dem europäischen Netzwerk der Logistikknoten haben wir einen Meilenstein erreicht in diesem Projekt, das vor einigen Jahren aufgelegt wurde, um die europäischen Verteidigungsfähigkeiten zu stärken.“

Verteidigungsinitiative PESCOPermanent Structured Cooperation trägt Früchte im hessischen Pfungstadt

Mit dem Ziel, ein robustes und aufwuchsfähiges Netzwerk europäischer logistischer Knotenpunkte, sogenannter LogHubs, zu schaffen, bringen sich schon jetzt 13 von 15 beteiligten EUEuropäische Union-Staaten in das 2018 ins Leben gerufenen Netzwerkprojekt ein – so auch Deutschland mit seinem neu aufgestellten LogHub. Dieser wird in die bereits bestehende und funktionierende Struktur des Bundeswehrdepots Süd, in das Materiallager Pfungstadt, eingebunden. So soll die Auftragserfüllung zeitnah und zuverlässig sichergestellt werden.

Der LogHub wird nun Teil des Fähigkeitsportfolios des Joint Coordination Centre (JCC) im Logistikzentrum der Bundeswehr. Das JCC trägt wesentlich dazu bei, ein robustes europaweites Netzwerk militärischer logistischer Knotenpunkte zu etablieren. Es steht als zentrale Ansprechstelle allen multinationalen Partnern, die gegenseitig von ihren LogHubs mit seinen Transport- und Umschlagleistungen profitieren, zur Verfügung.

Meilensteine auf dem Weg zum europäischen Logistiknetzwerk

Zwei Soldaten stehen neben einem Schild

Generalleutnant Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis, und Generalmajor Thomas, Kommandeur Logistikkommando, beim LogHub „Was wir hier heute gesehen haben, war sehr beeindruckend“, so Schelleis.

Bundeswehr/Christoph Vietzke

Generalmajor Volker Thomas, Kommandeur des Logistikkommandos der Bundeswehr, zeigt sich erfreut, dass nun die Praxis der Theorie folgt. Das multinationale Agieren auf europäischer Ebene werde nun Realität:

„Mit der heutigen IOC (Initial Operational Capability) des DEU LogHubs zeigen wir Verlässlichkeit bei der Umsetzung unserer Absicht, das Projekt als einen logistischen Beitrag zur Stärkung des europäischen Pfeilers der NATONorth Atlantic Treaty Organization zum Erfolg zu führen. Das Depot wird personell verstärkt und ­mit modernem fähigkeitsstiftenden Material ausgestattet.”

Vorgesehen ist, die Infrastruktur der Liegenschaft von 2024 an umfassend zu modernisieren. Es sollen größere Lagerkapazitäten geschaffen werden, um so mehr Material vorhalten zu können. Insgesamt werden an dem Standort 210 Millionen Euro in Lagerflächen, Unterkünfte und eine Versand-Apotheke investiert.

Der Inspekteur der Streitkräftebasis sieht darin einen Vorteil für alle beteiligten Partnernationen: „Es ergeben sich zukünftig durchaus auch lohnende zivil-militärische Anknüpfungspunkte im EUEuropäische Union-Rahmen, beispielsweise im Zuge der Lagerung von Material im Rahmen der Pandemievorsorge.” Die schrittweise Stärkung im Hinblick auf die Erfordernisse der Landes- und Bündnisverteidigung spiele hierbei ebenso eine wesentliche Rolle.

Inspekteur der Streitkräftebasis macht erneut auf das Netzwerkprojekt aufmerksam

Für die deutsche EUEuropäische Union-Ratspräsidentschaft 2020 sei das LogHub in Pfungstadt wichtig: Die logistischen Fähigkeiten werden unter den Mitgliedstaaten geteilt und können von ihren Streitkräften auch in die NATONorth Atlantic Treaty Organization eingebracht werden. So stärk PESCOPermanent Structured Cooperation auch den europäischen Pfeiler im transatlantischen Bündnis. „Für meinen Kommandobereich ist dieses PESCOPermanent Structured Cooperation-Projekt spätestens mit dem heutigen Datum tagtägliche Realität“, unterstreicht Generalleutnant Schelleis als Inspekteur der Streitkräftebasis die hohe Bedeutung der nun erteilten Anfangsbefähigung.

von Katrin Saalbach  E-Mail schreiben

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